Zero Rating: StreamOn und Vodafone Pass im Vergleich

Vodafone Pass nennt sich der Zero Rating Dienst des Düsseldorfer Netzbetreibers. Was erwartet Mobilfunk-Kunden ab Oktober? Wie weit ist der neue Dienst von Vodafone mit StreamOn der Deutschen Telekom vergleichbar. Das Infoportal 4G.de vergleicht beide Angebote und zeigt Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede auf.

Seit April 2017 bietet die Deutsche Telekom die kostenlose Option StreamOn an. Am 26. Oktober zieht der Konkurrent aus Düsseldorf mit Vodafone Pass nach. Das Zero Rating Angebot ermöglicht ebenso Streaming von Musik und Videos ohne Datenverbrauch. Dazu gibt es die Möglichkeiten ohne Volumenverbrauch zu chatten und die Sozialen Medien zu nutzen. Ist nun Vodafone Pass weitgehend eine Kopie von StreamOn der Telekom? Es gibt bei den Zero Rating Diensten sicherlich einige Gemeinsamkeiten, jedoch auch Unterschiede. Das Infoportal 4G.de vergleicht beide Angebote miteinander. StreamOn ermöglicht bei dem Tarif Magenta L (für Magenta Eins-Kunden ab Tarif M) das kostenlose Streaming von Musik und Videos ohne Datenverbrauch, hierzu muss man nur einen der Partnerdienste der Deutschen Telekom nutzen.

Der LTE-Tarif Magenta L kostet monatlich 46,76 Euro für die ersten zwei Jahre. Neben einer Allnet-Flat bekommt man ein Datenvolumen mit 6 GB. Beim Konkurrenten aus Düsseldorf kostet ein vergleichbares Angebot mit Musik und Video ab Oktober 49,99 Euro monatlich. Ab dem LTE-Tarif RED M (44,99 Euro monatlich) mit 4 GB und Allnet-Flat ist Videostreaming ohne Datenverbrauch inbegriffen, dazu kommt der Pass für Musik-Streaming für 5 Euro pro Monat. So kommt man auf die besagte monatliche Grundgebühr von 50 Euro. Wer möchte, kann noch einen Datenpass (jeweils 5 Euro) für Chat und Soziale Medien kaufen. Denn so funktioniert der Vodafone Pass. Eine der vier Optionen (Chat, Social, Musik, Video) ist im RED-Tarif enthalten, jede weitere Option muss der Kunden für 5 Euro dazu buchen, der Video Pass kostet sogar 10 Euro wenn man diesen hinzu bucht.

Die Unterschiede von StreamOn und Vodafone Pass

Die Deutsche Telekom geht bei StreamOn einen anderen Weg. Nur Musik und Video-Dienste der einzelnen Partner werden vom Datenverbrauch ausgeschlossen. Die Möglichkeit ohne Verbrauch zu chatten und in den Sozialen Medien zu surfen, gibt es beim Bonner Netzbetreiber nicht. Doch betrachten wir es einmal kritisch, mit Chatten und den Besuch von Facebook verbraucht man nicht viel Inklusivvolumen. Man darf durchaus gespannt sein, wie viele Kunden bei Vodafone Pass die Optionen Chat und Social für immerhin 5 Euro dazu buchen.

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Die Deutsche Telekom arbeitet aktuell mit über 60 Partnern zusammen. Beim Zero Rating Dienst von Vodafone ist die Zahl der Kooperationspartner noch überschaubar. Es fehlen beliebte Dienste wie Youtube oder Spotify. Doch das Angebot des Düsseldorfer Netzbetreibers steht noch ganz am Anfang. Sicherlich wächst in den nächsten Wochen und Monaten noch das Angebot.

Update zu Spotify: Der Musik-Streaming-Dienst wurde mittlerweile als Partner von Vodafone bestätigt und ist ab dem 26. Oktober mit dabei.

Verstößt Vodafone Pass gegen die Netzneutralität?

Verstößt der Zero Rating Dienst des Netzbetreibers gegen die Netzneutralität? Der Ansatz von Vodafone ist sicherlich noch etwas radikaler als bei der Telekom. Der Anbieter unterscheidet zum Beispiel noch bei den Sozialen Medien. Wer Facebook nutzt, verbraucht keine Datenvolumen. Nutzt man wiederum Snapchat, wird Inklusivvolumen angerechnet. Hier besteht die Gefahr eines Zwei-Klassen-Internets. Vielleicht folgt demnächst ein News-Pass? Besucht man die Internetseiten großer Nachrichtenportale, verbraucht man kein Datenvolumen. Kleinere Anbieter haben dann das Nachsehen. Die Bundesnetzagentur prüft bereits, ob Vodafone Pass nicht gegen die Netzneutralität verstößt. Man darf auf die Entscheidung gespannt sein.

Sollte die Regulierungsbehörde bei StreamOn und Vodafone Pass nicht eingreifen, dürfte dies große Auswirkungen auf den deutschen Mobilfunkmarkt haben. Wenn die Netzbetreiber auf Zero Rating Dienste setzen, dürfte es in naher Zukunft keine LTE-Tarife mit großen Datenvolumen oder echte Flatrates geben. Kunden, welche keine Inklusivvolumen verbrauchen wollen, können dann einfach das Angebot der Kooperationspartner nutzen.

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