LTE für zuhause und unterwegs

Die Mobilfunktechnologie 4G ist sowohl zum Surfen auf dem Land wie in der Stadt geeignet. Vor der Versteigerung der LTE-Frequenzen erarbeitete die Bundesnetzagentur gesetzliche Vorgaben für die Nutzung von LTE für zuhause. Die Netzbetreiber verpflichteten sich bei der LTE-Auktion im Jahr 2010, zuerst die Weißen Flecken auf dem Land mit 4G zu schließen. Im Jahr 2011 stand vor allem der LTE-Ausbau in den ländlichen Gebieten im Vordergrund und die Nutzung von LTE für zuhause als DSL-Ersatz.

Nachdem mittlerweile die Weißen Flecken in 13 von 15 Bundesländern abgedeckt sind, steht seit 2012 die Nutzung von LTE für unterwegs immer mehr im Fokus. Besonders durch T-Mobile wurde seit April 2012 der LTE-Ausbau in den Städten forciert. Wenige Monate später zogen auch Vodafone und o2 nach und bieten in immer mehr Städten LTE für unterwegs an.

LTE zuhause als DSL-Ersatz

LTE-Router zuhauseLTE für zuhause ist für alle Regionen, wo es bisher kein schnelles Internet gab, als DSL-Ersatz gedacht. Für das stationäre Surfen mit 4G kommen vor allem LTE-Router zum Einsatz. Diese Hardware hat den Vorteil, dass gleichzeitig mehrere Personen online gehen können. Dazu kann man das Endgerät dort im Haus anbringen, wo der LTE-Empfang am besten ist und die Signalstärke im Bedarfsfall mit einer 4G-Antenne verbessern.

Auf dem Land baut man 4G im Bereich 800-MHz aus, wodurch man mit LTE für zuhause mit bis zu 50 Mbit/s surft. Die theoretisch mögliche Übertragungsrate von 4G mit bis zu 100 Mbit/s ist mit dem LTE-Frequenzen aus der Digitalen Dividende technisch nicht möglich. Dafür kann man mit 800-MHz einen Umkreis von 10 Kilometer abdecken und gut Gebäude durchdringen, womit die 4G-Frequenzen ideal als DSL-Ersatz sind.

Bisher bietet nur Vodafone LTE-Tarife mit Übertragungsraten von bis zu 50 Mbit/s für das Surfen daheim. Die 4G-Tarife der Telekom und o2 sind auf eine LTE-Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s beschränkt. Beide Netzbetreiber orientieren sich mit ihrem Angebot an einem klassischen DSL6000-Anschluss.

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LTE unterwegs – Mobiles Surfen in den Städten

LTE für unterwegs kommt 2012 in immer mehr Städte. Mittlerweile gibt es 4G in Großstädten wie Berlin, München und Hamburg. Die Netzbetreiber bauen hier LTE zuerst im Zentrum aus und gehen dann in die äußeren Bezirke über. Die 4G-Hardware ist kompatibel zu 2G und 3G. Wo kein LTE vorhanden ist, surft man häufig mit HSDPA oder HSPA.

Speedstick LTE Surfstick

Der Huawei E398 als LTE-Hardware für unterwegs, Bildquelle: telekom.com

Die Netzbetreiber bauen LTE für unterwegs in den Bereichen 1800-MHz (T-Mobile) und Vodafone (2600-MHz) aus. Hier sind Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s im Download möglich. Der Anbieter o2 nutzt in den Städten vorerst die 800-MHz-Frequenzen, was nach der Schließung der Weißen Flecken in den meisten Bundesländern möglich ist.

Für die Nutzung von LTE für unterwegs gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Hardware wie LTE-Surfsticks, 4G-Handys oder LTE-Tablets. Die neusten Endgeräte funktionieren in allen drei Frequenzbereichen. Dies ist wichtig für alle, welche viel unterwegs sind und mobiles Internet in der Stadt und auf dem Land nutzen wollen.

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