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3G ist die Mobilfunktechnologie der dritten Generation und der Vorgänger von LTE. Zur der Mobilfunktechnologie gehören UMTS, HSDPA, HSPA und DC-HSPA. Die Technologie ermöglicht Übertragungsraten von bis zu 42,2 Mbit/s. Mit der Einführung vom UMTS begann erst das Zeitalter des mobilen Surfens in Deutschland. Der Vorgänger 2G diente vor allem der Sprachtelefonie und dem Versenden von Kurznachrichten (SMS). Heute ist 3G gut ausgebaut und die 3G-Netzabdeckung in Deutschland liegt über 90 Prozent. In vielen Städten surfen die Kunden mit HSPA+ und bis zu 42,2 Mbit/s. Die Mobilfunktechnologie der dritten Generation wird von den Netzbetreibern nicht weiter ausgebaut.  LTE hat den alten Mobilfunkstandard  abgelöst. Die Abschaltung von UMTS erfolgt in den kommenden Jahren.

LTE-Verfuegbarkeit
Von 3G zu LTE (Bildquelle: istockphoto.com, Nata-Lia)

Spielt 3G heute noch eine Rolle?

Die Bedeutung von UMTS, HSDPA und HSPA sollte man nicht unterschätzen. Es gibt weiterhin ländliche Regionen ohne LTE und Nutzer sind dort auf ein gutes 3G-Netz angewiesen. In den vergangenen Jahren hat sich die Situation deutlich gebessert. Telekom, Vodafone und o2 haben das Land mit 4G ausgebaut und Funklöcher geschlossen. Hintergrund für diese Ausbaubemühung waren Versorgungsverpflichtungen der Bundesnetzagentur aus der Auktion 2015. Bis Ende 2019 musste jeder Netzbetreiber eine LTE-Netzabdeckung von 98 Prozent (nach Bevölkerung) bieten. Telekom und Vodafone konnten die Auflagen bis Anfang 2020 erfüllen, Telefónica Deutschland muss hier noch nachbessern.

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2018 und 2019 haben Deutsche Telekom und Vodafone ihr 4G-Netz für mehrere Reseller und Mobilfunkdiscounter geöffnet. Den Mobilfunkkunden stehen günstige LTE-Tarife in allen Netzen zur Auswahl. Unabhängig davon surfen in Deutschland noch immer zahlreiche Nutzer mit 3G-Tarifen. Diese Tatsache ist überraschend, schließlich handelt es sich um eine Mobilfunktechnologie aus dem Jahr 2000. Viele Kunden verzichten heute noch immer auf LTE.

Wie hoch ist die Zahl der 3G-Nutzer in Deutschland?

LTE hat seit einigen Jahren den Massenmarkt erreicht. Die deutschen Netzbetreiber sind mit 5G gestartet. Wie erwähnt spielt 3G noch eine große Rolle. Doch wie hoch ist die Nutzerzahl? Überraschend hoch: Analysen und Netztests im Jahr 2019 haben gezeigt, dass noch immer viele Menschen mit dem Mobilfunktechnologie der dritten Generation surfen. Tarife mit UMTS, HSDPA, HSPA und HSAP+ sind in Deutschland viel verbreiteter als erwartet. Für Aufsehen sorgte eine Untersuchung des VATM im Oktober 2019. In der Studie heißt es, nur 40 Prozent der Nutzer surfen mit 4G in Deutschland. 60 Prozent der Mobilfunkkunden haben einen Vertrag mit 3G oder 2G.

Kurz darauf zeigte ein Netztest des britischen Beratungsunternehmen Opensignal, das die Mobilfunktechnologie der dritten Generation weiterhin eine bedeutende Rolle in Deutschland spielt. Zahlreiche Nutzer surfen hierzulande mit 3G, obwohl an ihrem Wohnort LTE ausgebaut ist. Die Erklärung ist einfach: Die Mobilfunkkunden nutzen ihre Smartphones vor allem für Telefonie und in selten Fällen für mobiles Surfen. Ein gewisser Teil hat dazu laut der Studie von Opensignal kein LTE-fähiges Endgerät. Der Großteil der Mobilfunkkunden entscheidet sich bewusst gegen 4G, indem er an seinem 3G-Tarif festhält oder LTE bei seinem Smartphone deaktiviert.

