Vodafone setzt in Zukunft ganz auf LTE

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Die besten Zeiten des Festnetzes sind vorbei und LTE gehört die Zukunft. Dieser Ansicht ist zumindest Vodafone-Chef Gerhard Joussen, der im Juni auf einer Pressekonferenz angekündigt hat, dass man nun bei Vodafone auf LTE setze. Zumindest mittelfristig sei LTE die bevorzugte Technologie bei den Privatkunden, ist sich Joussen sicher. Das bedeutet auch, dass man die 3,5 Millionen DSL-Anschlüsse, die man von Arcor übernommen hat, spätestens in drei Jahren auf LTE umstellen möchte. Damit macht Vodafone einen strategischen Schwenk zurück zum reinen Mobilfunkunternehmen.

Joussen mit seiner Vision vom ultraschnellen LTE

Der Vodafone-Chef sieht in der neuen Mobilfunktechnologie LTE ein riesiges Potential. Er spricht davon, dass in Zukunft Übertragungsraten von bis zu 1 Gigabyte pro Sekunde möglich seinen. Zudem käme LTE der Neigung der Menschen entgegen, immer mehr mobil zu sein. So könne man bald überall surfen. Deshalb investiere heute Vodafone jeden Euro lieber in den Mobilfunk als ins Festnetz. Die Worte von Joussen klingen für viele, die sich heute mit technischen Problemen bei LTE herumschlagen, wie Zukunftsmusik.

Experten sehen tiefer gehende Gründe für den Strategiewechsel

Der Strategiewechsel von Vodafone hängt natürlich nicht nur mit der Begeisterung für LTE zusammen. So konnte die Londoner Zentrale des Unternehmens nie wirklich etwas mit den Festnetzaktivitäten in Deutschland anfangen. Global ist Vodafone als Mobilfunkunternehmen ausgerichtet. Hinzu kommt, dass sich das Festnetzgeschäft für das Unternehmen nicht so richtig lohnt. So muss man für jeden Kunden mit DSL-Anschluss zehn Euro an die Telekom zahlen, da man deren Leitungen nutzt. Für einen DSL-Vertrag zahlen die Kunde im Durchschnitt 30 Euro an Vodafone. So ist klar, dass sich LTE in Zukunft mehr lohnt.

Auch die Deutsche Telekom erweitert ihr Angebot bei LTE

Das wird besonders viele Kunden auf dem Land freuen: Der LTE-Tarif Call & Surf Comfort via Funk ist nun auch in Gebieten zu bekommen, wo DSL angeboten wird. Der LTE-Tarif der Deutschen Telekom war bisher nur erhältlich, wenn überhaupt kein DSL vorhanden war. Die Voraussetzung für einen LTE-Tarif ist, dass die DSL-Bandbreite im Anschlussgebiet unter 2 Mbit/s liegt. Der Start für diese Erweiterung war der 28. Juni.

Ob die Telekom LTE auch in Ihrem Gebiet anbietet, können Sie ganz leicht mit unserer LTE-Verfügbarkeitsabfrage ermitteln.

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Comments
  • Thorsten Suckau
    Antworten

    Ja dann bitte her mit lte. Bei uns ist übers Telefonkabel nur dsl 385 zu haben. Aber von lte keine Spur. Von wegen die ländlichen Gebiete werden bevorzugt, bloß da, wo die Unternehmen auch Geld verdienen können!!

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