Österreich startet Ende März mit 5G

In Österreich ist die erste 5G-Auktion gelaufen. Netzbetreiber und lokale Anbieter zahlen 188 Millionen Euro für das Frequenzspektrum. Die Regierung erzielt damit höhere Einnahmen als erwartet. 2020 folgt eine weitere Auktion. T-Mobile Austria startet Ende März mit dem 4G-Nachfolger in ersten Regionen.

Die erste 5G-Auktion ist in Österreich über die Bühne gelaufen. 188 Millionen Euro fließen in die Staatskasse, wie die Regulierungsbehörde RTR meldet. Die Regierung freut sich über höhere Einnahmen als erwartet, man hatte mit einem Erlös von 50 Millionen Euro gerechnet. An der Versteigerung nahmen die drei österreichischen Netzbetreiber T-Mobile Austria, Hutchison und Drei teil. Weiterhin ersteigerten vier lokale Anbieter Frequenzspektrum.

5G
In Österreich ist die 5G-Auktion vorbei (Bildquelle: © iaremenko – stock.adobe.com)

Nach der 5G-Auktion betonte das Wirtschaftsministerium, bei der Auktion ging es nicht so sehr um Erlösmaximierung für den Staat, sondern um einen schnellen Ausbau durch sinnvolle Auflagen. Die drei österreichischen Netzbetreiber müssen bis Ende 2020 insgesamt 1000 Sendeanlagen des 4G-Nachfolgers errichten, bis Ende 2022 schreiben die Auflagen insgesamt 3000 Sendeanlagen vor. Bei der Versteigerung im März ging es um die Versorgung der Landeshauptstädte, eine weitere Auktion folgt im Jahr 2020. Dann werden die Frequenzen für eine landesweite Netzabdeckung versteigert.

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T-Mobile Austria hat angekündigt bereits Ende März (nach Frequenzzuteilung) mit 5G zu starten. Der Netzbetreiber wird 25 Mobilfunkstationen vor allem in ländlichen Regionen errichten. Erste Kunden bekommen von T-Mobile einen 5G-Router (friendly customers test) zur Verfügung gestellt.

5G-Auktionen in ersten Ländern gelaufen

In den ersten europäischen Ländern sind die Frequenzauktionen für den 4G-Nachfolger gelaufen. Die Einnahmen aus der Versteigerung fielen ganz unterschiedlich aus: Italien (6,6 Mrd. Euro), Großbritannien (1,6 Mrd. Euro), Schweiz (335 Millionen Euro) und Österreich (188 Millionen Euro). Die teure Auktion in Italien ist durchaus überraschend. Die Regierung hatte mit Einnahmen von 2,5 Mrd. Euro (Prognose) gerechnet.

In Deutschland startet die 5G-Auktion am 19. März 2019, sofern die Versteigerung nicht verlegt wird. Deutsche Telekom, Vodafone und o2 haben gegen die Auflagen per Eilantrag geklagt und wollen die Versteigerung verschieben. TK-Experte Thorsten Gerpott hält eine Verschiebung für unwahrscheinlich. Die Bundesregierung rechnet mit Einnahmen von 5 Mrd. Euro aus der Versteigerung.

(Bildquelle Beitragsbild: © iaremenko – stock.adobe.com)

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