Ohne Zweifel. 3G spielt heute noch eine Rolle in Deutschland. Zahlreiche Nutzer surfen täglich mit der Mobilfunktechnologie der dritten Generation. Der Mobilfunkstandard erfreut sich einer großen Beliebtheit, was bei Marktstart von UMTS noch ganz anders aussah, wie ein Blick auf die ersten Jahre zeigt.

UMTS mit großen Startschwierigkeiten in Deutschland  

UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) war die erste 3G-Technologie in Deutschland und drohte gleich zu einem großen Flop zu werden. Alles begann mit der berühmten UMTS-Versteigerung im Jahr 2000. Sechs Anbieter ersteigerten in einem dreiwöchigen Bieterkampf Lizenzen für die Mobilfunktechnologie. Bei der Auktion waren die Frequenzblöcke stark umkämpft und am Ende ging ein Betrag von umgerechnet fast 50 Mrd. Euro (98,8 Mrd. DM) in den Staatshaushalt. Der damalige Finanzminister Hans Eichel benannte UMTS als „Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung der Staatschulden“. Die hohen Kosten für die Lizenz sollten sich fatal auf einen Marktstart von 3G in Deutschland auswirken.

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Nur die Deutsche Telekom, Vodafone, E-Plus und Viag Interkom (heute o2) konnten im späteren Verlauf ein eigenes UMTS-Netz aufbauen. Der Ausbau von UMTS kostete noch einmal einen zweistelligen Mrd.-Betrag. Die Kosten wurden auf den Kunden abgewälzt und die Preise für die ersten Tarife waren entsprechend hoch. So ist es nicht verwunderlich, dass die Kunden in Deutschland erst einmal einen großen Bogen um 3G machten. Dazu fehlte es in der Anfangszeit an 3G-Hardware. Das erste UMTS-fähige Handy war im Jahr 2004 das Nokia 7600 und kostete 600 Euro. Ab 2005 setzte sich die Mobilfunktechnologie dann langsam in Deutschland durch, dafür sorgte mehr Hardware auf dem Markt und fallende Preise bei den Tarifen.

Experten sprechen jedoch davon, dass UMTS und HSPA erst in den Jahren 2009 und  2010 den Massenmarkt erreichten. Diese Einschätzung zu 3G ist richtig, wie ein Vergleich verdeutlicht. Im Jahr 2005 gab es 2,3 Millionen UMTS-Nutzer in Deutschland. Für das Jahr 2009 kann die  Bundesnetzagentur bereits 19 Millionen regelmäßige Nutzer der Mobilfunktechnologie nennen, was einen deutlichen Anstieg bedeutet. 3G gewann in den Folgejahren weiter an Bedeutung. So gab es 2012 zum Beispiel bereits 32,5 Millionen UMTS-Nutzer in Deutschland, während LTE mit 1,2 Millionen Nutzern vor einigen Jahren noch keine Rolle spielte.

3G – UMTS, HSDPA, HSPA und DC-HSPA  

3G und 3.5G sind Sammelbegriffe für verschiedene Mobilfunkstandards der dritten Generation. Mit 3.5G bezeichnet man fortgeschrittene 3G-Technologien, welche eine höhere Übertragungsrate als UMTS bieten. Universal Mobile Telecommunications System als Standard aus dem Jahr 2000 bietet eine Geschwindigkeit von bis zu 384 kbit/s, dies war bald für viele mobile Anwendungen nicht mehr ausreichend. Die Netzbetreiber arbeiteten an Weiterentwicklungen von 3G.

Im Jahr 2006 starteten Telekom und Vodafone mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Die Mobilfunktechnologie (bereits als 3.5G benannt) ermöglicht eine Geschwindigkeit von bis zu 3,2 Mbit/s, die Erweiterung HSDPA+ schafft eine Übertragungsrate von bis zu 7,2 Mbit/s. Die Entwicklung ging weiter voran und im Jahr 2010 startete HSPA (High Speed Packet Access) mit bis zu 21,1 Mbit/s. Auch hier gab es mit HSPA+ (bis zu 42,2 Mbit/s) oder auch DC-HSPA genannt eine weitere Entwicklung auf dem Mobilfunkmarkt. Die Steigerung der Übertragungsraten bei 3G (von bis zu 384 kbit/s auf bis zu 42,2 Mbit/s) war einer der Faktoren, welcher der Mobilfunktechnologie der dritten Generation in Deutschland letztendlich zum Durchbruch verhalfen.

