Opensignal: Digitale Kluft zwischen Stadt und Land bei LTE

Opensignal hat eine neue Studie zur LTE-Netzabdeckung in Deutschland veröffentlicht. In der aktuellen Untersuchung vergleicht das britische Unternehmen die 4G-Abdeckung in Stadt und Land. Es zeigen sich bei LTE-Verfügbarkeit und Übertragungsrate deutliche Unterschiede zwischen den ländlichen Regionen und Großstädten. 

Das britische Unternehmen Opensignal veröffentlichte eine Studie zur 4G-Netzabdeckung in Deutschland. Im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. März 2019 wurden deutschlandweit zahlreiche Daten über die App des Beratungsunternehmens erfasst.  In der Analyse ging es um die Unterschiede bei der durchschnittlichen LTE-Abdeckung in Stadt und Land. Die Untersuchung zeigt bei Verfügbarkeit und Surfgeschwindigkeit deutliche Differenzen zwischen den ländlichen Regionen und Großstädten. Die LTE-Netzabdeckung auf dem Land beträgt 73,5 Prozent, während es in urbanen Regionen 82,2 Prozent sind.

Die fünf Regionen mit der besten Abdeckung (Bildquelle: OpenSignal)

Laut Opensignal gibt es ein besonders gute 4G-Verfügbarkeit in den Großstädten und den umliegenden Industriezentren. Die LTE-Netzabdeckung in einer Region ist umso besser, je näher die Region an einer Großstadt liegt. Besonders schlecht steht es um die 4G-Abdeckung im Schwarzwald und in den Bayrischen Alpen. Auf dem Land surfen die Nutzer dazu maximal mit 50 Mbit/s (800-MHz). Einen kleinen Seitenhieb kann sich Opensignal in Hinblick auf die schlechte Versorgung auf dem Land nicht verkneifen. So heißt es in der Studie: In ländlichen Regionen würde niemand auf 5G warten, man warte dort vielmehr auf 4G.

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Die Studie nennt auch die Städte/Regionen mit der besten und schlechtesten 4G-Verfügbarkeit. Hier gibt es einige Überraschungen. Die Top 3 bei der LTE-Netzabdeckung sind  Halle (90,2 Prozent), Fürth (89,2 Prozent) und Neumünster (89,1 Prozent). Die schlechteste Abdeckung gibt es in Frankfurt an der Oder (47,5 Prozent), Waldshut (48,3 Prozent) und Tuttlingen (52,2 Prozent). Es ist überraschend, dass gerade eine Stadt die schlechteste 4G-Abdeckung in Deutschland bietet.

Deutschland hinkt beim weltweiten Vergleich hinterher

Opensignal verweist auf eine weitere Studie, in welcher man die LTE-Verfügbarkeit weltweit verglichen hat. Schaut man sich den Bericht an, gibt es eine Vielzahl von Ländern, die den deutschen Mobilfunkmarkt hinter sich lassen. Hierzulande gab es Anfang 2019 eine LTE-Netzabdeckung von durchschnittlich 76,9 Prozent. Zahlreiche europäische Länder wie Tschechien (90,2 Prozent), Griechenland (83,2 Prozent) und Bulgarien (79,5 Prozent) liegen vor uns. Deutschland muss sich weiterhin Ländern wie Indien (90,9 Prozent), Peru (83,3 Prozent) und Kasachstan (81 Prozent) geschlagen geben.

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