Opensignal: Deutsche Nutzer surfen mit 3G trotz LTE-Netzabdeckung

Eine Studie von Opensignal zeigt. Deutsche Nutzer surfen häufig mit 3G, obwohl LTE am eigenen Wohnort ausgebaut ist. Zahlreiche Mobilfunkkunden  hierzulande haben keine 4G-Vertrag oder deaktivieren LTE auf ihrem Smartphone. Der Anteil an Nutzern, die nicht mit 4G surfen können, liegt nur bei 3 Prozent.

In den letzten Wochen haben mehrere Berichte für Aufsehen gesorgt, dass zahlreiche Mobilfunkkunden in Deutschland mit 3G statt LTE surfen. Opensignal ist den Zahlen von Bundesnetzagentur und VATM nachgegangen und die hat die Hintergründe für die 3G-Nutzung analysiert. Die Untersuchung zeigt dabei. 81,4 Prozent der Nutzer surfen mit 3G, obwohl LTE am eigenen Wohnort verfügbar ist. Diese Mobilfunkkunden haben entweder keinen 4G-Vertrag oder LTE auf dem Handy deaktiviert. Der Anteil ohne passendes Endgerät liegt laut Opensignal bei 15,6 Prozent. Nur 3 Prozent der Nutzer haben keinen Zugriff auf LTE. Die Daten stammen aus dem Zeitraum Juli bis September 2019. Zu den ausgewerten Daten macht Opensignal keine näheren Angaben.

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Nur 3 Prozent haben keinen Zugriff auf LTE (Bildquelle: Opensignal)

Doch was sind die Gründe für die vielen 3G-Nutzer in Deutschland? Nach Einschätzung des britischen Unternehmens nutzen zahlreiche Verbraucher ihr Handy nur für Telefonie und sind nicht an Datendiensten interessiert. Darauf deutet eine Statistik von Opensignal hin. Die Nutzer sind nur die Hälfte ihrer Zeit (48,9 Prozent) mit dem 3G-Netz verbunden, während sich 4G-Nutzer 88,3 Prozent der Zeit mit dem LTE-Netz verbinden.

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Laut Studie haben die 3G-Nutzer auch in Zukunft kein Interesse auf 4G umzusteigen, da für einen großen Nutzerkreis mobiles Surfen nur eine untergeordnete Rolle spielt. Für diese Mobilfunkkunden ist es laut Opensignal irrelevant, dass die durchschnittlichen Übertragungsraten mit 3G bei 8,6 Mbit/s liegen, während 4G-Nutzer im Durchschnitt mit 25,2 Mbit/s surfen.

3G bietet schlechte Nutzererfahrung

UMTS, HSDPA und HSPA sind veraltete Mobilfunktechnologien und bieten eine schlechte Nutzererfahrung, wie ein weiterer aktueller Netztest neben Opensignal zeigt. Connect hat in Zusammenarbeit mit Partner Umlaut Mobilfunkdiscounter getestet. Untersucht wurden Datenraten und Netzabdeckung. Jeder Discounter konnte maximal 500 Punkte erreichen. Besonders schlecht schnitten die Mobilfunkdiscounter mit 3G-Tarifen ab. So bekam 1&1 (288 Punkte) und Klarmobil (257 Punkte) im Vodafone-Netz nur die Note „ausreichend“.

Deutlich bessere Noten bekamen die Mobilfunkdiscounter im LTE-Netz. Beim Vergleichstest von Connect konnten besonders Discounter im 4G-Netz von o2 überzeugen.

(Bildquelle Beitragsbild: istockphoto.com, Nata-Lia)

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