Telefónica Deutschland plant Verkauf von Sendestationen

Telefónica Deutschland prüft aktuell den Verkauf von Sendestationen an die Infrastrukturtochter Telxius. Bei den Überlegungen handelt es sich um Mobilfunkmasten auf Gebäudedächern. Betroffen sind bis zu 19.000 Standorte. Die aktiven Sende- und Empfangsantennen sind vom Verkauf ausgeschlossen.

Bei Telefónica Deutschland gibt es Überlegungen einen Großteil der 19.000 Sendestationen auf Gebäudedächern zu verkaufen. Die Mobilfunkmasten sollen an die Infrastrukturtochter Telxius veräußert werden. Die montierte Funktechnik ist vom Verkauf nicht betroffen. In einer Mitteilung des Netzbetreibers heißt es: „Dadurch eröffnet sich uns die Möglichkeit in Bauwerken gebundenes Kapital freizusetzen, um unsere finanzielle Flexibilität zu erhöhen.“ (Quelle: Pressemitteilung) Die Überlegungen befinden sich noch in der Anfangsphase, eine Entscheidung darüber soll bei Telefónica Deutschland in den kommenden Monaten fallen. Der Verkauf der Sendestationen würde dann 2020 anstehen.

o2 will Sendestationen auf Dächern verkaufen (Bildquelle: Telefónica Deutschland)

Bereits im April 2016 hatte o2 insgesamt 2350 Mobilfunkmasten an Telxius verkauft. Mit der Veräußerung erzielte der Mobilfunkanbieter damals 590 Millionen Euro. Aktuell gebe es auf dem Kapitalmarkt eine hohe Nachfrage nach passiver Mobilfunkinfrastruktur, wie Telefónica Deutschland berichtet. Für Investoren ist der Kauf von Mobilfunkmasten attraktiv. Nach dem Erwerb der Standorte erhält der eine regelmäßige Miete vom Netzbetreiber. Für die Kunden von Telefónica Deutschland ändert sich nach einem möglichen Verkauf nichts.

5G-Ausbau wird für die Netzbetreiber teuer

Laut der Pressemitteilung geht es Telefónica Deutschland durch den Verkauf  vor allem um finanzielle Flexibilität. Der anstehende 5G-Ausbau wird teuer und die Netzbetreiber sind um Investitionen bemüht. Allein für die Frequenzen des 4G-Nachfolgers muss der o2 insgesamt 1,4 Mrd. Euro zahlen. Weiterhin müssen strenge Auflagen beim 5G-Ausbau erfüllt werden.

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Letzte Woche gingen Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch eine weitere Verpflichtung ein. Die Netzbetreiber sagten vertraglich bundesweit eine LTE-Netzabdeckung von 99 Prozent (nach Bevölkerung) bis Ende 2020 zu.  Bis Ende 2021 muss jedes Bundesland mit 99 Prozent versorgt sein. Auf diese Weise möchte Verkehrsminister Scheuer die meisten Funklöcher in Deutschland schließen und die 4G-Abdeckung auf dem Land verbessern. Im Gegenzug verbessert die Regierung die Zahlungsmodalitäten für die Vergabe der 5G-Lizenzen, nun ist eine Ratenzahlung bis 2030 möglich.

(Bildquelle Beitragsbild: istockphoto.com, NexTser)

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