EDGE – Viermal mehr als GPRS!

Man braucht nicht unbedingt UMTS oder HSDPA, um auf das Internet zugreifen zu können. Auch mit GPRS oder dessen Erweiterung EDGE ist dies möglich. EDGE, der Mobilfunkstandard der zweiten Generation, steht für Enhanced Data Rates for GSM Evolution und dient dazu, Datenraten in herkömmlichen GSM-Netzen zu erhöhen. EDGE ist eine Verbesserung der GPRS-Verbindungen. Die Technologie ermöglicht höhere Datenübertragungsraten.

Bei EDGE, wie auch für GPRS, besteht der große Vorteil darin, dass die bestehenden Mobilfunknetze kostengünstig aufgerüstet werden können. Bei UMTS müssen komplette Sender und Antennen ausgetauscht werden.

Eine weitere Parallele zu GPRS liegt bei der Übertragung der Daten – diese werden ebenfalls in einzelnen Paketen übermittelt. Die Geschwindigkeit reicht dabei bis zu 220 kbit/s. Das ist in etwa eine Vervierfachung von GPRS. Unter optimalen Bedingungen sind sogar Datenraten von bis zu 473 kbit/s realisierbar. Im Upload erreicht EDGE eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 110 kbit/s. Dieses Tempo reicht zwar für kleinere Datenübertragungen oder zum Surfen im Internet. Wenn man jedoch Audio- oder Videosstreams anschauen möchte, so muss man mit regelmäßigen Aussetzern und Störungen rechnen. Die Pingzeiten liegen mit 250 bis 450 ms relativ hoch. Zum Vergleich: Bei DSL liegen die Pingzeiten bei 60 ms.

EDGE ist vor allem in Bereichen nützlich, wo kein UMTS empfangen werden kann. Die deutliche Erhöhung der Datenraten im Gegensatz zu GPRS stellt einen erheblichen Mehrwert für den Kunden dar.

Siehe auch im Lexikon unter „2G„!

Ein Speedtest zeigt die Geschwindigkeit von EDGE im Vergleich zu UMTS anhand des iPhone 3G und 3Gs:

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