Netzausbau: Telekom, Vodafone und o2 kooperieren

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Beim Netzausbau haben Telekom, Vodafone und o2 eine Kooperation angekündigt. Die Netzbetreiber wollen bis zu 6000 neue Standorte gemeinsam aufbauen. Auf diese Weise lassen sich Funklöcher schließen und unrentable Regionen mit schnellem Mobilfunk ausbauen. 1&1 Drillisch wurde eingeladen sich zu beteiligen.

Deutsche Telekom, Vodafone und o2 haben eine Kooperation beim Netzausbau angekündigt. Gemeinsam wollen die Netzbetreiber bis zu 6000 neue Standorte errichten. Die Errichtung von neuen Sendestationen soll zu gleichen Teilen erfolgen. Jeder Anbieter muss so bis zu 2000 Mobilfunkmasten errichten, eine gemeinsame Nutzung wird an den Standorten möglich sein. Die Netzbetreiber haben 1&1 Drillisch eingeladen, sich an der Kooperation zum Netzausbau zu beteiligen.

Netzausbau
Netzbetreiber wollen Funklöcher auf dem Land schließen (Bildquelle: istockphoto.com, pixdeluxe)

Die Deutsche Telekom hebt in einer Pressemittelung zur Zusammenarbeit hervor, dass sich auf diese Weise weitere Funklöcher schließen und Verkehrswege ausbauen lassen. Die Kooperation ermöglicht es, unrentable Regionen mit schnellem Mobilfunk auszubauen. Die Zusammenarbeit der drei Anbieter ist auch eine Reaktion auf die strengen 5G-Auflagen der Bundesnetzagentur. Um die Versorgungsauflagen beim Netzausbau zu erfüllen, sind laut Telekom Mrd.-Investitionen notwendig. Die teure 5G-Auktion (6,5 Mrd. Euro) erleichtert Investitionen auch nicht, wodurch diese Kooperation notwendig wurde, um Kosten zu sparen. Weiterhin beklagt die Telekom in ihrer Pressemitteilung die langen Genehmigungsverfahren und Bürgerinitiativen in Deutschland.

Netzbetreiber müssen Auflagen beim Netzausbau 2019 erfüllen

Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland wollen spätestens bis zum Frühjahr 2020 weitere Details zur Zusammenarbeit bekannt geben. Bis dahin zeigt sich, ob sich 1&1 Drillisch sich an der Kooperation beteiligt. Bis Ende des Jahres hat die Umsetzung der Auflage aus der Auktion 2015 Priorität für die Netzbetreiber. Die Mobilfunkanbieter haben sich verpflichtet, bis zum 01.01.2020 eine LTE-Netzabdeckung von 98 Prozent nach Bevölkerung zu bieten. Weiterhin müssen sie Autobahnen und Bahnstrecken mit schnellem Mobilfunk ausbauen.

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Die Telekom hat Versorgungsauflagen für Ende 2019 so gut wie erfüllt. Vodafone dürfte die Auflagen bis Ende des Jahres erreichen. Bei Telefónica Deutschland haben Experten  immer wieder Zweifel geäußert, ob o2 die Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur alle erfüllen kann. Zwar treibt der Netzbetreiber den Netzausbau seit der abgeschlossenen Integration Ende 2018 intensiv vor. Telefónica Deutschland hat für dieses Jahr 10.000 LTE-Aufrüstungen angekündigt. Diese Bemühungen reichen mitunter nicht aus, um alle Auflage bis Ende 2019 zu erfüllen.  

(Bildquelle Beitragsbild: © Manuel Schönfeld – stock.adobe.com)

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