Telekom StreamOn mit Spotify ab September?

Seit August gehört Deezer zu den StreamOn Partnern der Deutschen Telekom. Nun könnte im September Spotify folgen. Auf der IFA in Berlin dürfte der Netzbetreiber eine Kooperation mit dem Streaming-Anbieter verkünden. Bei der Frage, ob der Zero Rating Dienst gegen die Netzneutralität verstößt, hat die Bundesnetzagentur noch keine Entscheidung getroffen.

Ab dem 01. September 2017 könnte Spotify zu den StreamOn Partnern der Deutschen Telekom gehören, dies berichtet teltarif.de. Das Fachmagazin beruft sich dabei auf eine verlässliche Quelle. Der Bonner Netzbetreiber könnte auf der IFA 2017 in Berlin den Musikdienst als neuen Partner vorstellen. Dies wäre im Sinne von vielen Kunden der Telekom. Die Nutzung von Spotify bei StreamOn hatte man sich bereits länger gewünscht. Seit August ist der Konkurrent Deezer mit an Bord. Nach Informationen von teltarif.de nimmt der Netzbetreiber neben Spotify beim Musik-Streaming noch einige Radiosender hinzu. Bei den Video-Diensten sollen TVnow von RTL, Couchfunk und Telekom Sport dazukommen.

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Die StreamOn Partner im August (Bildquelle: Deutsche Telekom)

StreamOn ermöglicht in bestimmten Magenta Mobil-Tarifen seit April 2017 Streaming von Musik und Videos ohne Verbrauch von Datenvolumen, solange man einen der Partner der Telekom nutzt. Seit April hat der Netzbetreiber jeden Monat neue Partner aufgenommen. Aktuell arbeitet man mit über 60 Partnern (Stand: August 2017) zusammen, im September kommen weitere Kooperationspartner hinzu. Es wird weiterhin darüber diskutiert, ob der Zero Rating Dienst gegen die Netzneutralität verstößt. Verbraucherschützer argumentieren immer wieder, dass mit StreamOn verschiedene Anbieter bevorzugt werden. Die Deutsche Telekom hält entgegen, dass der Dienst für alle Partner frei zugänglich sei.

Entscheidung zu StreamOn wohl erst nach der Bundestagswahl

Die Bundesnetzagentur prüft weiter, ob der Zero Rating Dienst gegen die Netzneutralität verstößt und hat noch keine Entscheidung getroffen, dies geht aus einer Anfrage der Grünen im Bundestag hervor. Dort heißt es als Antwort auf die Anfrage: Die für die Sicherstellung der Vorgaben zur Netzneutralität zuständige Bundesnetzagentur prüft derzeitig die Tarifoptionen „Stream-On“ der Deutschen Telekom AG auf der Grundlage der gesetzlichen Vorgaben zur Netzneutralität und wird nach Abschluss dieser Prüfung entscheiden, ob beziehungsweise inwieweit Anpassungen erforderlich sind.“ (Drucksache 18/13401)

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Dr. Konstantin von Notz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) geht davon aus, dass eine Entscheidung zu StreamOn erst nach der Bundestagswahl fällt. Die Grünen sind sich sicher, dass der Zero Rating Dienst gegen EU-Recht verstößt. Das unvermeidbare Verbot von StreamOn der Deutschen Telekom wird nach Sicht der Opposition erst nach der Bundestagswahl erfolgen.

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