Umfrage: Flatrates von Telekom, Vodafone und o2 zu teuer

Telekom, Vodafone und o2 bieten ihren Kunden echte Flatrates. Bei Magenta Mobil XL und RED XL beträgt die monatliche Grundgebühr etwa 80 Euro. Bei Telefónica Deutschland gibt es die unbegrenzte Flat o2 unlimited Free für bereits 60 Euro pro Monat. Für viele Kunden ist die Gebühr viel zu teuer, wie eine Umfrage im Auftrag von Chip.de zeigt.

Die deutschen Netzbetreiber vermarkten seit einigen Monaten echte Flatrates im Mobilfunk. Bei der Deutsche Telekom und Vodafone kann man für etwa 80 Euro pro Monat unlimitiert surfen. Telefónica Deutschland ist mit ca. 60 Euro monatlich um 20 Euro günstiger. Viele Kunden empfinden die Preise für Flatrates in Deutschland als viel zu teuer, wie eine Umfrage im Auftrag von Chip.de zeigt. Das Meinungsforschungsinstitut CIVEY hat in einer repräsentativen Umfrage 5032 Personen zu den Preisen für echte Datenflats befragt. Es ging um die Frage, wie viel ein Kunde bereit sei, für eine unbegrenzte LTE-Internet-Flatrate zu zahlen.

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Viele Kunden wollen maximal 20 Euro für eine Flatrate ausgeben (© Jacob Lund – stock.adobe.com)

Die Ergebnisse verdeutlichen, für viele Kunden sind die LTE-Tarife Magenta Mobil XL, RED XL und o2 Free unlimited deutlich zu teuer sind. In der Umfrage geben 41,2 Prozent der Personen an, man sei maximal bereit 20 Euro monatlich für eine Flatrate zu zahlen, 19,5 Prozent der Befragten würden maximal 40 Euro pro Monat zahlen. Der Anteil von Personen, die bereit sind 60 bis 100 Euro monatlich auszugeben, ist verschwindend gering. 25,9 Prozent interessieren sich nicht für Flatrates im Mobilfunk.

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CIVEY schlüsselte die Ergebnisse der Umfrage auch nach unterschiedlichen Kategorien auf. So sind zum Beispiel Mobilfunknutzer im Westen eher bereit mehr Geld für eine Flatrate auszugeben als die Befragten im Osten, doch die Unterschiede sind nicht markant. Ähnlich verhält sich bei einer Trennung der Umfrageergebnisse nach Frauen und Männern. Männer sind eher bereit einen teuren Mobilfunkvertrag (bis zu 60 Euro) abzuschließen. Besonders interessant ist ein Ergebnis der Studie: Mobilfunkkunden mit sehr hoher Kaufkraft (42,1 Prozent) antworten ebenso wie Kunden mit sehr niedriger Kaufkraft (43,5 Prozent). Unabhängig vom Einkommen möchten nur weniger Nutzer mehr als 20 Euro monatlich für echte Flatrates zahlen.

Preisvorstellungen für Flatrates sind unrealistisch

Eine Flatrate in Deutschland für unter 20 Euro pro Monat ist  völlig unrealistisch. Selbst in europäischen Ländern mit sehr niedrigen Kosten für Mobilfunk sind solche Preise nicht die Realität. Eine Flatrate für unter 20 Euro monatlich gibt es aktuell nur in Litauen (19,98 Euro), Dänemark (18,07 Euro) und Estland (15,99 Euro). Im Mobilfunk-Paradies Finnland kostet eine Flatrate zum Beispiel 24,90 Euro, wie eine Studie von Rewheel zeigt.

Ein Wunschpreis von unter 40 Euro für Flatrates ist schon realistischer und in vielen europäischen Ländern bereits Realität. Bis wir in Deutschland dieses Preisniveau erreichen, wird noch einige Zeit vergehen.

(Bildquelle Beitragsbild: © Antonioguillem – stock.adobe.com)

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