Rufnummernmitnahme: Telekom und Congstar senken Gebühr

Telekom und Congstar haben die Gebühr für die Rufnummernmitnahme gesenkt. Nutzer zahlen nur noch 6,82 Euro für die Mitnahme der Rufnummer. Die Anbieter reagieren auf eine Regelung der Bundesnetzagentur. Bis zum 20. April 2020 müssen Netzbetreiber, Reseller und Mobilfunkdiscounter die Gebühr senken.

Die Deutsche Telekom und Congstar haben die Gebühr für die Rufnummernmitnahme gesenkt. Von der niedrigen Gebühr von 6,82 Euro profitieren ab sofort auch Kunden von Penny Mobil und ja! Mobil. Dieser Betrag gilt für Prepaid und Postpaid Tarife gleichermaßen. Die Anbieter reagieren damit auf eine Regelung der Bundesnetzagentur, die bereits im September 2019 in die Wege geleitet wurde. Nach Ansicht der Regulierungsbehörde sollen die Mobilfunkanbieter nur die tatsächlichen Kosten an Kunden weitergeben. Die Gebühr für die Rufnummernmitnahme darf laut der Behörde maximal 6,82 Euro betragen. Eben diese Summer verlangen nun Deutsche Telekom und Congstar.

Rufnummernmitnahme
Congstar hat die Gebühr für die Rufnummernmitnahme gesenkt (Bildquelle: Congstar)

Netzbetreiber, Reseller und Mobilfunkdiscounter müssen die Gebühr für die Mitnahme der Rufnummer bis zum 20. April 2020 senken. Kommt ein Anbieter nicht der freiwilligen Selbstverpflichtung nach, droht ein Verfahren durch die Bundesnetzagentur. Anfang März hatte die Behörde die hohe Gebühr für eine Rufnummernmitnahme bei einzelnen Anbietern bemängelt. Besonders 1&1 und Telefónica Deutschland standen in der Kritik. Reagieren diese Anbieter nicht bis zum Stichtag 20. April 2020 droht ein Verfahren mit hohen Geldstrafen.

Mobilfunkanbieter klagen über zu viel Regulierung

Anbieter wie 1&1, o2 oder freenet zeigen sich wenig erfreut über die Senkung der Gebühr. Telefónica Deutschland hat angekündigt, es auf ein Verfahren der Bundesnetzagentur bei der Rufnummernmitnahme ankommen zu lassen. In der Vergangenheit haben Mobilfunkanbieter immer wieder eine zu starke Regulierung in Deutschland beklagt. Regulierung sei neben den hohen Kosten für Frequenzenzspektrum dafür verantwortlich, dass die Mobilfunkpreise hierzulande so hoch sind.

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Auf die Mobilfunkanbieter könnten noch andere Änderungen zukommen. Bereits seit längerem gibt es Pläne aus dem Verbraucherschutzministerium die Vertragslaufzeit von 24 auf 12 Monate zu senken. Auf diese Weise will Ministerin Lambrecht (SPD) Verbraucher vor Abzocke schützen. Die Netzbetreiber haben diese Pläne kritisiert und vor steigenden Preisen gewarnt, was besonders Tarife mit Hardware betreffen würde. In den letzten Monaten ist es ruhig um das Vorhaben von Lambrecht geworden. Eine schnelle Gesetzesänderung ist nicht zu erwarten.

(Bildquelle Beitragsbild: © B.Teerapong – stock.adobe.com)

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