Mobilfunk: Vodafone startet mit bis zu 1 Gbit/s (4.5G)

Vodafone ist mit bis zu 1 Gbit/s (4.5G) in Berlin und Düsseldorf gestartet. In Kürze sollen mit Hannover und Hamburg weitere Städte folgen. Der Netzbetreiber hat Standorte mit hohem Datenaufkommen mit der Gigabit-Geschwindigkeit ausgebaut. Das erste Smartphone, welches bis zu 1 Gbit/s unterstützt, wird laut Hannes Ametsreiter in Kürze folgen.

Im Mai 2017 startete Vodafone mit bis zu 500 Mbit/s, kurz darauf folgten weitere Städte. Nun zündet der Konzern bei der mobilen Geschwindigkeit die nächste Stufe. In Berlin und Düsseldorf bietet das Mobilfunknetz seit dem 15. Oktober 2017 bis zu 1 Gbit/s. Der Netzbetreiber hat Standorte mit hohem Datenaufkommen ausgebaut. Hierzu gehören im Regelfall die Innenstädte, Bahnhöfe und Flughäfen. Bald können dazu Kunden des Anbieters auch in Hannover und Hamburg mit bis zu 1 Gbit/s surfen. Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter hat angekündigt, das erste Gigabit-Smartphone folgt in Kürze. Aktuell bietet der Düsseldorfer Netzbetreiber seinen Kunden noch kein Gerät an, welches diese hohen Übertragungsraten unterstützt.

Vodafone-4.5G
In Düsseldorf und Berlin sind nun bis zu 1 Gbit/s möglich (Bildquelle: Vodafone

Vodafone erreicht die mobile Geschwindigkeit von bis zu 1 Gbit/s durch Bündelung von mehreren LTE-Frequenzbändern. Durch eine spezielle Ausrichtung der Antennen an den Basisstationen können die 4G-Frequenzen für die doppelte Übertragungsrate genutzt werden. Die 256 QAM Signalübertragung erhöht die Geschwindigkeit zusätzlich. Vodafone ist damit der erste Netzbetreiber mit Gigabit-Geschwindigkeit in Deutschland. Die Telekom betreibt seit wenigen Tagen vier Funkzellen mit bis zu 2 Gbit/s an drei Standorten in Berlin. Hier handelt es sich eher um ein 5G-Testnetz. Bisher gibt es noch an Hardware für den 4G-Nachfolger.

Telefónica Deutschland nimmt nicht am LTE-Wettrüsten teil

Telekom (bis zu 500 Mbit/s) und Vodafone (bis zu 1 Gbit/s) haben zuletzt ihre Übertragungsraten im Mobilfunk gesteigert. Der Netzbetreiber o2 wird hier nicht mitziehen, wie Golem.de berichtete. Auf der IFA 2017 in Berlin kündigte CEO Markus Haas an, Telefónica Deutschland werde am LTE-Wettrüsten nicht teilnehmen. Aktuell braucht niemand hierzulande Übertragungsraten jenseits von bis zu 225 Mbit/s. Diese Surfgeschwindigkeiten sind in einzelnen Städten aktuell bei o2 möglich. Der Netzbetreiber konzentriert sich vielmehr auf die Netzzusammenlegung. Die Netzintegration soll bis Ende 2017 weitgehend abgeschlossen sein. Am Ende erwartet die Kunden laut Haas ein „Supernetz.“

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