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5G ist der Nachfolger von 4G. Die Mobilfunktechnologie der fünften Generation ist in Deutschland bereits gestartet. Vodafone und Deutsche Telekom haben erste Städte mit 5G ausgebaut. Der 4G-Nachfolger bietet in Zukunft hohe Übertragungsraten (bis zu 10 Gbit/s) und eine niedrige Latenz (> 1 ms). In der Anfangszeit sind mit der Mobilfunktechnologie Geschwindigkeiten zwischen 1 bis 2 Gbit/s realistisch. Vodafone hat es sich zum Beispiel zum Ziel gesetzt, seinen Kunden im Jahr 2020 eine Übertragungsrate von bis zu 1,7 Gbit/s zu bieten. Bis zum Jahr 2025  sollen alle Hauptverkehrswege und mindestens 20 der größten deutschen großflächig Städte mit dem 4G-Nachfolger ausgebaut sein. Diese Zielvorgaben hat das Bundesverkehrsministerium in einem Strategiepapier erarbeitet.

5G mehr als nur Mobilfunk

Mitte 2019 versteigerte die Bundesnetzagentur die Frequenzen für den schnellen Mobilfunkstandard. An der Auktion beteiligten sich Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch. Es wurden 41 Frequenzblöcke in den Bereichen 2-GHz und 3,6-Ghz versteigert. Die Auktion in Mainz erstreckte sich über 497 Bieterrunden (ein Rekord) und brachte 6,54 Mrd. Euro ein. Damit floss deutlich mehr Geld als erwartet in die Staatskasse. Experten hatten mit Einnahmen zwischen 3 bis 5 Mrd. Euro gerechnet.

Zahlreiche Mobilfunknutzer in Deutschland stehen dem 4G-Nachfolger mit den hohen Übertragungsraten kritisch gegenüber. Es wird zum Beispiel argumentiert, dass niemand Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich braucht und die Netzbetreiber zuerst das LTE-Netz flächendeckend ausbauen sollen. Dabei sollte man den 4G-Nachfolger nicht einfach als schnellere mobile Technologie für Smartphones und Tablets betrachten. Man kann etwas überspitzt sagen: 5G ist mehr als nur reiner Mobilfunk. Die Mobilfunktechnologie der fünften Generation wird alle Lebensbereiche erfassen. Experten sprechen davon, dass der 4G-Nachfolger eine Revolution für unseren Alltag bedeuten kann.

Anwendungsfelder von 5G

Die Mobilfunktechnologie der fünften Generation wird nach allgemeiner Einschätzung alle Lebensbereiche digitalisieren. Zu den Anwendungsfeldern im privaten Bereich gehört eine stärkere Verbreitung von 360 Grad Videoinhalten, Virtual und Augmented Reality Anwendungen, Smart Home und autonomes Fahren. Die Industrie profitiert von drahtlos vernetzen Produktionsanlagen, Robotern und Internet der Dinge. Neben der Industrie erleben Landwirtschaft, Medizin und Logistikbranche mit 5G eine vollkommene Digitalisierung. Dies sind nur einige Beispiele für mögliche Anwendungen der Zukunft.

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Selbstfahrende Autos sind noch Zukunftsmusik (Bildquelle: 4g.de)

Die Zukunft mit 5G könnte für den privaten Anwender wie folgt aussehen. Drohnen liefern Pakete und Essensbestellungen aus, im eigenen Haushalt (Smart Home) ist alles miteinander vernetzt, Computerspiele mit Augmented Reality und autonomes Fahren sind zur Realität geworden. Besonders Industrie und Wirtschaft profitieren vom 4G-Nachfolger. Über die Technologie mit geringer Latenzzeit (unter 1 ms) ist zum Beispiel die drahtlose Vernetzung von Industrie- und Produktionsanlagen möglich. Roboter in der Produktion werden in den kommenden Jahren immer mehr zu einem Thema. In der Medizin sind Fern OPs möglich. In vernetzten Städten wird der Verkehrsfluss intelligent geregelt und somit Staus vermieden.

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Viele der beschriebenen Anwendungen sind Zukunftsmusik und idealisierte Vorstellungen. Selbst die Netzbetreiber haben heute kein völlig klares Bild möglicher Anwendungen. In der Anfangszeit wird der 4G-Nachfolger vor allem hohe Übertragungsraten von mehr als 1  Gbit/s in einzelnen Großstädten bieten. Der Ausbau der Mobilfunktechnologie hat in Deutschland gerade erst begonnen.

