Telekom betreibt vier 5G-Funkzellen (2 Gbit/s) in Berlin

Die Deutsche Telekom betreibt seit heute vier 5G-Funkzellen in Berlin. Die Antennen von Huawei befinden sich an drei Standorten in der Hauptstadt. In einem Test schaffte der Netzbetreiber auf einem einzelnen Gerät eine Übertragungsrate von 2 Gbit/s, die Latenzzeit betrug 3 ms. Der Marktstart des 4G-Nachfolgers soll im Jahr 2020 erfolgen.

Heute nahm die Deutsche Telekom vier 5G-Funkzellen in der Hauptstadt in Betrieb. Die vier Antennen des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei befinden sich an drei Standorten im Berliner Stadtteil Schöneberg. Auf einem Einzelgerät gelang eine Übertragungsrate von 2 Gbit/s, die Latenz lag dabei bei 3 ms. Für den Livebetrieb nutzt die Telekom das Frequenzspektrum bei 3,7 GHz. Genaugenommen handelt es sich in Berlin um einem Vorstandard des 4G-Nachfolgers mit der Bezeichnung 5G New Radio. Eine Spezifikation des genutzten Standards soll im Dezember 2017 durch die 3GPP offiziell erfolgen.

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In Berlin schaffte man 2 Gbit/s (Bildquelle: Deutsche Telekom)

Telekom CTO Bruno Jacobfeuerborn sprach auf dem 5G Experience Day in Berlin von einem ersten Schritt zu 5G für alle: „Sobald der Standard definiert und öffentlich ist, werden wir 2018 die Grundlagen für einen Ausbau in größerem Maßstab legen.“ (Quelle: Pressemitteilung) Typische Anwendungen des 4G-Nachfolgers sind Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) und hochauflösende Videos. Die neue Mobilfunktechnologie wird überall da eine Rolle spielen, wo es um den Transport großer Datenmengen oder um den Austausch von Informationen in Echtzeit (niedrige Latenz) geht. Der kommerzielle Marktstart von 5G erfolgt in ersten Ländern im Jahr 2020, ab dem Jahr 2018 könnte es erste größere Demonstrationsnetzwerk der Mobilfunktechnologie geben.

Deutsche haben kaum Interesse an 5G und VR

Die Deutsche Telekom zeigte auf den 5G Experience Day in Berlin verschiedene Anwendungen des 4G-Nachfolgers. Eine Augmented Reality Anwendung wurde zum Beispiel mit einer Carrera-Bahn präsentiert. Das 5G-Netz lieferte über eine AR-Brille zusätzliche Informationen rund um das Rennen an den Nutzer. Gerade AR- und VR-Anwendungen sollen bereits in kurzer Zeit zu unserem Alltag gehören. Doch die neue Technik stößt bisher auf geringes Interesse bei den Verbrauchern, dies zeigt eine aktuelle Studie von Deloitte.

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Die Umfrage zeigt, bei den Deutschen besteht aktuell kaum Interesse an Virtual Reality. Etwa drei Prozent der Haushalte hierzulande haben passende VR-Hardware. Man ist also noch weit weg von einem Massenphänomen, laut Experten wird sich hier in Zukunft so schnell nichts ändern. Auch das Interesse an 5G der Deutschen hält sich in Grenzen. Viele Mobilfunknutzer sehen im 4G-Nachfolger einfach nur einen schnelleren Mobilfunkstandard, kaum ein Nutzer hält mobile Übertragungsraten im Gigabit-Bereich in naher Zukunft für notwendig.

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