Samsung Galaxy Fold nicht alltagstauglich?

Der Verkaufsstart des Samsung Galaxy Fold wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Experten von iFixit haben das Gerät auseinander genommen und sehen das faltbare Smartphone kritisch. Die Hardware sei so nicht alltagstauglich. Ein großes Problem ist eine Lücke am Scharnier, hierüber gelangt Dreck ins Gerät.

Das Samsung Galaxy Fold kommt nicht wie geplant in den nächsten Tagen auf den Markt, der Verkaufsstart wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Südkoreaner reagieren damit auf Probleme bei aktuellen Tests. Mehrere Journalisten aus den USA meldeten Schäden beim Display des faltbaren Smartphones. Das Unternehmen hat nun angekündigt, die Probleme beim Samsung Galaxy Fold zu untersuchen und das Gerät erst auf den Markt zu bringen, wenn man die Benutzerfreundlichkeit verbessert hätte. Doch lassen sich diese Probleme überhaupt beheben?

Samsung Galaxy Fold
Das OLED-Display Samsung Galaxy Fold ist empfindlich (Bildquelle: Samsung)

Beim Reparaturexperten iFixit ist man kritisch. Die Experten haben das faltbare Smartphone auseinander genommen und kommen zu folgenden Schluss. OLED-Displays ermöglichen erst faltbare Geräte, sind dazu aber sehr empfindlich gegen Schmutz- und Staubpartikel. Das Eindringen von solchen Partikeln kann zu Displayschäden führen, wie es bei den Tests der amerikanischen Journalisten zu beobachten war. Am Scharnier des Geräts gebe es eine Lücke, die je nach Öffnung bis zu 7 Millimeter groß ist. Hierüber kann recht einfach Dreck ins Gerät gelangen. So ist das faltbare Smartphone nicht alltagstauglich.

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Die wichtige Schutzfolie, die einige der Tester versehentlich vom Display des Samsung Galaxy Fold abgezogen haben, bietet nach der Auffassung von iFixit keinen ausreichenden Schutz gegen Schäden am Bildschirm. Wenn die Südkoreaner das Problem beim faltbaren Smartphone lösen wollen, müsse man das Eindringen von Dreck über das Scharnier vermeiden.

Tests mit Robotern gingen an der Realität vorbei

Die Südkoreaner hatten immer wieder betont, dass man das Samsung Galaxy Fold ausgiebigen Tests unterzogen hätte. Roboter haben das Gerät tausendfach gefaltet, ohne dass es zu Schäden gekommen ist. Nach der Auffassung von iFixit sind Roboter eben keine Menschen. Roboter falten das Gerät in einer sauberen Umgebung immer wieder an der gleichen Stelle mit dem gleichen Druck, Menschen verhalten sich hier ganz anderes.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass sich auf dem Samsung Galaxy Fold keine klare Knicklinie erkennen lässt. Ein Gerät ohne Knicklinie mag optisch gut aussehen, doch für den Nutzer ist nicht klar, wo er das Endgerät genau falten soll. Die von iFixit genannten Probleme beim Samsung Galaxy Fold dürften schwer zu beheben sein. Man darf gespannt sein, wie Samsung mit der Problematik umgeht, wann und ob eine Marktstart des faltbaren Smartphone erfolgt.  

(Bildquelle Beitragsbild: Samsung)

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