United Internet (1&1 Drillisch AG) nimmt an 5G-Auktion teil

United Internet hat angekündigt an der 5G-Auktion teilzunehmen. Die Tochterfirma 1&1 Drillisch AG wird bei der Versteigerung mitbieten. CEO Ralph Dommermuth möchte in den kommenden Jahren einen erfolgreichen, vierten Netzbetreiber in Deutschland aufbauen.  Finanzmittel für einen Ausbau sind vorhanden.

Ralph Dommermuth hatte es in der Vergangenheit mehrfach angekündigt, nun ist es offiziell. United Internet wird um die 5G-Frequenzen mitsteigern, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Der Konzern stellt einen Antrag bei der Bundesnetzagentur zur Zulassung zur Versteigerung. Die Tochterfirma 1&1 Drillisch AG steigert um das Frequenzspektrum mit. Neben United Internet nehmen Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland an der Auktion teil. Freenet wiederum hat angekündigt, nicht an der Versteigerung mitzubieten, das finanzielle Risiko ist für das Unternehmen sei zu hoch.

United Internet
Ralph Dommermuth will einen vierten Netzbetreiber aufbauen. (Bildquelle: United Internet)

CEO Dommermuth möchte einen erfolgreichen, vierten Netzbetreiber in Deutschland aufbauen. Für den Ausbau hat die Firmenführung Finanzierungsmittel von 2,8 Mrd. Euro als Kredit von einem europäischen Bankenkonsortium aufgenommen. Experten schätzen, das Geld reicht beim teuren 5G-Ausbau gerade einmal für drei Jahre. Grundsätzlich dürfte es für United Internet schwierig werden, ein viertes Mobilfunknetz in Deutschland aufzubauen.

Kein National Roaming als 5G-Auflage

Ralph Dommermuth hatte sich mehrfach für Nation Roaming als 5G-Auflage stark gemacht. Zumindest in der Anfangszeit sollte ein neuer Betreiber auf die Netze der etablierten Anbieter zurückgreifen können. Die Bundesnetzagentur erteilte verpflichtenden National Roaming bei den Versorgungsverpflichtungen eine Absage, der Grund waren vor allem rechtliche Bedenken. Die Anbieter sollen auf freiwilliger Basis kooperieren, die Regulierungsbehörde ist bereits als Schiedsrichter bei Verhandlungen zu agieren.

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Nun könnte eine Gesetzesänderung des TKG zumindest ein lokales Roaming vorschreiben. In Ausnahmefällen soll ein Netzbetreiber einem Konkurrenten den Zugang zum Mobilfunknetz erlauben. Dank dem neuen EU-Kodex für den TK-Markt wäre eine solche gesetzliche Verpflichtung möglich. United Internet begrüßt eine solche Änderung des TKG.

Auktion soll 5 Mrd. Euro einbringen

Experten rechnen mit Einnahmen von 5 Mrd. Euro bei der 5G-Auktion. In der Vergangenheit ging man von deutlich höheren Ausgaben aus. Der ehemaligen Verkehrsminister Dobrindt sprach noch im Jahr 2017 von Einnahmen im zweitstelligen Mrd.-Bereich. Mit dem teuren 5G-Auflagen dürften die Netzbetreiber mit ihren Geboten bei der Auktion zurückhaltend sein. Eine Teilnahme von United Internet als vierten Anbieter wiederum könnte den Preis um die begehrten Frequenzen in die Höhe treiben.

(Bildquelle Beitragsbild: United Internet)

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