Opensignal: LTE-Verfügbarkeit auf dem Land unter 80 Prozent

Opensignal hat eine neue Studie zur LTE-Verfügbarkeit auf dem Land veröffentlicht. Die Analyse zeigt, in allen 13 Flächenbundesländern liegt die 4G-Verfügbarkeit in ländlichen Regionen unter 80 Prozent. Die beste 4G-Abdeckung  bietet Sachsen-Anhalt mit 77,3 Prozent. Das Schlusslicht ist Rheinland-Pfalz mit 66,7 Prozent.

Das britische Unternehmen Opensignal hat einen neuen Bericht veröffentlicht. Die Studie vergleicht die LTE-Netzabdeckung auf dem Land in den 13 Flächenbundesländern. Deutschlandweit bieten die ländlichen Regionen durchschnittliche eine LTE-Verfügbarkeit von 73,5 Prozent, in den Städten sieht es mit 82,2 Prozent im Durchschnitt deutlich besser aus. Wie steht es um die 4G-Verfügbarkeit in den einzelnen Bundesländern? Laut der Analyse von Opensignal liegt in keinem Flächenbundesland die LTE-Netzabdeckung über 80 Prozent, wenn man nur die ländlichen Regionen betrachtet.

Die LTE-Netzabdeckung in den Bundesländern (Bildquelle: Opensignal)

Sachsen-Anhalt (77,3 Prozent), Niedersachsen (76,3 Prozent) und Thüringen (75,9 Prozent) sind die Top 3 bei der 4G-Verfügbarkeit. Die hinteren Plätze nehmen Rheinland-Pfalz (66,7 Prozent), das Saarland (66,9 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (69,4 Prozent) ein. Opensignal hat weiterhin die 4G-Versorgung  in 294 ländlichen Distrikten untersucht. Die beste LTE-Netzabdeckung bietet der Saale-Orla-Kreis mit 88,2 Prozent (Thüringen), besonders schlecht ist die 4G-Verfügbarkeit hingegen in Waldshut (Baden-Württemberg). Die schlechteste Versorgung in städtischen Gebieten hat Frankfurt an der Oder mit nur 47,5 Prozent.

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Opensignal hat für die Analyse Daten zwischen Januar bis März 2019 ausgewertet. Bei der Untersuchung wurde der Zeitanteil gemessen, in dem Internetnutzer mit 4G surfen können. Dabei unterscheidet man sich von den Werten der Bundesnetzagentur und der Netzbetreiber mit einer LTE-Netzabdeckung nach Bevölkerung als Messwert.

Viele ländliche Regionen ohne LTE

In Deutschland steht aktuell 5G im Fokus, doch laut der Analyse von Opensignal warten noch viele ländliche Regionen auf 4G. Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland müssen beim LTE-Ausbau in ländlichen Regionen nachlegen. Die Netzbetreiber haben sich bis Ende 2019 zwar verpflichtet, deutschlandweit eine LTE-Netzabdeckung von 98 Prozent zu bieten. Bei den Versorgungsverpflichtungen handelt es sich nur um eine Abdeckung nach Bevölkerung und nicht nach Fläche, so wird es weiter Funklöcher in Deutschland geben.

5G ist nach der Ansicht des britischen Unternehmens aktuell und auch in nächster Zeit kein Thema für die Menschen auf dem Land. Die deutschen Netzbetreiber werden zuerst Großstädte und Ballungsräume mit dem schnellen Mobilfunkstandard ausbauen. Nur Vodafone testet aktuell in wenigen ländlichen Gebieten mit dem 4G-Nachfolger als Festnetzersatz. Nutzer können hier den neuen GigaCube 5G nutzen.

(Bildquelle Beitragsbild: © Manuel Schönfeld – stock.adobe.com)  

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