Mobilfunk: Prepaid günstiger als Laufzeitverträge

Prepaid Tarife sind auf lange Sicht günstiger als Laufzeitverträge. Dies geht aus einem aktuellen Tarifvergleich des Magazins c´t hervor. Mit Prepaid sei man dazu flexibler und könne leichter auf Änderungen auf dem Mobilfunkmarkt reagieren. Auch subventionierte Smartphones seinen mehr kein Argument für eine Vertrag über 24 Monate.

Prepaid Tarife sind langfristig günstiger als Laufzeitverträge. Viele Mobilfunkkunden würden diese Aussage sicherlich unterschreiben. Nun hat das Magazin c´t  diese These in einem aktuellen Tarifvergleich bestätigt. Prepaid sei dazu nicht nur günstiger, Kunden wären dazu flexibler und könnten ganz leicht auf Veränderungen am Markt reagieren. Bei Verträgen ohne Vertrag sind mittlerweile Preise von 9 Cent pro Minute und SMS üblich. Der harte Wettbewerb zwischen den Discountern macht es möglich. Neben günstigen Minutenpreisen gibt es häufig attraktive Kontingente im Prepaid Bereich. So erhält man zum Beispiel Pakete mit 100 Minuten und SMS inklusive einem Datenvolumen zu einem moderaten Preis.

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Die Prepaid Tarife CallYa bieten bis zu 225 Mbit/s (Bildquelle: Vodafone)

Dazu bieten viele Mobilfunkdiscounter auch bei Verträgen ohne Laufzeit den Zugang zu LTE. Hier surft man dann häufig nur mit bis zu 50 Mbit/s, dies dürfte jedoch den meisten Nutzern ausreichen. Eine Ausnahme bietet der Netzbetreiber Vodafone mit CallYa. Bei diesem Prepaid Angebot sind Übertragungsraten von bis zu 225 Mbit/s möglich. Auch der Hinweis, dass es bei Verträgen mit einer Laufzeit von 24 Monaten subventionierte Hardware gebe, lässt c`t nicht gelten. Diese Zeiten sind tatsächlich vorbei. Wer sich heute für einen Laufzeitvertrag mit Hardware entscheidet, zahlt einen Aufschlag von bis zu 20 Euro pro Monat. Wer sich hingegen einen Prepaid Vertrag wählt und das gleiche Handy im Handel erwirbt, kommt im Regelfall günstiger weg. Hier lohnt es sich durchaus etwas zu warten, denn die Preise für Hardware fallen heute schnell.

Strategie gegen Prepaid: Mehr LTE-Speed

Das Magazin c`t zeigt hier durchaus eine interessante Entwicklung auf. Doch wie sieht die Strategie der Netzbetreiber gegen Prepaid und Mobilfunkdiscounter aus? Die Deutsche Telekom und Vodafone setzen bei ihren LTE-Tarifen auf immer höhere Übertragungsraten. Diesen Trend beobachtet das Infoportal 4G.de bereits länger. Vodafone hatte im letzten Monat alle seine Tarife für LTE Advanced geöffnet. Bei der Telekom surft man bei Magenta Mobil schon im günstigsten Tarife mit LTE Cat-4 (bis zu 150 Mbit/s).

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Auf diese Weise will man den günstigeren Prepaid Angebot (mit bis zu 50 Mbit/s) der Konkurrenz begegnen. Die aktuelle Strategie geht noch nicht voll auf. Bisher benötigen viele Kunden keine so hohen Übertragungsraten zum mobilen Surfen. Dazu hat nicht jeder Nutzer ein Smartphone, welches LTE Cat-4 oder LTE Advanced unterstützt. Zuletzt haben dazu die Deutsche Telekom, Vodafone und im Mai auch o2 die Datenvolumen bei den Laufzeitverträgen angehoben. Auch auf diese Weise möchte man die Verträge mit einer Laufzeit von 24 Monaten attraktiver machen.

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Jan Wege
Mitgründer und Redakteur bei 4G.de. Absoluter Hardware-Nerd...
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