Mobilfunk 2018: Der 4G.de Jahresrückblick (Januar bis Juni)

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Das Infoportal 4G.de lässt das Mobilfunk-Jahr 2018 ausführlich in zwei Teilen Revue passieren. Im ersten Teil schauen wir uns die Ereignisse von Januar bis Juni 2018 an. Was waren die Highlights? Wie haben sich die 4G-Tarife entwickelt, was tat sich beim LTE-Ausbau und welche Hardware kam auf den Markt? Erfahren Sie alles Wichtige zum Mobilfunk in der ersten Jahreshälfte 2018.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Zeit der Jahresrückblicke hat begonnen. Das Infoportal 4G.de blickt in zwei Teilen auf das Mobilfunk-Jahr 2018 zurück. Im ersten Teil werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Ereignisse (LTE-Tarife, 4G-Ausbau, Hardware) von Januar bis Juni 2018. Denken Sie an die erste Jahreshälfte, fällt Ihnen die unlimitierten Datenflats und die Diskussion über Funklöcher ein.

Mobilfunk, Funkloch
2018 wurde intensiv über Funklöcher diskutiert (Bildquelle: istockphoto.com, Yuri Arcurs)

Doch dies waren nur einige Ereignisse in der ersten Jahreshälfte. Erfahren sie alles Wichtig von Januar bis Juni 2018 in unserem großen Jahresrückblick.

5G auf der CES im Mittelpunkt, OpenSignal Studie, MagentaMobil XL

Die CES in Las Vegas im Januar 2018 war die erste große Messe des neuen Jahres. Auf der Consumer Electronic Show stand 5G im Mittelpunkt. Die Mobilfunktechnologie der fünften Generation sollte eines der bestimmenden Themen 2018 werden. Die Bundesnetzagentur stellte erste Weichen für die 5G-Auktion und legte die Regeln für die Versteigerung fest. Vodafone startete Ende des Monats in Hannover und Hamburg mit bis zu 1 Gbit/s, in 30 Städten bot der Netzbetreiber zu diesem Zeitpunkt eine Übertragungsrate von bis zu 500 Mbit/s. Für Februar kündigte der Netzbetreiber die Aktion GigaBoost an, Mobilfunk-Kunden erhielten ein Datengeschenk von 100 GB. Das erste Mal profitierten auch Prepaid-Kunden von der Aktion.

Mobilfunk, 5G CES
Auf der CES stand 5G im Mittelpunkt (Bildquelle: CES)

Im Februar 2018 kündigte die Bundesnetzagentur an, man wolle unter bestimmten Umständen National Roaming erlauben. Die Netzbetreiber könnten in ländlichen Regionen freiwillig kooperieren. Zugleich sprach sich die Regulierungsbehörde gegen ein verpflichtendes National Roaming aus. OpenSignal veröffentlichte im Februar eine Studie zu Übertragungsraten und LTE-Verfügbarkeit in vielen Ländern. Laut der Untersuchung hinkt Deutschland bei 4G im europaweiten Vergleich hinterher und ist im Mobilfunk ein Entwicklungsland. Die Studie von OpenSignal trug maßgeblich dazu bei, dass in Deutschland über Funklöcher und die LTE-Netzabdeckung diskutiert wurde. National Roaming und die Schließung von Funklöchern waren zwei bestimmende Themen des Jahres 2018. Ende Februar wurde das Samsung Galaxy S9 und S9+ mit LTE Cat-18 vorgestellt.

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Der März 2018 brachte einige Neuigkeiten bei den 4G-Tarifen. Zu Beginn des Monats ermöglichte die Telekom Congstar und weiteren Discountern den Zugang zum LTE-Netz. Gegen die Buchung einer Highspeed-Option (5 Euro pro Monat) surfen Kunden mit bis zu 50 Mbit/s. Im März durften die Discounter nicht offen für 4G im Telekom-Netz werben. Bei der Bewerbung war die Rede von einer Highspeed-Option und bis zu 50 Mbit/s. Die Telekom sorgte mit der Einführung von Magenta Mobil XL für viel Aufsehen. Für 79,95 Euro pro Monat gab es das erste Mal eine unlimitierte Datenflat im Mobilfunk. Im März wurde bekannt, dass die Telekom am 31. Januar 2018 per Eilbescheid gegen Bescheid der Bundesnetzagentur zu StreamOn geklagt hat. Das Huawei P20 Pro war das Hardware-Highlight im März.

