Swisscom startet mit 5G in 54 Ortschaften

Swisscom ist in 54 Ortschaften mit 5G gestartet. Der Start erfolgte zum Beispiel in Basel, Bern, Lausanne und Zürich. Der Schweizer Netzbetreiber hat insgesamt 102 Standorte mit dem 4G-Nachfolger ausgebaut. Bis Ende 2019 will man 90 Prozent der Bevölkerung mit dem schnellen Mobilfunkstandard versorgen.

Um Mitternacht startete Swisscom mit 5G. Der Start erfolgte in 54 Ortschaften und an 102 Standorten. In Städten wie zum Beispiel Basel, Chur, Genf und Zürich surfen Kunden in Zukunft mit Highspeed. Aktuell fehlt es noch an passender Hardware. Im Verlauf des Jahres dürften immer mehr 5G-Smartphone auf den Markt kommen. Swisscom hat in seiner Pressemitteilung angekündigt, bis Ende des Jahres 90 Prozent der Bevölkerung mit dem 4G-Nachfolger zu versorgen. Damit übertrifft der Netzbetreiber die Auflagen der Schweizer Regulierungsbehörde deutlich. Die Kommunikationsbehörde (ComCom) hat die Anbieter zu einer Versorgung der Bevölkerung von 50 Prozent bis Ende 2024 verpflichtet.

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5G in 54 Ortschaften in der Schweiz (Bildquelle: Swisscom)

Die 5G-Auflagen für die Schweizer Netzbetreiber sind damit bei weiten nicht so streng, wie für Telekom, Vodafone und o2. In Deutschland müssen die Netzbetreiber bis Ende 2022 insgesamt 98 Prozent der Bevölkerung mit bis zu 100 Mbit/s versorgen. Weiterhin war die Frequenzauktion bei den Eidgenossen deutlich günstiger.  In der Schweiz wurden im Februar 2019 Frequenzen für den 4G-Nachfolger versteigert. Die Auktion war nach 29 Bieterrunden beendet und brachte den Staat 380 Millionen CHF (etwa 334 Millionen Euro) ein. Die Swisscom bot 195 Millionen CHF.

Deutsche 5G-Auktion liegt bei 5,35 Mrd. Euro

In Deutschland sieht es ganz anders aus. Die Auktion für die Frequenzen des 4G-Nachfolger ist auch nach 218 Runden nicht beendet. Aktuell liegen die Gebote bei 5,35 Mrd. Die Bundesnetzagentur hat angekündigt, dass die Versteigerung wegen der Osterfeiertagen erst am 23. April weitergeht. Seit Tagen halten sich Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und Drillisch 1&1 mit Geboten zurück und bieten sehr zurückhalten, wie ein Beispiel verdeutlicht. Zwischen Runde 191 und 218 wurden 55 Millionen Euro geboten.

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Aktuell gibt es vereinzelte Gebote bei den Blöcken mit 3,6 GHz, man überbietet sich hier immer wieder um kleine Beträge. Bei den Frequenzblöcken mit 2 GHz herrscht weitgehende Einigkeit. Beobachter erwarten seit einiger Zeit ein Ende der 5G-Auktion. Mit solchen Einschätzungen sollte man vorsichtig sein, gab es bei der Versteigerung immer wieder Überraschungen.

(Bildquelle Beitragsbild: Swisscom)

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