Speedcheck: Deutsche Mobilfunktarife können nicht überzeugen

Speedcheck hat die Übertragungsrate in 89 Ländern verglichen und untersucht, was Kunden für ihren Mobilfunkvertrag zahlen. Anhand dieser zwei Werte entstand der Speed-Price-Index (SPI). Deutschland schneidet beim SPI schlecht ab und belegt im europäischen Vergleich Platz 18 von 28. Welche Länder sind top?

Speedcheck hat Übertragungsraten und Mobilfunktarife in 89 Ländern verglichen. Bei der Analyse wurde für jedes Land der Speed-Price-Index (SPI) errechnet. Wie errechnet sich der Wert? Speedcheck ermittelte für jedes Land die durchschnittliche mobile Geschwindigkeit, dazu wurde anhand der Mobilfunkpreise errechnet, was 1 GB (umgerechnet in Dollar) kostet.  Umso höher der SPI ist, umso mehr Leistung erhält der Kunde bei seinem Mobilfunktarif.

Die Top20 im internationalen Vergleich (Bildquelle: Speedcheck)

Es wurden besagte 89 Länder auf fünf Kontinenten verglichen. In Europa wurde die Geschwindigkeit in 28 Ländern gemessen. Deutschland schneidet schlecht ab und belegt den 18. Platz. Wie sieht das Ergebnis in Europa und weltweit aus?

Speedcheck: Deutliche Unterschiede bei Mobilfunktarifen in Europa

Beim europäischen Vergleich hat Italien die Nase klar vorne. Speedcheck hat für das südeuropäische Land einen SPI von 44,2 ermittelt. Die durchschnittliche Übertragungsrate in Italien betrug 18,2 Mbit/s und ein GB kostet 0,41 Dollar. Auf Platz 2 und 3 liegen Dänemark mit einem SPI von 31,8 (28,68 Mbit/s und 0,9 Dollar pro GB) und Frankreich mit einem SPI von 31,6  (17,97 Mbit/s und 0,57 Dollar pro GB).

Für Deutschland hat Speedcheck einen SPI von 5,7 (21,88 Mbit/s und 3,87 Dollar pro GB) ermittelt, was Platz 18 von 28 im europäischen Ranking bedeutet. Es ist die Kombination zwischen einer Übertragungsrate im Mittelfeld und einen verhältnismäßig hohen Preis für 1 GB, was Deutschland die schlechte Platzierung einbringt. Es geht schlimmer, Kunden in Ländern wie Belgien (SPI von 4,1) oder Griechenland (SPI von 1,3) erhalten noch weniger Leistung beim ihrem Mobilfunktarif.

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Beim Speedcheck-Vergleich gibt es durchaus Länder mit teuren Mobilfunkverträgen. Hierzu gehören zum Beispiel die Schweiz auf Platz 12 (5,22 Dollar für 1 GB) oder Bulgarien auf Platz 15 (6,49 Dollar für 1 GB). Die Analyse offenbart interessante Details des europäischen Mobilfunkmarkts. Italien, Dänemark, Frankreich, Finnland und Österreich bieten ihren Kunden bei den Tarifen ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Daraufhin klafft eine Lücke. Der SPI von Österreich auf Platz 5 ist 20,1, während Schweden auf Platz nur noch einen SPI von 12,9 bietet.

Israel, Italien und Fidschi bieten weltweit den besten SPI

Speedcheck hat dazu ein weltweites Ranking erstellt. Hier liegt Israel (7,12 Mbit/s und 0,09 Dollar pro GB) mit einem SPI von 82,3 vorne, es folgt Italien auf Platz 2. Der dritte Platz geht etwas überraschend Fidschi (22,25 Mbit/s und 0,90 Dollar pro GB) mit einem SPI von 43,4. Auf Platz 4 und 5 folgen mit Dänemark und Frankreich zwei europäische Länder. Im weltweiten liegt Deutschland auf Platz 27 und kann sich knapp vor dem Irak platzieren.

Ohne Zweifel ist die Studie von Speedcheck interessant, auch wenn der Messwerte SPI nicht unproblematisch ist. Länder mit sehr niedriger Übertragungsrate und niedrigen Preis wie Israel profitieren beim Messwert deutlich. Eine durchschnittliche Übertragungsrate von 7,12 Mbit/s wie in Israel dürfte nur wenige Kunden zufriedenstellen.

(Bildquelle Beitragsbild: ©Denys Rudyi – stock.adobe.com)

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