Strenge Auflagen: 5G-Ausbau wird für Netzbetreiber teuer

Der 5G-Ausbau könnte für die Netzbetreiber teuer werden. Offenbar gibt die Bundesnetzagentur dem Druck der Politik nach und wird die Auflagen verschärfen. Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland sollen nun Landstraßen mit Mobilfunk versorgen, was die Netzbetreiber 1 bis 3 Mrd.  zusätzlich kosten könnte.

In den letzten Wochen und Monaten hat die Politiker immer wieder strengere 5G-Auflagen gefordert. Wie der Spiegel berichtet, gibt die Bundesnetzagentur offenbar dem Druck der Politik nach. Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland sollen auch Landstraßen mit schnellem Mobilfunk versorgen. Die Regulierungsbehörde hat sich in der Vergangenheit immer wieder gegen eine solche 5G-Auflage ausgesprochen, da die Ausbaukosten hierfür unverhältnismäßig seien. Der Ausbau der Landstraßen mit schnellem Mobilfunkfunk könnte für die Netzbetreiber teuer werden.

5G-Netz
Die Netzbetreiber sollen nun Landstraßen mit 5G ausbauen. (Bildquelle: © iaremenko – stock.adobe.com)

Allein die Versorgung dieser Straßen mit LTE würde die Anbieter laut einem Gutachten zwischen 895 Millionen und 3 Mrd. Euro kosten, hier ist gar nicht von 5G die Rede. Die Kosten hängen von der aktuellen Funkausstattung der Netzbetreiber an den Landstraßen ab. Laut den Informationen des Spiegels plant die Bundesnetzagentur auch mit National Roaming. In wenig profitablen Gebieten soll nur ein Netzbetreiber mit 5G ausbauen, andere Anbieter dürfen dann die Netze gegen eine Gebühr mitnutzen. Auf diese Weise soll eine Doppel- oder gar Dreifachversorgung verhindert werden.

Aktuell Auflagen bereits recht streng

Die neue Auflage zum Ausbau der Landstraßen dürfte bei den Netzbetreibern auf wenig Begeisterung stoßen. Die bisherigen Versorgungsauflagen haben Telekom, Vodafone und o2 mehrfach kritisiert. So müssen die Netzbetreiber bis Ende 2022 Bundesstraßen und Autobahnen mit bis zu 100 Mbit/s ausbauen. Bahnstrecken mit hohem Fahrgastaufkommen sollen zum gleichen Zeitpunkt mit bis zu 50 Mbit/s ausgebaut werden. Weiter haben sich die Netzbetreiber bis Ende 2022 verpflichtet, insgesamt 98 Prozent der Bevölkerung mit 5G zu versorgen.

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Auch die anstehende Frequenzauktion Anfang 2019 würde der Deutscher Telekom, Vodafone und o2 Sorgen bereiten. Die Politik erhofft sich aus der Versteigerung Einnahmen zwischen 10 bis 12 Mrd. Euro. In einem Punkt möchte die Regierung den Netzbetreibern entgegen kommen. Sie können die Mrd. über mehrere Jahre abzahlen. Insgesamt dürfte der 5G-Ausbau für die Netzbetreiber recht teuer werden. Die Kosten dürfte man Ende die Kunden über die Preise im Mobilfunk zahlen.

(Bildquelle Beitragsbild: © Mikko Lemola – stock.adobe.com)

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