Telefónica Deutschland (o2) verliert Mobilfunkkunden

Telefónica Deutschland (o2) hat seine Zahlen für das dritte Quartal 2017 vorgestellt. Im Vergleich zum Vorquartal verliert der Netzbetreiber Mobilfunkkunden. Deutliche Verluste gibt es im Bereich Prepaid, bei den Vertragskunden kann man zulegen. Die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr sind beim Konzern leicht rückläufig.

Der Netzbetreiber Telefónica Deutschland hat seine Zahlen für das dritte Quartal 2017 bekannt gegeben. Dabei fällt der Verlust bei den Mobilfunkkunden im Vergleich zum Vorquartal auf. Im Q2/2017 hatte o2 insgesamt 45,194 Millionen Kunden im Bereich Mobilfunk, Ende September waren es 44,842 Million. Dies entspricht einem Verlust von 352,000 Kunden. Schaut man sich die Zahlen genauer an, zeigt sich, der Rückgang basiert vor allem auf weniger Verträgen im Prepaid-Bereich. Hier verliert o2 im Vergleich zum Vorquartal insgesamt 535,000 Kunden, während man bei Vertragskunden um 183,000 Kunden (ohne M2M-Verträge) zulegen kann.

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Rückläufige Kundenzahlen bei o2 (Bildquelle: Telefónica Deutschland)

Telefónica Deutschland erklärt den Rückgang bei den Prepaid-Kunden mit den neuen gesetzlichen Regelungen ab 1. Juli 2017. Seit Anfang Juli müssen sich Kunden bei Abschluss eines Vertrags mit einem amtlichen Ausweis identifizieren. Laut o2 ist dieser Prozess zur Identifizierung mit einem hohen Aufwand für die  Kunden verbunden. Diese Entwicklung im Prepaid-Bereich führt dazu, dass der Postpaid-Anteil bei Telefónica Deutschland in Q3/2017 bei 47 Prozent liegt. Einen besonders deutlichen Anstieg meldet o2 bei den LTE-Nutzern. Im Q2/2017 lag die Zahl hier noch bei 14,4 Millionen, Ende September 2017 waren es 15,7 Millionen.  Immer mehr Kunden haben so einen 4G-Vertrag. Dazu erhöhte sich im Mobilfunk der Verbrauch von 98.612 TB (Q2/2017) auf 110.684 TB (Q3/2017). Ein o2-Kunde verbraucht aktuell im Durchschnitt 2,4 GB an Datenvolumen.

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Im dritten Quartal 2017 erzielte der Netzbetreiber einen Umsatz von 1,85 Mrd. Euro, was einem Rückgang gegenüber den Vorjahrsquartal von 1,3 Prozent entspricht. Im zweiten Quartal war der Umsatz noch um 3,4 Prozent gesunken. CEO Markus Haas sieht Telefónica Deutschland insgesamt auf einem guten Weg und betont weitere Fortschritte bei der Integration der Netze: „Operativ sind wir auf dem richtigen Weg, treiben unsere Transformation voran und investieren weiter konsequent in Netz und Service sowie digitale Innovationen für den Alltag.“ (Quelle: Pressemitteilung)

Überholt Vodafone zum Ende des Jahres o2?

Der VATM hat vor einigen Tagen eine Prognose zur Entwicklung auf dem deutschen TK-Markt vorgestellt. Der Verband geht davon aus, dass Vodafone zum Jahresende Telefónica Deutschland bei der Zahl der aktiven SIM-Karten überholt. Laut der Schätzung des VATM hat Vodafone zum Jahresende 46,7 Millionen aktive SIM-Karten, während es bei o2 insgesamt 46,1 Millionen sind. Telefónica Deutschland meldet für Ende September 2017 insgesamt 44,9 Millionen Mobilfunkanschlüsse. Damit die Einschätzung des VATM stimmt, müsste der Münchner Netzbetreiber bei den Kundenzahlen bis Ende des Jahres zulegen. Vodafone hat noch keine Zahlen für Q3/2017 bekannt gegeben, dies sollte in den nächsten Tagen jedoch gesehen.

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