Telekom: StreamOn bleibt vorerst unverändert

Die Bundesnetzagentur hatte StreamOn der Deutschen Telekom bemängelt. Heute lief die Frist zur Anpassung der Magenta Mobil Tarife ab. Der Bonner Netzbetreiber befindet sich aktuell in Gesprächen mit der Regulierungsbehörde. Das Unternehmen erläutert seinen Standpunkt. Für die Kunden bleibt beim Zero Rating Angebot vorerst alles unverändert.

Im Oktober 2017 hatte die Bundesnetzagentur zwei Details bei StreamOn der Deutschen Telekom bemängelt. Dabei hatte sich die Behörde nicht grundsätzlich gegen das Zero Rating Angebot ausgesprochen. Der Netzbetreiber bekam zuerst eine Frist von zwei Wochen, um bei StreamOn nachzubessern. Später erhielt die Telekom eine Verlängerung bis zum 10. November, diese Frist ist heute abgelaufen. Das Fachportal teltarif.de hat von der Pressestelle des Netzbetreibers erfahren, dass man sich aktuell in Gesprächen mit der Bundesnetzagentur befindet. Der Konzern erläutert gegenüber der Behörde seinen Standpunkt. Nach Ansicht der Telekom legt die Bundesnetzagentur die EU-Roaming-Richtlinien zu eng aus. Ebenso teilte der Netzbetreiber teltarif.de mit, dass für die Kunden bei StreamOn vorerst alles unverändert bleibt.

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Für die Kunden ändert sich vorerst nichts (Bildquelle: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom bemängelt also die zu enge Auslegung der EU-Roaming-Richtlinien durch die Regulierungsbehörde. Hier zeigt sich deutlich, wo das Problem liegt. Die Bundesnetzagentur besteht auf das Roam-Like-Home-Prinzip bei StreamOn. Die Kunden sollen das Zero Rating Angebot auch im EU-Ausland ohne Einschränkungen nutzen können. Doch eben dies könnte für die Telekom teuer werden. Schaut sich ein Kunde einen Film (z.B. im Urlaub) an, fallen für den Netzbetreiber Kosten von etwa 25 Euro an. Wir haben die Problematik mit dem Roam-Like-Home-Prinzip in einem extra Beitrag näher beleuchtet. Unter dem Strich lässt sich sagen: Mit einer Nutzung von StreamOn im Ausland würden auf den Netzbetreiber unberechenbare Kosten zukommen. Es ist verständlich, dass sich der Netzbetreiber gegen eine Auslandsnutzung des Zero Rating Angebots ausspricht.

Telekom hofft auf eine Entscheidung im Sinne der Kunden

Die Telekom hofft zu zumindest, dass die Bundesnetzagentur im Sinne der Kunden entscheidet. Das Zero Rating Angebot gibt es seit April 2017, mittlerweile kooperiert man mit über 100 Partnern. Nutzt ein Kunde diese Partner, wird kein Datenvolumen verbraucht. Der Netzbetreiber verweist darauf, dass sich StreamOn bei mehr als 500.000 Nutzern großer Beliebtheit erfreut. Damit hat die Zahl der Kunden mit entsprechenden Magenta Mobil Tarifen stark zugenommen. Ende Juni 2017 meldete die Telekom noch 200.000 Kunden mit StreamOn.

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Wie geht es nun weiter? Der Netzbetreiber und die Regulierungsbehörde führen nun besagte Gespräche, für Kunden ändert sich vorerst nicht. Vieles dürfte nun davon abhängen, ob die Bundesnetzagentur auf die Argumentation der Telekom eingeht.

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