Kampf gegen Funklöcher im Mobilfunk, RED XL unlimited, 5G Standardisierung

Im April 2018 sagte Digitalminister Andreas Scheuer den Funklöchern in Deutschland den Kampf an. Der Zustand im Mobilfunk sei „für eine Wirtschaftsnation“ untragbar. Zugleich kündigte der Minister einen Funklochmelder an. Weiterhin wurde bekannt, dass Scheuer einen Mobilfunkgipfel plane. Vodafone reagierte auf die Deutsche Telekom und gewährte seiner Tochter otelo einen Zugang zum LTE-Netz. Dazu steigerte der Netzbetreiber bei seinen LTE-Tarifen die Übertragungsrate im Upload auf bis zu 100 Mbit/s. Die Deutsche Telekom kündigte Ende des Monats einen neuen Hybrid-Router an, der noch 2018 auf den Markt kommen sollte. Das Gerät soll von Huawei kommen und eine Übertragungsrate von bis zu 500 Mbit/s bieten.

Mobilfunk, Andreas Scheuer
Minister Scheuer sagte de Funklöchern den Kampf an. (Bildquelle: Andreas Scheuer)

Anfang Mai 2018 startete die Telekom an zwei Standorten in Berlin mit 5G. Vodafone führte RED XL unlimited ein. Der Tarif mit unlimitierter Datenflat kostet 79,99 Euro pro Monat, damit reagierte der Netzbetreiber auf Magenta Mobil XL der Deutschen Telekom. Zugleich stellte Vodafone den Tarif GigaCube Max als DSL-Ersatz vor. Zur Einführung bot der Tarif 200 GB Datenvolumen, diese Aktion galt bis August. Die Bundesnetzagentur kündigte an, die Versteigerung der 5G-Frequenzen soll nun im ersten Quartal 2019 erfolgen. Ursprünglich sollte die Auktion im Jahr 2018 stattfinden, doch ein anhaltender Streit der Behörde mit dem Verkehrsministerium über die 5G-Auflagen machte diesen Termin unmöglich. Experten kritisierten die verschobene Auktion, Deutschland würde damit wertvolle Zeit bei der Digitalisierung verlieren. Das Hardware-Highlight im Mai war das OnePlus 6.

Anfang Juni 2018 veröffentlichte OpenSignal eine weitere Mobilfunk-Studie. Die Analyse befasste sich im Detail mit den Übertragungsraten und der LTE-Netzabdeckung der drei deutschen Netzbetreiber. Die Untersuchung zeigte: Die Telekom bietet eine deutlich bessere 4G-Abdeckung und mobile Geschwindigkeit als Vodafone und Telefónica Deutschland. Die Bundesnetzagentur bemängelte Vodafone Pass, damit beanstandete die Regulierungsbehörde nach StreamOn ein weiteres Zero Rating Angebot. Im Juni gab die 3GPP bekannt, dass die Standardisierung für 5G abgeschlossen sei. Der Weg für die nächste Mobilfunktechnologie ist damit frei. Ende des Monats vermeldet Telefónica Deutschland, die Netzintegration befinde sich auf der Zielgeraden und sei Ende 2018 planmäßig abgeschlossen.

Fazit 4G.de: Die erste Jahreshälfte 2018 im Mobilfunk

Auf der CES 2018 in Las Vegas stand 5G im Mittelpunkt. In diesem Jahr wurde (nicht nur in der ersten Jahreshälfte) intensiv für die Mobilfunktechnologie der fünften Generation diskutiert. Die Diskussion über Digitalisierung und Netzabdeckung verschärfte sich nach der OpenSignal Studie. Die Analyse verdeutlichte, Deutschland droht im europaweiten Vergleich beim Mobilfunk den Anschluss zu verlieren. Digitalminister Andreas Scheuer kündigte den Funklöchern den Kampf an und lud zum Gipfel im Juli ein. Markante Entwicklungen bei den 4G-Tarifen waren die unlimitierten Flats von Telekom und Vodafone. Ebenso bekamen Anbieter wie Congstar und Klarmobil nach langer Zeit einen Zugang zu LTE im D-Netz.

Die wichtigsten Ereignisse im Mobilfunk zwischen Juli bis Dezember 2018 können Sie in Teil 2 nachlesen.

(Bildquelle Beitragsbild: © Manuel Schönfeld – stock.adobe.com)

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