StreamOn der Telekom mit Einschränkungen

Die Deutsche Telekom startet am 19. April mit StreamOn. Das Angebot des Netzbetreibers erlaubt Streaming von Musik und Videos ohne Verbrauch von Datenvolumen. Kunden und Medien zeigen großes Interesse für die kostenlose Option des Mobilfunk-Anbieters. Dabei gibt es bei StreamOn auch einige Einschränkungen, die man kennen sollte.

Vor etwa einer Woche hat die Deutsche Telekom den baldigen Start (19. April) mit StreamOn angekündigt. Der Netzbetreiber spricht bei der kostenlosen Option von einer Revolution im Mobilfunk. Kunden können Musik und Videos von bestimmten Partnern der Telekom streamen, ohne dabei Datenvolumen zu verbrauchen. Zu den Partnern des Netzbetreibers gehören zum Beispiel Apple Music, Napster, Youtube  oder Netflix. Das neue Angebot fand bei Kunden und Medien viel Anklang. Es gibt jedoch bei StreamOn einige Einschränkungen, welche man kennen sollte. Wer Musik und Videos ohne Verbrauch des Inklusivvolumens streamen möchte, musst den Tarif Magenta Mobil L (monatliche Grundgebühr 45 Euro) oder höher buchen. Mit Magenta Mobil M der Telekom kann man nur Musik ohne Datenverbrauch hören. Doch die Einschränkungen erstrecken sich nicht nur auf die Tarife.

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Am 19. April 2017 startet StreamOn (Bildquelle: Deutsche Telekom)

Hat man sein Datenvolumen einmal verbraucht, werden auch Youtube & Co auf bis zu 64 kbit/s gedrosselt. Die Deutsche Telekom muss diesen Weg gehen, um gegen keine EU-Richtlinie zu verstoßen. Könnte man nach dem Verbrauch seines Inklusivvolumens weiterhin StreamOn nutzen, würde dies einen Verstoß gegen die Netzneutralität darstellen. In der Praxis wird dies sicherlich dazu führen, dass Kunden mit Magenta Mobil L sehr genau darauf achten, das Datenvolumen nicht frühzeitig zu verbrauchen. Auch bei der Qualität der abgespielten Videos gibt es bei StreamOn eine kleine Einschränkung. Telekom hat bereits angekündigt, dass die abgespielten Videos auf dem Smartphone DVD-Qualität (480p) haben, Clips in HD-Qualität wird es nicht geben.

Eine dritte Einschränkung dürfte für viele Kunden verschmerzbar sein. StreamOn lässt sich nicht im Ausland nutzen. Sobald sich das Smartphone in ein ausländisches Mobilfunknetz einwählt, wird beim Streaming Datenvolumen verbraucht. Nun stellt sich nur noch die abschließende Frage, ob das neue Angebot des Netzbetreibers nicht gegen die Netzneutralität verstößt.

Verstößt StreamOn gegen die Netzneutralität?

Nach der Ankündigung von StreamOn kam schnell die Frage auf, ob das Angebot der Deutschen Telekom nicht gegen die Netzneutralität verstößt. Schließlich würde man Inhalte der Partner gegenüber anderen Anbietern bevorzugen. Per Twitter kündigte die Bundesnetzagentur an, den Fall zu prüfen, nachdem mehrfach Zweifel von verschiedenen Seiten kamen. Die Bundesnetzagentur ist bisher noch zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen. Eine eingehende Prüfung wird erst möglich sein, wenn der Netzbetreiber mit dem neuen Angebot gestartet ist. Die Deutsche Telekom versichert, man hatte bei StreamOn alle Regeln zur Netzneutralität eingehalten.

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Update

Einen besonderen Vorteil gibt es für Magenta Eins Kunden. Sie bekommen ab dem Tarif Magenta Mobil M eine Musik- und Video-Streaming-Flat und können die Video-Inhalte sogar in HD-Qualität streamen ohne Verbrauch von Datenvolumen. Alle wichtigen Infos zum StreamOn findet man auf einer extra Seite der Telekom.

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