Mobilfunk 2018: Der 4G.de Jahresrückblick (Juli bis Dezember)

Das Infoportal 4G.de blickt auf das Mobilfunk-Jahr 2018 zurück. In unserem zweiten Teil schauen wir uns die Ereignisse von Juli bis Dezember 2018 an. Was waren die Highlights? Wie haben sich die 4G-Tarife entwickelt und wie ging es beim LTE-Ausbau voran? Lesen Sie alles Wichtige zum Mobilfunk in der zweiten Jahreshälfte 2018.

Ende des Jahres stehen wieder Jahresrückblicke im Mittelpunkt. Das Infoportal 4G.de blickt in zwei Teilen auf das Mobilfunk-Jahr 2018 zurück. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf die Highlights (LTE-Tarife, 4G-Ausbau, Hardware) von Juli bis Dezember 2018. Denken Sie an die zweite Jahreshälfte fallen Ihnen sicherlich der Mobilfunk-Gipfel, die Präsentation der iPhone-Modelle und das Urteil gegen StreamOn ein?

Mobilfunk, Samsung
Samsung präsentiert im November ein faltbares Display (Bildquelle: Samsung)

Doch dies waren nur einige Ereignisse im Mobilfunk in der zweiten Jahreshälfte. Erfahren Sie alles Wichtig von Juli bis Dezember 2018 in unserem großen Jahresrückblick.

Mobilfunk-Gipfel, o2 Free unlimited, iPhone Xs und Xs Max

Im Juli 2018 lud Verkehrsminister Andreas Scheuer zum Mobilfunk-Gipfel. Der Minister kündigte an, mit Vertretern der Bundesländer und den Netzbetreibern über die Schließung von Funklöchern zu beraten. Beim Gipfel machten Telekom, Vodafone und o2 weitgehende Zusagen beim Netzausbau. So kündigte man eine LTE-Versorgung (nach Bevölkerung) von 99 Prozent bis zu 31.12.2020 an und sagte die Schließung von Weißen Flecken zu. Die Zusagen der Netzbetreiber sind jedoch freiwillig und keine Verpflichtung. Vodafone und o2 gaben Zahlen zum LTE-Ausbau bekannt. Der Düsseldorfer Netzbetreiber hatte in einen Monat 225 Standorte errichtet, Telefónica Deutschland sprach von mehr als 3000 LTE-Basisstationen im Jahr 2018.

Mobilfunk, Scheuer
Der Mobilfunk-Gipfel in Berlin im Juli. (Bildquelle: flickr/BMVI)

Im August 2018 wurde das Samsung Galaxy Note 9 mit LTE Cat-18 vorgestellt. Die Bundesnetzagentur erteilte einer Verpflichtung zu National Roaming eine Absage, eine solche Forderung war in den letzten Monaten immer wieder von der Politik zu hören. Telefónica Deutschland kündigte o2 Free unlimited für 59,99 Euro monatlich an und führte somit als letzter Netzbetreiber eine unlimitierte Datenflat im Mobilfunk ein. Die Deutsche Telekom startete mit StreamOn Gaming bei allen Young-Tarifen. Kunden können bestimmte Online Games ohne Verbrauch von Datenvolumen spielen. Ende des Monats wurde discoSurf eingestellt, Anfang August läutete Drillisch das Ende von BigSIM ein.

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Im September 2018 fand wie üblich die IFA 2018 statt, die Telekom nutzte die Messe, um neue Magenta Mobil Tarife vorzustellen. Apple präsentierte das iPhone Xs, Xs Max und Xr. Der Verkaufsstart des bunten und günstigen Xr war erst im Oktober 2018. Seit Monaten kamen immer wieder neue Forderungen und Wünsche aus der Politik für die 5G-Auflagen. Einzelne Politiker forderten die Auktion des 4G-Nachfolgers auszusetzen, bis eine EU-Verordnung zu National Roaming im Mobilfunk umgesetzt sei. Die Bundesnetzagentur erteilte solchen Forderungen eine Absage und kündigte eine baldige Entscheidung über die 5G-Auflagen an.

