Schweizer Netzbetreiber ersteigern 5G-Frequenzen

Die 5G-Auktion in der Schweiz wurde nach 29 Bieterrunden abgeschlossen. Drei Netzbetreiber haben Frequenzspektrum für 380 Millionen Franken (etwa 335 Millionen Euro) ersteigert. Die Netzbetreiber zeigten sich zufrieden, man habe sich in keinen ruinösen Bieterkampf begeben.  Der Ausbau des 4G-Nachfolger soll noch 2019 beginnen.

In der Schweiz ist die 5G-Auktion nach 29 Bieterrunden über die Bühne gegangen. Die Netzbetreiber Swisscom, Sunrise und Salt haben Frequenzspektrum für 380 Millionen Franken (etwa 335 Millionen Euro) ersteigert. Die Einnahmen aus der Versteigerung liegen deutlich unter dem Betrag von 1 Mrd. Euro aus der Auktion 2012. Die Teilnehmer zeigten sich äußert zufrieden mit dem Verlauf der Frequenzversteigerung. Man habe wertvolle Frequenzen zu einem guten Preis ersteigert und sich nicht in einen ruinösen Bieterkampf begeben. Das Spektrum (700-MHz, 1400-MHz, 2600-MHZ und 3500-MHz) wurde für 15 Jahre vergeben.

5G
5G in der Schweiz noch in diesem Jahr (Bildquelle: Swisscom)

In der Schweiz soll der 5G-Ausbau noch in diesem Jahr beginnen. Die Eidgenossen gehören zu einem der ersten Länder in Europa, in welchen die Regulierungsbehörde das Spektrum sofort zur Verfügung stellt. Besonders in den Städten dürften die Schweizer in wenigen Monaten vom 4G-Nachfolger profitieren. Wie anders ist die Situation in Deutschland. Die 5G-Auktion sollte planmäßig im März 2019 stattfinden. Doch der Eilantrag von Telefónica Deutschland gegen die Auktion könnte zu einem vorläufigen Stopp und einer Verzögerung der Versteigerung führen.

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Auktion in Deutschland deutlich teuer als in der Schweiz

Telefónica Deutschland wurde wegen des Eilantrags vor dem Verwaltungsgericht Köln heftig kritisiert, da es zu einer Verzögerung beim 5G-Ausbau kommen könnte. Doch ein späterer Termin dürfte für die deutschen Netzbetreiber nicht das einzige Problem sein. Im Vergleich zur Schweiz wird die Versteigerung für Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 Drillisch teuer. Die Politik rechnet mit Einnahmen von 5 Mrd. Euro. Eine solche Einschätzung ist realistisch. Die Auktionen in den Jahren 2010 (4,38 Mrd. Euro) und 2015 (5,08 Mrd. Euro) erzielten vergleichbare Einnahmen.

(Bildquelle Beitragsbild: © iaremenko – stock.adobe.com).

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