Vodafone: Neue Partnerschaften bei 5G

Beim MWC 2016 in Barcelona hat Vodafone neue Partnerschaften bei der Entwicklung von 5G angekündigt. In Zukunft werde man mit Huawei, Nokia, Ericsson, Intel und Qualcomm zusammenarbeiten. Es gehe darum gültige Industriestandards zu entwickeln und den 4G-Nachfolger weiter voranzutreiben. Die Mobilfunktechnologie soll 2020 marktfrei sein.

Der Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone hat auf dem MWC 2016 in Barcelona (22. bis 25. Februar) neue Kooperation bei der Entwicklung von 5G angekündigt. Künftig wird man bei der Erforschung des 4G-Nachfolgers mit Huawei, Nokia, Ericsson, Intel wie auch Qualcomm zusammenarbeiten. Die Kooperation findet in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden (Vodafone Stiftungslehrstuhl für Mobile Nachrichtensystem) und dem 5G Lab Germany statt. Bei der Kooperation rund um 5G gehe es darum, gültige Industriestandards zu entwickeln und den 4G-Nachfolger bis zum Jahr 2020 marktreif zu machen. Mit den neuen Partner könne man in Zukunft auch Software- und Hardwaretests in den Innovations-Labs durchführen.

5G

Vodafone arbeitet mit neuen Partnern an der Entwicklung von 5G (Bildquelle: Vodafone)

Die schnelle Mobilfunktechnologie ermöglicht in Zukunft Übertragungsraten von bis zu 10 Gbit/s. Bei der Markteinführung 2020 sollen laut Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter über 1 Gbit/s möglich sein. Eine genauere Geschwindigkeit nannte der Vodafone-Chef nicht. Im Jahr 2030 ist dann 5G tausendmal schneller als das heutige LTE, wie Ametsreiter weiter betonte. Der 4G-Nachfolger ermöglicht ab 2020 zahlreiche wichtige Anwendungen (Internet der Dinge) für Wirtschaft und Gesellschaft. Hierzu gehören zum Beispiel vernetzte Fahrzeuge, Telemedizin und Virtuelle Realität. Der große Vorteil des 4G-Nachfolgers ist eine sehr geringe PING-Zeit von unter 1 Millisekunde.

Vodafone startet dieses Jahr mit 4.5G

Bereits in diesem Jahr möchte Vodafone sein Mobilfunknetz deutlich beschleunigen und spricht von 4.5G als Zwischenschritt zu 5G. Im Laufe des Jahres können die Kunden des Anbieters zuerst mit bis zu 500 Mbit/s surfen. Dies ist jedoch nur ein Zwischenschritt. Noch im Jahr 2016 will der Düsseldorfer Netzbetreiber bis zu 750 Mbit/s bieten. Im Jahr 2017 sollen dann schnelle mobile Übertragungsraten von bis zu 1,2 Gbit/s möglich sein.

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Die schnellste mobile Verbindung in Deutschland ermöglicht aktuell die Deutsche Telekom mit bis zu 300 Mbit/s (LTE Cat-6). Auch die Telekom arbeitet intensiv am 4G-Nachfolger. Der Netzbetreiber kooperiert mit Huawei, Samsung und der Stanford Universität. Auf dem MWC 2016 präsentiert man das erste voll funktionsfähige 5G-Netz der Welt.

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Marius Pieruschka
Als ausgewiesener LTE-Fachmann auf 4G.de aktiv.
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Comments
  • Stefan
    Antworten

    Ich kann glücklicherweise seit einigen Monaten LTE nutzen, bis auf ein paar Ausfälle bin ich auch sehr zufrieden damit. Im Vergleich zu 3G ist es tatsächlich ein großer Schritt, vor allem für Menschen die am Land leben (so wie ich auch). Das der Nachfolger schneller sein wird ist glaube ich keine Überraschung, aber das es so schnell sein wird und dann auch noch der geringe Ping, ich bin gespannt wie es die Anbieter in die Praxis umsetzen. Es macht zumindest Lust auf mehr. Schöner Artikel übrigens. Lg

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