Telekom: Aufstellen eines Sendemastes dauert bis zu zwei Jahre

Die Telekom informiert über den Netzausbau in Bayern. Dabei gibt der Netzbetreiber interessante Einblicke, wie das Schließen von Funklöchern und das Aufstellen von Sendemasten funktioniert. Bis zur Errichtung eines Mobilfunkmastes vergehen bis zu zwei Jahre, da mit Gemeinden ein intensiver Dialog stattfindet.

Die Deutsche Telekom hat in Bayern damit begonnen, 100 Funklöcher zu schließen. Die „Mobilfunk Offensive Bayern“ startete im Oktober 2017. Die Funklöcher wurden von der bayrischen Landesregierung benannt. Nun nimmt die Telekom den ersten Standort in Lutzingen in Betrieb. Nun dürfte sich mancher die Frage stellen, warum es so lange dauert, ein Funkloch zu schließen und einen LTE-Sendemast aufzustellen. In einer Presseerklärung erläutert der Netzbetreiber, den Prozess zur Schließung von Weißen Flecken.

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Die Schließung von Funklöchern kann zwei Jahre dauern (Bildquelle: istockphoto.com, pixdeluxe)

Laut Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie Telekom Deutschland, dauert es im Regelfall zwischen 12 bis 24 Monaten, um einen Mobilfunkmast zu errichten. In dieser Zeit erfolgen Planung, Anmietung von Standorten und der Bau. Besonders viel Zeit nimmt die Kommunikation mit den Gemeinden in Anspruch, dieser Dialog dauert zum Teil über mehrere Monate.  Mitunter wird über alternative Standorte gesprochen oder es werden Gutachten eingeholt, diese Prozesse erfordern viel Zeit.

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Bei den 100 Gemeinden in Bayern sieht es aktuell wie folgt aus: „Bei der Hälfte der Gemeinden liegen uns konkrete Standort-Vorschläge vor. Für 23 Standorte haben wir einen Anmietvertrag abgeschlossen und können jetzt in die Realisierung gehen. Wir werden in den nächsten Monaten also mehr und mehr Funklöcher schließen.“ (Quelle: Pressemitteilung) Konkret heißt es: Seit Oktober 2017 wendete sich die Telekom an 100 bayrische Gemeinden. Mit 23 Gemeinden hat der Netzbetreiber in dieser Zeit einen Anmietvertrag abgeschlossen und kann nun mit der Errichtung eines LTE-Sendemastes beginnen

Einzelne Gemeinden entscheiden sich gegen Mobilfunkmast

Bei jeder zehnten Gemeinde stößt die Telekom laut Goldenits auf Widerstand, in diesen Orten spricht man sich gegen einen Sendemast aus. Der Wunsch nach Mobilfunk korrespondiert nicht mit der Bereitschaft, einen Standort zur Verfügung zu stellen. Diese liege auch daran, dass in Gemeinden häufig nur Mobilfunkgegner an der Diskussion um die Errichtung eines Sendemastes teilnehmen. Wer Mobilfunk in einem Ort möchte, muss sich die Schließung von Funklöchern stark machen.

(Bildquelle Beitragsbild: Deutsche Telekom)

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Comments
  • Wolfgang Lill
    Antworten

    möchte gerne wissen, ob in 06917 Jessen Elster „Am Gorrenberg“ das ein LTE Mast der Telekom oder Dt Funkturm ist. Gibt es Daten? Inbetriebnahme, Höhe ? Wissen Sie etwas über die RIAS- Störsender die bis 1978 im benachbarten ( wohl auch Telekom – ein Schild ist leider nicht vorhanden) Gelände betrieben worden ????

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