Telekom meldet 200.000 Kunden mit StreamOn

Die Deutsche Telekom meldet 200.000 Nutzer von StreamOn in 8 Wochen. Der kostenlose Dienst kommt besonders bei jungen Kunden gut an. Anfang Juli kommen 15 neue Partner bei StreamOn hinzu, dann kooperiert man bereits mit 50 Anbietern. An ein Verbot des Zero-Rating-Dienstes durch die Bundesnetzagentur glaubt der Netzbetreiber nicht.

StreamOn kommt gut bei den Kunden an. Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom, Niek Jan van Damme, sprach in einem Interview mit der Rheinischen Post von 200.000 Kunden mit StreamOn in 8 Wochen: „Unser neues Stream-On Angebot ist ein voller Erfolg und wird von den Kunden sehr gut angenommen. 200.000 Kunden haben sich acht Wochen nach dem Start schon für diese kostenlose Zusatzoption entschieden. Wir werden in wenigen Tagen rund 50 Inhalte-Anbieter für StreamOn haben. Gerade junge Leute schätzen das Angebot.“ (Quelle: RP Online) Gleichzeitig kündigte van Damme an, dass die Telekom in wenigen Tagen neue Partner aufnehmen werde. Zum 03. Juli soll es 15 neue Partner bei StreamOn geben. Nähere Angaben zu den neuen Anbietern gab es im Interview nicht. Hier zeigt sich ein weiteres Mal, dass es sich beim Zero-Rating-Dienst des Bonner Netzbetreibers um ein offenes System handelt.

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Niek Jan van Damme: 200.000 Kunden bei StreamOn (Bildquelle: Telekom)

An ein Verbot von StreamOn glaubt die Deutsche Telekom nicht und sieht einer Prüfung durch die Bundesnetzagentur recht entspannt entgegen. Verbraucherschützer sehen in dem Zero-Rating-Dienst des Netzbetreibers einen Verstoß gegen die Netzneutralität. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat Ende Mai 2017 die Bundesnetzagentur dazu aufgerufen, gegen StreamOn einzuschreiten. Der Verbraucherschutz kritisiert, dass die Telekom mit ihrer kostenlosen Option bestimmte Dienste wie zum Beispiel Youtube, Apple Music und Netflix anderen Angeboten gegenüber bevorzugt. Hier liegt ein klarer Verstoß gegen die Netzneutralität vor. Dazu bemängeln die Verbraucherschützer, dass man StreamOn erst ab den Tarif Magenta Mobil M nutzen kann. In den günstigen LTE-Tarifen hat man keine Möglichkeit, Musik und Videos ohne Datenverbrauch zu streamen.

StreamOn der Telekom ein Risiko für kleinere Anbieter?

Die Telekom bringt immer wieder das Argument vor, dass der Zero-Rating-Dienst für alle Anbieter frei zugänglich sei. Die monatliche Aufnahme immer wieder neuer Anbieter scheint diese Aussage zu bestätigen. Die Verbraucherschützer sehen jedoch große Einstiegshürden gerade für kleine Dienste. Auch unabsichtliche Verstöße gegen StreamOn können zu hohen Geldstrafen führen, was letztendlich kleine Anbieter in der Existenz bedroht. Es sind Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro möglich. Über das Problem kleiner Inhaltsanbieter berichtete im Mai Netzpolitik.org. Das Portal ist dabei der Ansicht, dass sich Anbieter mit StreamOn gegenüber der Telekom sogar erpressbar machen.

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