Ralph Dommermuth: 5G ist eine Chance für ländliche Gebiete

5G ist nach Ansicht von Ralph Dommermuth eine Riesenchance für ländliche Regionen. Dazu kann sich der Chef von United Internet vorstellen, um die Frequenzen des 4G-Nachfolgers mitzubieten, wie er dem Spiegel erklärte. Bevor man an der Versteigerung teilnimmt, warte man Bedingungen für die Auktion ab.

Ralph Dommermuth gab dem Spiegel diese Tage ein Interview. Im Gespräch drehte es sich vor allem um 5G. Auf die Frage, ob United Internet sich an der Frequenzauktion Anfang 2019 beteiligen wolle, antwortete Dommermuth: „Das entscheiden wir, sobald wir die genauen Bedingungen dieser Auktion kennen.“ (Quelle: Spiegel) Der United Internet-Chef sprach sich für eine nationale Roaming-Pflicht bei den Auflagen aus, in diesem Fall wäre man bereit, ein viertes Mobilfunknetz aufzubauen. Kunden könnten die Netze von Telekom, Vodafone oder o2 nutzen, sobald sie das im Aufbau befindliche 5-Netz von United Internet verlassen.

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5G kann die Probleme auf dem Land lösen (Bildquelle: United Internet)

Für Ralph Dommermuth ist der 4G-Nachfolger eine Riesenchance für ländliche Gebiete: „Sie müssen nicht graben oder ihr Haus neu verkabeln und können trotzdem ihre Geräte mit Gigabit-Geschwindigkeit nutzen. Das ist eine Riesenchance, gerade für ländliche Regionen. Da würde ich mit dem Ausbau beginnen, gern auch gemeinsam mit interessierten Kommunen.“ (Quelle: Spiegel) Eine solche Aussage ist nicht neu. Bereits Andreas Bierwirth, Chef von T-Mobile Austria, hat im Februar 2018 geäußert, 5G könne die Probleme mit der Breitbandversorgung auf dem Land lösen.

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Auch LTE sollte als DSL-Ersatz die Breitbandversorgung in den ländlichen Gebieten verbessern. Telekom und Vodafone begannen ab dem Jahr 2011 unterversorgte Gemeinden mit 4G auszubauen. LTE brachte den Menschen auf dem Land zwar schnelles Internet, doch die Tarife waren aufgrund begrenzter Volumen und auch preislich nicht mit den DSL-Tarifen vergleichbar. Viele Haushalte mussten mit 30 GB monatlich auskommen. Soll 5G die Breitbandversorgung in den ländlichen Gebieten verbessern, müssen die Netzbetreiber ihre Tarife attraktiver gestalten. Begrenzte Volumen-Tarife sind in der heutigen Zeit keine Lösung.

5G-Auktion erst Anfang 2019

Letzte Woche kündigte die Bundesnetzagentur die Versteigerung der 5G-Frequenzen für das erste Quartal 2019 an. Ursprünglich wollte man die Frequenzbänder noch in diesem Jahr versteigern. Doch ein bereits länger dauernder Streit zwischen Bundesnetzagentur und Bundesverkehrsministerium über die Auflagen für die Netzbetreiber macht eine Auktion noch in diesem Jahr unmöglich. Ralph Dommermuth sieht eine Versteigerung erst 2019 kritisch, man verliere wertvolle Zeit und andere Länder wie USA, Südkorea und China vergrößern ihren Vorsprung bei 5G.

(Bildquelle Beitragsbild: © Mikko Lemola – stock.adobe.com)

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