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3G ist die Mobilfunktechnologie der dritten Generation und der Vorgänger von LTE. Zur der Mobilfunktechnologie gehören UMTS, HSDPA, HSPA und DC-HSPA. Die Technologie ermöglicht Übertragungsraten von bis zu 42,2 Mbit/s. Mit der Einführung vom UMTS begann erst das Zeitalter des mobilen Surfens in Deutschland. Der Vorgänger 2G diente vor allem der Sprachtelefonie und dem Versenden von Kurznachrichten (SMS). Dabei hatte die Mobilfunktechnologie der dritten Generation hierzulande große Startschwierigkeiten und setzte sich erst spät durch. Heute ist 3G sehr gut ausgebaut und die 3G-Netzabdeckung in Deutschland liegt über 90 Prozent. In vielen Städten surft man mit HSPA+ und bis zu 42,2 Mbit/s. Dabei löst LTE den alten Mobilfunkstandard immer mehr ab. Der Nachfolger 4G ist heute in vielen Mobilfunktarifen Standard.

LTE-Verfuegbarkeit
Von 3G zu LTE (Bildquelle: istockphoto.com, Nata-Lia)

Dabei sollte man die Bedeutung vom UMTS, HSDPA und HSPA nicht unterschätzen. In vielen ländlichen Regionen ist kein LTE ausgebaut und die Nutzer sind auf ein gutes 3G-Netz angewiesen. Wer sich dazu einen besonders günstigen Mobilfunktarif wünscht, findet bei 3G-Tarife eine gute Auswahl. Besonders Mobilfunkdiscounter, welche mit der Deutschen Telekom und Vodafone kooperieren, vermarkten weiterhin Tarife mit 3G.

UMTS mit großen Startschwierigkeiten in Deutschland

UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) war die erste 3G-Technologie in Deutschland und drohte gleich zu einem großen Flop zu werden. Alles begann mit der berühmten UMTS-Versteigerung im Jahr 2000. Sechs Anbieter ersteigerten in einem dreiwöchigen Bieterkampf Lizenzen für die Mobilfunktechnologie. Bei der Auktion waren die Frequenzblöcke stark umkämpft und am Ende ging ein Betrag von umgerechnet fast 50 Mrd. Euro (98,8 Mrd. DM) in den Staatshaushalt. Der damalige Finanzminister Hans Eichel benannte UMTS als „Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung der Staatschulden“. Die hohen Kosten für die Lizenz sollten sich fatal auf einen Marktstart von 3G in Deutschland auswirken.

Nur die Deutsche Telekom, Vodafone, E-Plus und Viag Interkom (heute o2) konnten im späteren Verlauf ein eigenes UMTS-Netz aufbauen. Der Ausbau von UMTS kostete noch einmal einen zweistelligen Mrd.-Betrag. Die Kosten wurden auf den Kunden abgewälzt und die Preise für die ersten Tarife waren entsprechend hoch. So ist es nicht verwunderlich, dass die Kunden in Deutschland erst einmal einen großen Bogen um 3G machten. Dazu fehlte es in der Anfangszeit an 3G-Hardware. Das erste UMTS-fähige Handy war im Jahr 2004 das Nokia 7600 und kostete 600 Euro. Ab 2005 setzte sich die Mobilfunktechnologie dann langsam in Deutschland durch, dafür sorgte mehr Hardware auf dem Markt und fallende Preise bei den Tarifen.

Experten sprechen jedoch davon, dass UMTS und HSPA erst in den Jahren 2009 und  2010 den Massenmarkt erreichten. Diese Einschätzung zu 3G ist richtig, wie ein Vergleich verdeutlicht. Im Jahr 2005 gab es 2,3 Millionen UMTS-Nutzer in Deutschland. Für das Jahr 2009 kann die  Bundesnetzagentur bereits 19 Millionen regelmäßige Nutzer der Mobilfunktechnologie nennen, was einen deutlichen Anstieg bedeutet. 3G gewann in den Folgejahren weiter an Bedeutung. So gab es 2012 zum Beispiel bereits 32,5 Millionen UMTS-Nutzer in Deutschland, während LTE mit 1,2 Millionen Nutzern vor einigen Jahren noch keine Rolle spielte.

3G – UMTS, HSDPA, HSPA und DC-HSPA

3G und 3.5G sind Sammelbegriffe für verschiedene Mobilfunkstandards der dritten Generation. Mit 3.5G bezeichnet man fortgeschrittene 3G-Technologien, welche eine höhere Übertragungsrate als UMTS bieten. Universal Mobile Telecommunications System als Standard aus dem Jahr 2000 bietet eine Geschwindigkeit von bis zu 384 kbit/s, dies war bald für viele mobile Anwendungen nicht mehr ausreichend. Die Netzbetreiber arbeiteten an Weiterentwicklungen von 3G. Im Jahr 2006 starteten Telekom und Vodafone mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Die Mobilfunktechnologie (bereits als 3.5G benannt) ermöglicht eine Geschwindigkeit von bis zu 3,2 Mbit/s, die Erweiterung HSDPA+ schafft eine Übertragungsrate von bis zu 7,2 Mbit/s. Die Entwicklung ging weiter voran und im Jahr 2010 startete HSPA (High Speed Packet Access) mit bis zu 21,1 Mbit/s. Auch hier gab es mit HSPA+ (bis zu 42,2 Mbit/s) oder auch DC-HSPA genannt eine weitere Entwicklung auf dem Mobilfunkmarkt.

