Netzausbau: o2 kündigt Rekordinvestitionen an

Der Netzbetreiber o2 hat seine Zahlen für das erste Quartal 2020 vorgelegt. Mit dem Ergebnis zeigt sich Telefónica Deutschland zufrieden, der Konzern konnte 227.000 Vertragskunden in den ersten drei Monaten gewinnen. CEO Haas kündigte eine Netzausbauinitiative bis zum Jahr 2022 mit Rekordinvestitionen an.

Telefónica Deutschland hat seine Quartalszahlen für Q1/2020 präsentiert. Über die Entwicklung in den ersten drei Monaten zeigt man sich bei o2 erfreut. Der Netzbetreiber vermeldet in seiner Pressemitteilung einen Zugewinn von 227.000 Vertragskunden, davon handelt es sich um 39.000 SIM-Karten in Maschinen. Unterm Strich kamen 188.000 Verbraucher hinzu. Ende März 2020 hatte Telefónica Deutschland 42,4 Millionen menschliche Kunden. Der Postpaid-Anteil lag bei 52,1 Prozent.

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o2 konnte in Q1/2020 zahlreiche Vertragskunden gewinnen (Bildquelle: © Goffkein – stock.adobe.com)

Die Coronakrise wirkte sich nicht negativ auf das Geschäft von Telefónica Deutschland aus. Es liegt auch daran, dass die Regierung erst Mitte März Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise getroffen hat. Erste Zahlen deuten vielmehr darauf hin, dass die Netzbetreiber von der Coronakrise profitieren. Mit zunehmender sozialer Distanzierung konnte o2 einen Anstieg der vertelefonierten Minuten beobachten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stiegen die Gesprächsminuten um 20 Prozent auf 31,1 Mrd. Minuten.

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Weiterhin vermeldet Telefónica Deutschland ein höheres Interesse der Kunden nach LTE-Tarifen mit größeren Datenvolumen. Viele Verbraucher sind in den ersten drei Monaten auf höherwertige Tarife umgestiegen. Die Entwicklung schlägt sich im mobilen Datenverbrauch wider. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Datenverbrauch um 63 Prozent und betrug 314.000 Terabyte. Das Geschäft mit Hardware verlief bei o2 in Q1/2020 dazu vielversprechend und rundete ein erfolgreiches Quartal ab. Der Netzbetreiber hat die Entwicklungen der Coronakrise auf das laufende Geschäft im Blick.

Telefónica Deutschland investiert 4 Mrd. Euro bis 2022

Bei der Präsentation der Quartalszahlen kündigt o2-Chef Markus Haas laut dem Handelsblatt Rekordinvestitionen beim Netzausbau an. Bis zum Jahr 2022 plant der Netzbetreiber mit 4 Mrd. Euro. Bis Ende des Jahres sollen die Ausbaulücken im LTE-Netz geschlossen werden. Die Bundesnetzagentur hatte zuletzt bemängelt, dass keiner der Netzbetreiber die Auflagen aus der Auktion 2015 erfüllen konnte. Telefónica Deutschland hat die Ziele besonders deutlich verfehlt. Die Regulierungsbehörde hatte den Netzbetreibern darauf eine neue Frist bis Ende 2020 gesetzt und bei Nichterfüllung mit hohen Geldstrafen gedroht.

Hohe Geldstrafen möchte o2 vermeiden. Wichtiger dürfte es für den Netzbetreiber sein, bei der LTE-Verfügbarkeit mit Deutscher Telekom und Vodafone gleichzuziehen. Die Zahlen der Bundesnetzagentur verdeutlichen, dass der Netzbetreiber bei der 4G-Netzabdeckung in vielen Bundesländern hinter den Konkurrenten liegt.

(Bildquelle Beitragsbild: Telefónica Deutschland)   

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