Der Markstart von 5G in Deutschland

Im Juli 2019 starteten Deutschland Telekom und Vodafone mit dem 4G-Nachfolger. Von einem echten 5G-Start kann man eigentlich nur bei Vodafone sprechen. Der Netzbetreiber versorgte zu Beginn 20 Städte und Gemeinden mit der Mobilfunktechnologie der fünften Generation. Im August folgten weitere Orte. Zu den ersten deutschen Städten mit dem 4G-Nachfolger gehörten zum Beispiel Dortmund, Hamburg, Köln oder München. Daneben versorgte Vodafone auch kleinere Gemeinden wie Altenberge oder Lohmar mit der Mobilfunktechnologie. Der Netzbetreiber möchte in den ländlichen Regionen Erfahrungen sammeln, wie gut sich der neue Mobilfunkstandard als Festnetzersatz eignet.

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Die Deutsche Telekom bot Mitte 2019 genau genommen nur einen sogenannten 5G Ready Tarif ohne entsprechendes Netz dahinter. Die Vorstellung dieses Tarifes wurde von vielen Medien als reiner Marketing-Gag kritisiert. Ende 2019 betrieb die Telekom 300 Antennen des 4G-Nachfolgers in Deutschland. Im Laufe von 2019 versorgte der Netzbetreiber die Städte Berlin, Bonn, Darmstadt, Hamburg, Leipzig und München mit 5G. Das Unternehmen begann den Ausbau in den Metropolen. Das Netz soll sukzessiv in weniger dicht besiedelte Gebiete ausgeweitet werden.

Telefónica Deutschland  hat angekündigt in der zweiten Jahreshälfte mit dem 4G-Nachfolger zu starten. Zu Beginn sollen einzelne Großstädte ausgebaut werden. 1&1 Drillisch (United Internet) möchte im Jahr 2021 mit der Mobilfunktechnologie der fünften Generation starten.

5G: Was sind die Pläne der deutschen Netzbetreiber 2020 und darüber hinaus?

Wie sehen die Ausbaupläne von Deutscher Telekom, Vodafone und o2 für 2020 aus? Vodafone sprach im Juli 2019 davon, man möchte bis Ende 2020 insgesamt 10 Millionen Menschen mit der Mobilfunktechnologie der fünften Generation erreichen. Bis Ende 2021 sollen es 20 Millionen Kunden sein. 2020 steht für den Netzbetreiber die Versorgung der Großstädte im Vordergrund. Einen besonderen Fokus setzt Vodafone beim 5G-Ausbau auf Berlin, Düsseldorf und Frankfurt am Main. Mittlerweile lässt sich der Ausbau des neuen Mobilfunkstandards bei Vodafone auch auf der LTE-Netzabdeckungskarte verfolgen.

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Die Telekom startete Dezember 2019 in Hamburg mit 5G (Bildquelle: Deutsche Telekom)

 

Die Deutsche Telekom informiert über den Ausbau des 4G-Nachfolgers besonders transparent. Auf der Netzabdeckungskarte zeigt der Netzbetreiber detailliert die versorgten Städte an und informiert über den geplanten Ausbau. Im Verlauf des Jahres 2020 wird die Telekom alle Landeshauptstädte mit der Mobilfunktechnologie der fünften Generation ausbauen. Der Netzbetreiber baut die Städte zusammenhängend mit 5G aus, hier unterscheidet man sich von Vodafone. Vodafone ist vor allem zu Beginn in möglichst vielen Städten mit dem 4G-Nachfolger gestartet. 2020 dürfte auch der Düsseldorfer Netzbetreiber auf einen Ausbau in der Fläche in den Großstädten setzten.

Wann genau Telefónica Deutschland mit der schellen Mobilfunktechnologie startet, ist nicht bekannt. Es gibt den vagen Termin der ersten Jahreshälfte. Der Start soll erst einmal in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Mai. Bis Ende 2022 möchte o2 insgesamt 30 Städte mit 5G versorgen und 16 Millionen Einwohner erreichen. Der Start bei Telefónica Deutschland konnte jedoch bald erfolgen. Die neuen o2 Free Tarife sind 5G Ready.

Droht Deutschland bei 5G den Anschluss zu verlieren?

Mehrere Experten befürchten, dass Deutschland beim 5G-Ausbau im Vergleich zu anderen Ländern den Anschluss verlieren könnte. Die Frequenzauktion Mitte 2019 war für die vier Bieter deutlich teuer als erwartet. Den Netzbetreibern fehlen wichtige Investitionsmittel beim Netzausbau. Weiterhin müssen  Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland strenge Auflagen der Bundesnetzagentur bei 5G erfüllen. Die Verpflichtungen gilt es in zwei Auflagen zu erfüllen.

