Vodafone GigaGarantie (90 GB kostenlos) im Check

Seit Oktober 2016 gibt es bei Vodafone die GigaGarantie. Wer eine Lücke oder Probleme im Vodafone-Netz meldet, bekommt 90 GB Datenvolumen geschenkt. Das kostenlose Volumen gilt jedoch nur für kurze Zeit. Blickt man bei der GigaGarantie ins Kleingedruckte, zeigen sich weitere Einschränkungen. Ist das kostenlose Volumen eine Mogelpackung?

Im Oktober sorgte der Netzbetreiber Vodafone mit seiner GigaGarantie für Aufsehen. Wer über die App MeinVodafone Probleme oder eine Lücke im Netz des Anbieters meldet, bekommt 90 GB an Inklusivvolumen geschenkt. Doch bereits in der Pressemitteilung des Netzbetreibers wurde klar. Das kostenlose Datenvolumen gilt nur für einen Tag bzw. bis Mitternacht des Folgetages. Wer also geschickt ist und ein Problem kurz nach 24 Uhr an Vodafone meldet, kann praktisch die 90 GB an zwei Tagen nutzen. Nun zeigt aber ein Blick ins Kleingedruckte der GigaGarantie, dass weitere Beschränkungen für die Kunden bestehen.

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Netzlücke melden und 90 GB geschenkt bekommen - So einfach? (Bildquelle: Vodafone)

Einmal wird im Kleingedruckten klar, dass die Aktion mit dem Gratisvolumen bis zum 31. März 2017 dauert. Weiterhin heißt es: „Bei folgendem Missbrauch erlischt der Garantieanspruch: Nutzung des Datenvolumens als Hotspot oder für Streaming auf illegalen Webseiten und wenn das Nutzungsverhalten signifikant (10-fach) vom bisherigen Nutzungsverhalten abweicht.“ (Quelle: Vodafone). Sicherlich kann man verstehen, dass der Netzbetreiber die Nutzung als Hotspot oder das Streaming auf illegalen Seiten unterbindet. Der letzte Abschnitt dürfte einige Fragen aufwerfen, weil Vodafone die Passage auch nicht näher spezifiziert.

Hier legt man wahrscheinlich das monatliche Nutzungsverhalten zugrunde. Hat ein Kunde zum Beispiel den Tarif RED M mit 3 GB gebucht, kann er monatlich logischerweise nicht mehr verbrauchen. In diesem Fall dürfte dieser Kunde maximal 30 GB der geschenkten 90 GB nutzen dürfen. Selbst bei RED L (6 GB) könnte man nicht das gesamte Gratisvolumen aufbrauchen, wenn der Netzbetreiber die Bedingungen im Kleingedruckten konsequent durchsetzt.

Netzbetreiber greift auf Kundendaten zu

Dazu dürfte eine andere Passage den Nutzern der GigaGarantie nicht gefallen. Dort heißt es: „Um im Störungsfall die Performance […] überprüfen zu können […], wird Vodafone personalisierte Informationen zur Netzabdeckung und zur Qualität der Datenverbindungen des Kunden der letzten 4 Wochen ab dem Zeitpunkt des Feedbackversands auswerten.“ (Quelle: Vodafone) Aus den Kundendaten möchte man wertvolle Rückmeldungen gewinnen, um das Netz weiter zu verbessern.

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Hier muss dann jeder selbst entscheiden, ob er für maximal zwei Tage Gratisvolumen seine Daten von vier Wochen weitergeben möchte. Insgesamt betrachtet ist die GigaGarantie von Vodafone ein netter Marketing-Gag. Unterm Strich dürfte hier der Netzbetreiber mehr als der Kunde profitieren.

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Marius Pieruschka
Als ausgewiesener LTE-Fachmann auf 4G.de aktiv.
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Comments
  • Nicole
    Antworten

    Ich habe Vodafone seit 6 Jahren ständig darauf hingewiesen, dass an einer bestimmten Adresse (15713 Niederlehme) beim größten Mercedes-Benz-TRUCKSTORE Europas die Kunden im Hause kaum / bis keinen Empfang haben. Nun ja. Vielleicht wird bei 5G je die Erleuchtung kommen.

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