Drillisch stellt Marken ein, StreamOn rechtswidrig, Telekom überprüft Zulieferer

Anfang Oktober 2018 kündigte Drillisch das Ende von vier weiteren Marken an. Der Reseller wird sich in Zukunft auf 10 Marken konzentrieren und so sein Portfolio schärfen. Discounter wie Congstar und Klarmobil begannen in den letzten Wochen offen mit 4G im Telekom-Netz zu werben. Bei den Tarifen war nun von LTE 50 die Rede und die Werbung für die Mobilfunktechnologie der vierten Generation wurde immer offensiver. Ende Oktober legte OpenSignal eine neue Studie zum Mobilfunk in Deutschland vor. Im Vergleich zur Studie im Juni gab die Analyse keine wirklichen neuen Erkenntnisse. Die Telekom erzielt erneut ein deutlich besseres Ergebnis im Test als Vodafone und o2. Das Hardware-Highlight im Oktober war das Pixel 3 und das iPad Pro 2018.

Mobilfunk, Telekom, Huawei
Verzichtet die Telekom auf eine Zusammenarbeit mit Huawei? (Bildquelle: Deutsche Telekom)

Der November 2018 war ein besonders ereignisreicher Monat. Vodafone nahm den ersten 5G-Sendemast in Betrieb, o2 zog eine weitere Bilanz beim LTE-Ausbau und meldete 5000 neue LTE-Basisstationen 2018. Die Bundesnetzagentur startete mit der Funkloch-App und veröffentlichte die 5G-Auflagen in der endgültigen Fassung. Auf seiner Entwicklerkonferenz sorgte Samsung mit einem faltbaren Display für Aufsehen, ein faltbares Smartphone mit dem Namen Galaxy F könnten wir im März 2019 sehen. Nach langer Wartezeit verkündete das Verwaltungsgericht Köln sein Urteil zu StreamOn der Telekom, das Gericht bestätigte die Position der Bundesnetzagentur. Die Bundesnetzagentur forderte die Telekom daraufhin auf, das Zero Rating Angebot schnell anzupassen.

Auch im Dezember 2018 stellte die Telekom wieder neue Partner bei StreamOn vor. Der Netzbetreiber verhandelt aktuell mit der Bundesnetzagentur und möchte das Zero Rating Angebot in der aktuellen Form auf jeden Fall erhalten. Auch Ende des Jahres ging die intensive Diskussion um 5G weiter. Die Bundesnetzagentur warnte die Politik vor einer kurzfristigen Änderung des TKG und verpflichtendem National Roaming. Ein solches Roaming wäre für die Netzbetreiber technisch sehr aufwendig und schwer umsetzbar. Die Diskussion rund um die Spionage-Vorwürfe von Huawei erreicht nun auch die deutschen Netzbetreiber. Die Deutsche Telekom gab an, die Sicherheitsdiskussion im Mobilfunk sehr ernst zu nehmen und seine Zulieferer zu überprüfen.

Fazit 4G.de: Die zweite Jahreshälfte 2018 im Mobilfunk

Auch die zweite Jahreshälfte 2018 war ähnlich ereignisreich wie die Monate von Januar bis Juli (Zum ersten Teil des Jahresrückblicks). Im Juli fand der angekündigte Mobilfunk-Gipfel statt. Die Netzbetreiber machten den Minister daraufhin weitgehenden Zusagen beim LTE-Ausbau, im Gegenzug erwartete man jedoch investitionsfreundliche 5G-Auflagen. Die Gefahr ist groß, dass Telekom, Vodafone und o2 ihre Zusagen zurückziehen. Besonders in der zweiten Jahreshälfte kamen aus der Politik immer wieder neue Forderungen an die 5G-Auflagen. Die Bundesnetzagentur gab diesen Forderungen teilweise nach und verschärfte die Versorgungsverpflichtungen. Ein besonderes markantes Ereignis in der zweiten Jahreshälfte war das Urteil gegen StreamOn.

Im kommenden Jahr wird uns 5G weiterhin beschäftigten. Im ersten Quartal 2019 steht die Frequenzversteigerung an und man darf gespannt sein, wie hoch die Erlöse bei der Auktion sind. Die Politik hofft auf Einnahmen zwischen 10 bis 12 Mrd. Euro. Im kommenden Jahr dürfte dazu endgültig die Frage geklärt werden, ob StreamOn und Vodafone Pass in ihrer aktuellen Form rechtswidrig sind. Das Ende des langen Rechtsstreits ist auch im Interesse der Kunden. 2019 sehen wir dazu die ersten faltbaren Smartphones und 5G-Handys.

(Bildquelle: istockphoto.com, Jens Tandler)

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