Studie zur LTE-Abdeckung: Große Unterschiede zwischen Bundesländern

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Spitzenreiter Hamburg und Sachsen, Schlusslichter Brandenburg und Baden-Württemberg

Hamburg, den 04.07.2012 – Der Ausbau des LTE-Netzes in Deutschland kommt zügig voran. Bereits in 14 der 16 Bundesländer sind die so genannten „Weißen Flecken“ geschlossen. Insgesamt 33% aller Standorte, das entspricht etwa 13,2 Millionen Haushalten, haben aktuell Zugang zum mobilen Highspeed-Internet der vierten Generation (4G). Zwischen den Bundesländern bestehen dabei weiterhin teils noch erhebliche Unterschiede bezüglich der LTE-Netzabdeckung. Dies sind die Ergebnisse der zweiten LTE-Studie des Portals 4G.de, basierend auf knapp 45.000 Standorten, die von April bis Juni 2012 über die LTE-Verfügbarkeitsabfrage auf www.4g.de von Nutzern aus ganz Deutschland abgefragt wurden.

LTE-Netzausbau der Bundesländer unterschiedlich weit fortgeschritten

LTE Studie Juli 2012

LTE-Verfügbarkeit je Bundesland (Apr-Jun 2012)

Zwischen den einzelnen Bundesländern bestehen teilweise noch beträchtliche Unterschiede in Sachen LTE-Ausbau. Spitzenreiter mit 54% LTE-Abdeckung ist der Stadtstaat Hamburg, wo mit Vodafone und T-Mobile bereits zwei Netzbetreiber für einen raschen LTE-Netzausbau sorgen. Da hier die Restriktionen bzgl. der „Weißen Flecken“ nicht greifen und außerdem mit relativ geringem Aufwand große Teile des Bundeslandes mit LTE-Sendemasten abgedeckt werden konnten, ist die Hansestadt das aktuelle LTE-Flaggschiff.  Die zwei anderen Stadtstaaten Berlin und Bremen liegen mit 36 bzw. 43% erwartungsgemäß zwar ebenfalls im oberen Mittelfeld, jedoch noch knapp hinter den zweit- und drittplatzierten Sachsen (47%) und Thüringen (43%), die im Rahmen der Weißen-Flecken-Regelung in den letzten Monaten besonders vom intensiven LTE-Ausbau profitierten.

Schlusslicht hinsichtlich LTE-Netzabdeckung sind mit 22 bzw. 23% aktuell Brandenburg und Baden-Württemberg – zwei flächenmäßig relativ große Bundesländer mit Großstädten wie Stuttgart, Mannheim, Potsdam und Cottbus, die beim LTE-Netzausbau bisher nicht im Fokus der Netzbetreiber standen.

Das große Mittelfeld der Bundesländer liegt im Bereich von inzwischen 25-35% LTE-Abdeckung. Allgemein kann den Netzbetreibern also weiterhin ein zügiger und effektiver Ausbau des LTE-Netzes im Sinne der Kunden attestiert werden. Auf Grund der jedoch teils noch recht deutlichen regionalen Unterschiede in der LTE-Versorgung, ist es aus Kundensicht zweifellos ratsam, vor der Entscheidung für einen Anbieter auf Nummer sicher zu gehen und die individuelle Übertragungsgeschwindigkeit bei den vier Netzbetreibern zu überprüfen. Dies ist bei den vier Netzbetreibern selbst oder mit einem Klick auf 4G.de möglich.

Bald alle Weißen Flecken geschlossen

Nachdem Ende Juni 2012 auch die Weißen Flecken in Sachsen-Anhalt und Thüringen geschlossen wurden, haben die deutschen Netzbetreiber ihre Verpflichtungen zum LTE-Ausbau nun bereits in 14 der 16 Bundesländer erfüllt. Auch der LTE-Ausbau in den zwei verbleibenden Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ist laut Bundesnetzagentur so weit fortgeschritten, dass dort in nächster Zeit die Weißen Flecken geschlossen werden. Aktuell ist damit zu rechnen, dass der LTE-Ausbau auf dem Land bereits dieses Jahr abgeschlossen sein wird. Damit steht dem LTE-Ausbau im 800 MHz-Frequenzbereich in den Städten aller Bundesländer bald nichts mehr im Wege.

Weitere Statistiken finden Sie auch unter www.4G.de/statistiken/

Pressekontakt:
Jan Wege
newOn GmbH
Neustr. 11
47906 Kempen
Telefon: 0179/4576733
eMai: info(ät)4g.de
https://www.4G.de

Über 4G.de:

4G.de wurde im Januar 2011 als Informations-Portal rund um die Themenbereiche des mobilen Internets via 4G-Highspeed gegründet. Seit April 2012 finden Interessenten auf www.4G.de zudem die erste deutschsprachige, kostenlose LTE-Verfügbarkeitsabfrage, mit der T-Mobile, Vodafone und o2 gleichzeitig auf LTE-Verfügbarkeit am Wunschstandort überprüft werden können. Das Angebot wird von der newOn GmbH aus Kempen betrieben.

Über LTE:
LTE (Long Term Evolution) ist die schnelle Funkverbindung der vierten Mobilfunkgeneration (4G). LTE ermöglicht eine mobile Highspeed-Verbindung von bis zu 100 Mbit/s. In Deutschland haben sich die Netzbetreiber verpflichtet, die weitreichenden Frequenzen im 800-MHz-Bereich aus der Digitalen Dividende zuerst in ländlichen Regionen zu nutzen, um den Menschen dort schnelles Internet zu ermöglichen (Vereinbarung zu den so genannten „Weißen Flecken“). Der LTE-Ausbau erfolgt in jedem Bundesland in vier Prioritätsstufen. Bei einem Ausbaugrad von 90% erfolgt ein Übergang in die nächste Stufe. Sind alle Stufen zu 90% in einem Bundesland ausgebaut, dürfen die Netzbetreiber die 800-MHz-Frequenzen frei nutzen.

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