LTE Cat-4: Highspeed-Internet mit bis zu 150 Mbit/s

LTE Cat-4 ist eine Entwicklungsstufe von 4G. LTE+, wie die Telekom den Mobilfunkstandard nennt, bietet im Download eine Übertragungsrate von bis zu 150 Mbit/s. Im Upload sind bis zu 50 Mbit/s möglich. Aktuell sind noch große Teile von Deutschland mit LTE Cat-3 ausgebaut. Diese Entwicklungsstufe von 4G bietet im Download bis zu 100 Mbit/s und im Upload bis zu 50 Mbit/s. Die Netzbetreiber realisieren LTE Cat-4 im Frequenzspektrum mit 1800- oder 2600-MHz. Diese 4G-Frequenzen bieten die notwendige Bandbreite (20 MHz), für eine Übertragungsrate von bis zu 150 Mbit/s.

Aktuell bieten nur Vodafone und die Deutsche Telekom LTE+ in den Städten an. Der Düsseldorfer Netzbetreiber startete im August 2013 in ersten Großstädten mit LTE Cat-4. T-Mobile zog im Oktober 2013 mit Tarifen für LTE+ nach. Die Netzbetreiber o2 und E-Plus bieten noch keine Übertragungsraten von bis zu 150 Mbit/s.

LTE+ bei Vodafone und Telekom

Vodafone war der erste Anbieter mit LTE Cat-4 in Deutschland. In August 2013 startete man mit dem Mobilfunkstandard in Düsseldorf, Dresden, Dortmund und München. Später kamen noch Städte wie Darmstadt, Stuttgart und Hannover hinzu. Der Netzbetreiber baute mit LTE+ vor allem stark frequentierte Orte wie Bahnhöfe, Flughäfen und die Innenstädte aus. Dadurch ist in diesen Großstädten LTE Cat-4 von Vodafone nicht flächendeckend verfügbar. Dies liegt auch mitunter daran, dass Vodafone viele Städte vor allem mit 800-MHz (Digitale Dividende) ausgebaut hat. Hiermit sind keine Übertragungsraten von bis zu 150 Mbit/s möglich.

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Die Telekom versorgt nach eigenen Angaben weit über 150 Städte mit LTE+. Da T-Mobile zum 4G-Ausbau in den Ballungsgebieten ausschließlich LTE-Frequenzen mit 1800-MHz nutzt, ist LTE Cat-4 der Telekom auch in einigen Städten flächendeckend vorhanden. T-Mobile baut dabei nicht nur die Großstädte mit dem schnellen Mobilfunkstandard aus. LTE+ der Telekom ist zum Beispiel auch verfügbar in Ingolstadt, Trier, Potsdam und Schwerin, wie man der 4G-Karte von T-Mobile entnehmen kann.

Wer LTE Cat-4 mit einer Übertragungsrate von bis zu 150 Mbit/s nutzen möchte, muss folgendes beachten. LTE+ bieten die Netzbetreiber im Regelfall nur in den hochpreisigen 4G-Tarifen an. Wer sich zum Beispiel für den Complete Comfort XL der Telekom entscheidet, surft auch in Städten mit LTE+ nur mit bis zu 100 Mbit/s. Weiterhin braucht man entsprechende 4G-Hardware, welche den schnellen Mobilfunkstandard auch unterstützt. Beispiele für Hardware mit LTE Cat-4 sind das Samsung Galaxy S5, Huawei Ascend P2 und das LG G Flex.

Auf LTE Cat-4 folgt LTE Cat-6

Vodafone testet LTE Cat-6 in Dresden. (Quelle: Vodafone)

Vodafone testet LTE Cat-6 in Dresden. (Quelle: Vodafone)

Während LTE+ in immer mehr deutschen Städten verfügbar ist, erwartet uns Mitte 2014 bereits LTE Cat-6. Hiermit sind Übertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s möglich. Die Entwicklungsstufe von 4G ist bereits LTE Advanced. Um diese hohe Übertragungsrate zu ermöglichen, nutzen die Netzbetreiber neben der Mehrantennentechnik MIMO noch LTE Carrier Aggregation. Hier bündelt man zwei LTE-Frequenzen. Mit der 4G-Bündelung von 1800- und 2600-MHz (2 x 20 MHz) erreicht man dann bis zu 300 Mbit/s. Damit ist dieser Mobilfunkstandard doppelt so schnell wie das heutige LTE Cat-4.

Vodafone und o2 testen LTE Cat-6 bereits in Dresden und München. Dies könnten Mitte des Jahres die ersten deutschen Städte mit LTE Advanced werden. Auch die Deutsche Telekom möchte im Sommer 2014 LTE Cat-6 mit einer Übertragungsrate von bis zu 300 Mbit/s anbieten.

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