Telefónica Deutschland schließt o2-Shops in Innenstädten

Telefónica Deutschland läutet das Ende immer mehr o2-Shops ein und setzt auf einen digitalen Vertrieb. In den letzten Monaten wurden vermehrt Mobilfunk-Shops in Innenstädten geschlossen. Zurück bleiben arbeitslose Mitarbeiter und die Wut auf die Strategie des Münchner Netzbetreibers.

Die WirtschaftsWoche berichtete diese Tage von der Schließung des o2-Shops in der Innenstadt von Bottrop. Doch die Schließung dieses Mobilfunkshops durch Telefónica Deutschland ist kein Einzelfall. In den letzten Monaten wurden Shops in Gladbeck, Duisburg, Limburg, Montabaur, Berghain und Recklinghausen geschlossen. Zurück geblieben sind arbeitslose Shop-Mitarbeiter und die Wut auf die Strategie von Telefónica Deutschland. Der Netzbetreiber setzt immer mehr auf einen digitalen Vertrieb der o2-Tarife. Markus Haas hat angekündigt, dass der Konzern bei der Vermarktung Digitaler Champion werden möchte. CEO Haas verspricht, die Interaktion mit dem Kunden soll einfacher, schneller und besser werden. In der Realität dürfte es Telefónica Deutschland vor allem um Prämien gehen.

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Immer mehr o2-Shops werden geschlossen (Bildquelle: Telefónica Deutschland)

Vermittelt ein o2-Shop einen Vertrag, muss der Netzbetreiber eine Provision zahlen. Bei einem digitalen Vertrieb fallen solche Zahlungen weg. Beim Thema Prämien gibt es schon längere Zeit einen Konflikt zwischen Händlern und Netzbetreiber. Das Problem sind fehlerhafte IT-Systeme. Einige o2-Shops können bis heute nicht auf die Kundendatenbanken zugreifen. So können die Händler nicht feststellen, welche Verträge ihrer Stammkunden auslaufen. Am Ende schließen diese Kunden neue Verträge telefonisch oder online ab, den o2-Händler gingen auf diese Weise wertvolle Einnahmen verloren.

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Einzelne Händler sprechen sogar von „gezielter Manipulation der Software“ durch Telefónica Deutschland. Mitarbeiter der o2-Hotline konnten angeblich auf die Daten der Kunden zugreifen, während es den Shops nicht möglich war. So kontaktierte der Netzbetreiber gezielt diese Kunden und sparte sich die Prämien für die Händler. Bewiesen sind diese Vorwürfe nicht.

Den Online-Vertrieb gehört die Zukunft

Schließung von Mobilfunk-Shops in Innenstädten gibt es nicht nur bei o2. Auch Telekom und Vodafone schließen Standorte. Kunden sind es immer mehr gewohnt, ihren Mobilfunkvertrag online abzuschließen, dies liegt auch an vermehrten Online-Rabatten und Aktionen. Viele Nutzer trauen den Shops gar nicht nach, wie man an Diskussionen in den Sozialen Medien sehen kann.

Immer mehr Mobilfunk-Shops in den Innenstädten werden geschlossen. Sagen Sie uns Ihre Meinung. Vermissen Sie die Shops oder schließen Sie Verträge lieber online ab?

(Bildquelle Beitragsbild: Telefónica Deutschland)

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