Telekom verliert 240.000 Vertragskunden in Q1/2019

Die Deutsche Telekom hat vor wenigen Tagen ihre Quartalszahlen für Q1/2019 vorgestellt. Für den deutschen Markt dürften den Netzbetreiber vor allem die Kundenzahlen Sorgen bereiten. Das Unternehmen verliert im Vergleich zum Vorquartal 240.000 Vertragskunden, bei den Prepaidkunden legt man zu.

Vor wenigen Tagen hat die Telekom ihre Zahlen für das erste Quartal 2019 vorgestellt. Das Infoportal 4G.de schaut sich die Entwicklung bei den Kundenzahlen in Deutschland näher an. In Q1/2019 (25,19 Millionen) verliert der Netzbetreiber 240.000 Vertragskunden im Vergleich zum Vorquartal Q4/2019 (25,43 Millionen) in Deutschland. Bei der Gesamtzahl der Kunden im Mobilfunk legt der Netzbetreiber zu. Am 31. März 2019 kann die Deutsche Telekom insgesamt 44,65 Millionen Kunden im Mobilfunken vermelden, Ende 2018 waren es 44,20 Millionen Kunden. Dieses Wachstum basiert auf einer größeren Zahl von Prepaidkunden.

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Der Netzbetreiber verliert Vertragskunden in Q1/2019 (© Jacob Lund – stock.adobe.com).

Verluste bei Vertragskunden hatte die Deutsche Telekom im letzten Jahr gleich zwei Mal zu vermelden. In Q1/2018 ging die Zahl der Kunden mit Vertrag um die beachtliche Zahl von 800.000 zurück, in Q2/2018 vermeldete man einen Verlust von 137.000 Vertragskunden. Vor kurzem hat der Bonner Netzbetreiber angekündigt, in Zukunft wird man Bestandskunden wie Neukunden behandeln, sie sollen die gleichen Angebote wie Neukunden erhalten. Auf der Jahreshauptversammlung 2019 sagte Timo Höttges, dass der bisherige Umgang mit treuen Bestandskunden „falsch und unfair“ sei. Das Unternehmen sei hier zu einem Umdenken bereit.

5G-Auktion dürfte der Telekom Sorgen bereiten

Insgesamt zeigt sich Timo Höttges mit den Zahlen des Bonner Netzbetreibers sehr zufrieden. Bei Rückgang bei den Vertragskunden in Deutschland ist sicherlich ein negativer Aspekt, doch sonst kann sich der Konzern über gute Quartalszahlen für Jahresanfang 2019 freuen, besonders der USA-Geschäft läuft gut.

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Sorgen dürfte dem Netzbetreiber aktuell die 5G-Auktion bereiten, die kein Ende nehmen möchte und aktuell bei 5,8 Mrd. Euro liegt. Noch beim Freitag hatte 1&1 Drillisch einen Weg aufgezeigt, wie man die Versteigerung beenden kann. Der Bieter war bereit auf einen Block mit 3,6 GHz zu verzichten, um welchen aktuell heftig gekämpft wird. Vodafone hätte für ein Ende der Auktion ein Zugeständnis machen müssen und auf einen Frequenzblock mit 2 GHz verzichten müssen.

Der Schritt von 1&1 Drillisch wurde von den Medien als Friedensangebot gewertet. Der Ball zu Beendigung der Auktion lag vor allem bei Vodafone. Offenbar war man dort nicht zu einem Zugeständnis bereit. Die 5G-Auktion läuft heute wie bisher weiter. Nicht nur bei der Deutschen Telekom dürfte man aufgrund des langen und teuren Bieterkampfs nervös werden. Wenn es so weiter geht, dürften die vier Bieter bald die Grenze von 6 Mrd. Euro knacken.

(Bildquelle Beitragsbild: Deutsche Telekom)   

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