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Wo heute kein LTE ausgebaut ist, surft man häufig mit der schnellen 3.5G-Technologie. Die Steigerung der Übertragungsraten bei 3G (von bis zu 384 kbit/s auf bis zu 42,2 Mbit/s) war einer der Faktoren, welcher der Mobilfunktechnologie der dritten Generation in Deutschland letztendlich zum Durchbruch verhalfen. E-Plus setzte 2011 und noch in den folgenden Jahren auf HSPA und DC-HSPA. Der Netzbetreiber ging davon aus, dass sich LTE (ähnlich wie UMTS) nicht so schnell in Deutschland durchsetzen würde. Doch 4G war von Beginn erfolgreich hierzulande und die Netzbetreiber bauten das LTE-Netz schnell aus. Das führte dazu, dass sich E-Plus im März 2014 dazu entschied mit LTE zu starten, der Netzbetreiber hatte letztendliche eine wichtige Entwicklung verschlafen.

3G-Tarife vs. LTE-Tarife

LTE hat heute den Massenmarkt erreicht und gehört in vielen Mobilfunktarifen zum Standard. 3G-Tarife werden weiterhin vor allem von den Mobilfunkdiscountern vermarktet und stellen häufig eine günstige Alternative zu 4G dar. Dazu muss man ein weiteres Detail beachten. Die Deutsche Telekom und Vodafone haben bis heute ihr LTE-Netz nicht für MVNO geöffnet. Wer sich zum Beispiel für einen Tarif von 1&1, Klarmobil und Congstar entscheidet, surft mit 3G. Auch sehr günstige Aktionstarife werden häufig im 3G-Netz realisiert. Typische Übertragungsraten für die günstigen Mobilfunktarife liegen bei bis zu 21,6 Mbit/s, bei einigen Tarifen surft man auch mit bis zu 42,2 Mbit/s. Solche Mobilfunktarife sind durchaus konkurrenzfähig und vergleichbar mit günstigen LTE-Tarifen.

Highspeed-Volumen ab

Surf-Speed ab

Netze

Vertragsart

Laufzeit

Technologie

Anbieter & Tarifname

Netz

Laufzeit

Highspeed-Volumen

Surf-Speed

Preis

1 Monat

5,5 GB

50 MBit/s

ab 14,95€ / 4 Wochen

Keine

50 MB

300 MBit/s

ab 2,95€ / 4 Wochen

2,95 €

1 Monat

100 MB

21,6 MBit/s

ab 2,95€ / 4 Wochen

3,36 €

1 Monat

500 MB

21,6 MBit/s

ab 3,95€ / 4 Wochen

4,36 €

24 Monate

500 MB

21 MBit/s

ab 3,99€ / Monat

4,41 €

Keine

Wahlweise buchbar

500 MBit/s

ab 4,99€ / 30 Tage

4,99 €

24 Monate

400 MB

21 MBit/s

ab 4,99€ / Monat

4,99 €

1 Monat

500 MB

21,6 MBit/s

ab 4,95€ / 4 Wochen

5,36 €

1 Monat

1 GB

50 MBit/s

ab 4,99€ / Monat

5,61 €

24 Monate

1 GB

14,4 MBit/s

ab 4,95€ / Monat

5,78 €

Mehr Tarife

Dabei ist 4G von der Qualität eine andere Mobilfunktechnologie als 3G. Mit LTE war es erstmals möglich, ländliche Regionen dank der 800-MHz-Frequenzen mit schnellem Internet (bis zu 50 Mbit/s) zu versorgen. Die Mobilfunktechnologie der dritten Generation spielte nie die Rolle als DSL-Ersatz. Dazu ist auch die Latenzzeit bei LTE (20 bis 30 ms) deutlich niedriger als UMTS (200 bis 400 ms) oder selbst HSPA (80 bis 140 ms). So ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Nutzer für LTE entscheiden. Dabei ist Mobilfunktechnologie der dritten Generation noch kein alter Hut, dies sieht man auch daran, dass Vodafone noch im April 2017 mit neuen 3G-Tarifen gestartet ist. Vodafone Easy (bis zu 21,1 Mbit/s) richtet sich an Einsteiger und preisbewusste Kunden. Dies dürfte allgemein die Zielgruppe für die heutigen Mobilfunktarife mit 3G sein.

Showing 2 comments
  • Ninett
    Antworten

    Hallo, ich habe ein China Handy (v6 xbo) mit 3G. Es funktioniert absolut nichts, weder Internet noch sonst was und wenn extrem langsam bis aufhängen. Liegt das am Netz ? LG

  • Simone Gierloff
    Antworten

    Habe 4G ,aber ständig kein Zugang zum Internet~woran liegt das?

    • Marius Pieruschka
      Antworten

      Hallo Simone,

      dies könnte viele Gründe haben. Vielleicht ist das 4G-Signal einfach zu schwach, weil Du weit weg vom Sendemast bist. Um Dir wirklich helfen zu können, bräuchten wir mehr Informationen. Vielleicht kann Dir auch der Kundenservice deines Anbieters helfen.

      Schöne Grüße

      vom 4G.de-Team

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