Bis Ende 2022 müssen die Netzbetreiber mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland mit bis zu 100 Mbit/s versorgen, Mit dieser Übertragungsrate müssen weiterhin alle Bundesautobahnen, wichtige Bundesstraßen und Schienenwege ausgebaut werden. Für Ende 2024 sollen die übrigen Bundesstraßen mit bis zu 100 Mbit/s versorgt werden. Für Landes- und Staatsstraßen, die Seehäfen und wichtigsten Wasserstraßen wie die übrigen Schienenwege soll eine Übertragungsrate von bis zu 50 Mbit/s gelten. Für alle Bundesautobahne und Bundesstraßen ist eine Latenz von 10 ms vorgeschrieben, um autonomes Fahren zu ermöglichen.

Ein weiteres Problem besteht für die deutschen Netzbetreiber in der Unklarheit, ob sich Huawei am 5G-Ausbau in Deutschland beteiligen darf oder nicht. Die Deutsche Telekom hat angekündigt, aktuell keine Verträge mit Netzwerkausrüstern abzuschließen, bis die Frage geklärt ist. Die Politik tut sich schwer bei der Entscheidung. Während Kanzlerin Merkel sich mehrfach für eine Zusammenarbeit mit Huawei ausgesprochen hat, sind zahlreiche Politiker aus allen Parteien gegen eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Netzwerkausrüster.

Wie sehen die 5G Tarife aus?

Deutsche Telekom und Vodafone haben keine extra Tarife für die Mobilfunktechnologie der fünften Generation eingeführt. Vielmehr haben die LTE-Tarife eine 5G-Option. Diese Option ist kostenlos oder gegen einen Aufpreis monatlich buchbar. Selbst bei Prepaid-Tarifen ist ein Upgrade auf den 4G-Nachfolger möglich. Die Netzbetreiber reagieren damit auf die Wünsche der Kunden. Studien im Jahr 2019 haben gezeigt, dass die meisten Mobilfunknutzer  maximal einen Aufpreis von 5 Euro für 5G zu zahlen bereit sind.

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Magenta Mobil mit 5G inklusive (Bildquelle: Deutsche Telekom)

Aktuell befinden wir uns noch am Anfang der Mobilfunktechnologie. Wie die Tarife sich in den nächsten Jahren entwickeln, wird sich zeigen. Für die Netzbetreiber stellt sich die Frage, wie sie Tarife für Leistungen wie autonomes Fahren oder spezielle AR/VR-Anwendungen (z.B. im Bereich Spiele) vermarkten und berechnen. 5G bietet aufgrund der niedrigen Latenz zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. In Zukunft wird es nicht nur darum gehen, klassische Smartphone-Tarife zu verkaufen. Die Netzbetreiber müssen hierfür spezielle Preismodelle entwickeln.

4G wird weiterhin eine Rolle spielen

Die ersten kommerziellen 5G-Netze von Telekom und Vodafone sind in Deutschland gestartet. Bis sich die Mobilfunktechnologie auf dem Massenmarkt durchsetzt, wird noch einige Zeit vergehen. Das Bundesverkehrsministerium hat aus diesem Grund in seinem Strategiepapier Ziele erst für das Jahr 2025 gesetzt. Bis sich die Mobilfunktechnologie der fünften Generation in Deutschland wirklich etabliert hat, wird 4G und vor allem LTE Advanced mit hohen Übertragungsraten noch einige Jahre eine zentrale Rolle spielen. Beim Marktstart von LTE im Jahr 2010 verhielt es sich genauso mit der Vorgängertechnologie 3G. Tarife mit HSDPA und HSPA werden bis heute vermarktet, auch wenn immer mehr Anbieter die Vermarktung von 3G einstellen.

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Studien gehen davon aus, dass 4G bis zum Jahr 2025 die dominante Mobilfunktechnologie weltweit ist und erst dann langsam von 5G abgelöst wird. Noch im Jahr 2022 soll laut einer Analyse von ABI Research 82 Prozent des weltweiten Datenverbrauchs über LTE erfolgen, während sich die Netze der Mobilfunktechnologie der fünften Generation in vielen Ländern noch im Aufbau finden. Zu diesem Zeitpunkt surfen 4 Mrd. Menschen weltweit mit LTE.

5G befindet sich in Deutschland aktuell noch in der Startphase und erst wenige Regionen sind ausgebaut. Aktuell sind 4G-Tarife noch die bessere Wahl. LTE bietet in Deutschland eine gute Netzabdeckung und Übertragungsraten von bis zu 1 Gbit/s. Weiterhin gibt es eine große Auswahl an LTE-Tarifen und Hardware in unterschiedlichen Preisklassen.