Mobilfunk: Bitkom zeigt Problemgebiete auf interaktiver Karte

Der Bitkom hat eine interaktive Karte veröffentlicht. Die Karte zeigt 1200 Standorte, wo es beim Ausbau mit Mobilfunk seit längerer Zeit nicht vorangeht. Die Probleme sind lange Genehmigungsverfahren, fehlende Standorte oder Proteste von Bürgern. Hier wollen Netzbetreiber Funklöcher schließen, können es aber nicht.

Der Bitkom hat diese Tage eine interaktive Netzkarte veröffentlicht. Auf der Karte sind 1200 Problemstandorte in ganz Deutschland aufgeführt. Die Informationen kommen von Telekom, Vodafone und o2. Die Aufstellung einer Mobilfunkantenne dauert in Deutschland mindestens zwei Jahre, andere Länder sind hier deutlich schneller. In einigen Städten und Gemeinden gestaltet sich der Ausbau im Mobilfunk besonders problematisch. Diese Problemstandorte lassen sich auf der interaktiven Karte einsehen.

Bitkom
Besonders viele Problemgebiete in Süddeutschland (Bildquelle: Bitkom)

Der Bitkom klassifiziert die 1200 Standorte wie folgt: In 537 Fällen fehlt es an passenden Grundstücken oder Gebäuden, um eine Sendeanlage zu installieren. In 374 Fällen verzögern langwierige Genehmigungsverfahren den Ausbau. Hier spielen im Regelfall Bestimmungen im Baurecht, bei Natur- oder Denkmalschutz eine Rolle. Bei 285 Fällen sind schleppende Standortabstimmungen das Problem. 71 Probleme fallen laut der Statistik unter sonstige Gründe. Diese 1200 Standorte wollen Telekom, Vodafone oder Telefónica Deutschland laut Bitkom mit Mobilfunk versorgen, die Netzbetreiber kämpfen hier gegen verschiedene Widerstände an.

Bitkom: Bayern und Baden-Württemberg mit vielen Problemgebieten

Die interaktive Bitkom Karte verdeutlich es: Die meisten Problemgebiete befinden sich in Bayern und Baden-Württemberg. Auch die Region um Frankfurt am Main gestaltet sich der Netzausbau mitunter schwierig. Allgemein scheinen Deutsche Telekom, Vodafone und o2 beim Ausbau im Mobilfunk in Süddeutschland mehr Schwierigkeiten als in Norddeutschland zu haben. Eine echte Problemregion befindet sich in München und rund um die bayrische Landeshauptstadt. Dort dauern einzelne Standortsuchen oder Genehmigungsverfahren bereits mehr als drei Jahre. Wann diese Funklöcher geschlossen werden, steht in den Sternen.

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Der Bitkom will mit der interaktiven Karte dazu beitragen, einen Teil dieser Funklöcher in Deutschland zu schließen. Benutzer können einzelne Standorte aufrufen, Feedback geben und im Idealfall einen Standort anbieten. Der Verband ruft zu einem Bürokratieabbau auf, nur so kann der Ausbau im Mobilfunk schneller vorangehen. Es ist weiterhin notwendig, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die emotionalen und aufgeregten Diskussionen in den Gemeinden müssen versachlicht werden.

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