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E-Plus setzte 2011 und in den folgenden Jahren auf HSPA und DC-HSPA. Der Netzbetreiber ging davon aus, dass sich LTE (ähnlich wie UMTS) nicht so schnell in Deutschland durchsetzen würde. Doch 4G war von Beginn erfolgreich hierzulande und die Netzbetreiber bauten das LTE-Netz schnell aus. Das führte dazu, dass sich E-Plus im März 2014 entschied mit LTE zu starten, der Netzbetreiber hatte eine wichtige Entwicklung verschlafen.

3G vs. 4G  

Es hat sich gezeigt, UMTS, HSDPA und HSPA erfreuen sich bei den Kunden in Deutschland weiterhin großer Beliebtheit. Doch ist die Mobilfunktechnologie noch zeitgemäß? Nein. Es liegt einmal daran, dass Telekom und Vodafone ihr 4G-Netz für immer mehr Drittanbieter öffnen. Gerade in den Jahren 2018 und 2019 hat sich viel auf dem Mobilfunkmarkt getan. Die Auswahl an LTE-Tarifen ist groß, auch preissensible Kunden werden fündig und finden ein Angebot mit einer monatlichen Grundgebühr unter 10 Euro. 4G bietet eine bessere Netzabdeckung, eine geringere Latenz und deutlich höhere Übertragungsraten als 3G. Es gibt keinen triftigen Grund sich im Jahr 2020 noch für eine Mobilfunktechnologie aus dem Jahr 2020 zu entscheiden.

Wie groß die Unterschiede bei den Mobilfunktechnologien sind, hat im November 2019 ein Netztest von Connect verdeutlicht. 3G-Tarife von Discountern im Vodafone-Netz schnitten im Test schlecht ab und erreichen nicht einmal die Hälfte der möglichen Punkte, während die Mobilfunkdiscounter im o2-Netz dank LTE den Test für sich entscheiden konnten.

Wird 3G bald abgeschaltet?  

Besonders nach dem 5G-Start in Deutschland im Jahr 2019 wurde in den Medien über eine baldige 3G-Abschaltung diskutiert. Berichte verwiesen auf Zahlen von Bundesnetzagentur und VATM mit Millionen Nutzer in Deutschland ohne LTE-Vertrag. Eine frühe UMTS-Abschaltung wäre für diese Mobilfunknutzer problematisch. Erinnert man sich an die Studie von Opensignal, dürften viele Nutzer nicht so stark von einer 3G-Abschaltung betroffen sein, viele Mobilfunkkunden nutzen ihr Handy (2G) ausschließlich für Sprachetelefonie.

Hexagons and 3G, 4G, 5G letters. Evolution of cellular mobile communication networks. 3D illustration.
Auch nach dem 5G-Start wird 3G nicht abgeschaltet (Bildquelle: © dariaren – stock.adobe.com)

Befürchtungen vor einer schnellen 3G-Abschaltung in Deutschland, wie man es in den Medien lesen konnte, sind unbegründet. Die Deutsche Telekom nennt Ende 2020 als Termin. Vodafone möchte UMTS zwischen 2020 und 2021 abschalten und bleibt recht vage. Telefónica Deutschland nennt Ende 2022 als Termin für das Ende der Mobilfunktechnologie der dritten Generation. Keiner dieser Termin der drei Netzbetreiber ist in Stein gemeißelt. In jeden Fall werden Deutsche Telekom, Vodafone und o2 rechtzeitig darüber informieren, bevor die Netzbetreiber 3G abschalten.

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Showing 2 comments
  • Ninett
    Antworten

    Hallo, ich habe ein China Handy (v6 xbo) mit 3G. Es funktioniert absolut nichts, weder Internet noch sonst was und wenn extrem langsam bis aufhängen. Liegt das am Netz ? LG

  • Simone Gierloff
    Antworten

    Habe 4G ,aber ständig kein Zugang zum Internet~woran liegt das?

    • Marius Pieruschka
      Antworten

      Hallo Simone,

      dies könnte viele Gründe haben. Vielleicht ist das 4G-Signal einfach zu schwach, weil Du weit weg vom Sendemast bist. Um Dir wirklich helfen zu können, bräuchten wir mehr Informationen. Vielleicht kann Dir auch der Kundenservice deines Anbieters helfen.

      Schöne Grüße

      vom 4G.de-Team

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