Vodafone gewinnt zu Jahresbeginn nur wenige Vertragskunden

Vodafone hat seine Quartalszahlen vorgestellt, in den ersten drei Monaten kann der Netzbetreiber bei Vertragskunden (+ 60.000) nur leicht zulegen. Einen deutlicheren Verlust gibt es bei den Prepaidkunden (-161.000).  Sorgen dürften vor allem die Zahlen des Mutterkonzerns mit einem Verlust von 7,6 Mrd. Euro bereiten.

Vodafone legte die Zahlen für Januar bis März 2019 vor. Am 31. März 2019 vermeldet der Netzbetreiber 29,54 Millionen Kunden im Mobilfunk, hierbei handelt es sich um 18,15 Millionen Vertragskunden und 11,39 Millionen Prepaidkunden. Bei den Kunden mit Vertrag vermeldet das Unternehmen ein Plus von 60.000 Kunden, im Bereich Prepaid muss man einen Verlust von 161.000 Kunden hinnehmen. Dieser Rückgang basiert vor allem auf der Ausbuchung von inaktiven Prepaidkarten. Hierbei handelt es sich nur um reine Vodafone-Kunden.

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60.000 neue Vertragskunden in drei Monaten (Bildquelle: Vodafone)

Mit MVNO und Karten für Internet der Dinge vermeldet der Netzbetreiber 47,9 Millionen aktive SIM-Karten, hier gibt es im Vergleich zu Ende 2018 einen Zuwachs von 400.000. Vodafone-Chef Ametsreiter zeigt sich laut Pressemitteilung zufrieden mit den Zahlen. Der Netzbetreiber baut das 4G-Netz in Deutschland kontinuierlich aus. In den ersten drei Monaten hat der Konzern bereits 1500 LTE-Projekte realisiert, bis Ende März 2020 folgen 3800 weitere Projekte. LTE mit bis zu 500 Mbit/s bietet der Netzbetreiber bereits in 90 Städten.

Mutterkonzern macht ordentlich Schulden

Die Entwicklung bei Vodafone Deutschland mag durchaus zufriedenstellend sein. Der britische Mutterkonzern macht hingegen ordentlich Schulden. Wie gravierende die Situation ist, zeigt die Dividendenkürzung von 15 Cent auf 9 Cent. Für das Geschäftsjahr 2018/19 meldet das britische Unternehmen einen Verlust von 7,6 Mrd. Euro. Für die schlechten Zahlen gibt es mehrere Gründe. Ein Grund sind die teuren 5G-Frequenzen. In Italien kostet das Frequenzspektrum 6,6 Mrd. Euro, auf Vodafone entfielen 2,4 Mrd. Euro. In Deutschland läuft die 5G-Auktion noch und liegt bei 5,85 Mrd. Euro.

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Weitere Gründe für die schlechten Zahlen beim Mutterkonzern sind Verlust beim Verkauf der Sparte in Indien. Weiterhin gibt es einen verstärkten Preiskampf in Spanien und Italien. Vodafone Deutschland dürfte die Entwicklung beim Mutterkonzern mit Sorge betrachten.

(Bildquelle Beitragsbild: Vodafone)  

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vodafone-red