Mobilfunk 2017: Der 4G.de Jahresrückblick (Januar bis Juni)

Das Infoportal 4G.de lässt das Mobilfunk-Jahr 2017 ausführlich und in zwei Teilen Revue passieren. In unserem ersten Teil schauen wir uns die Ereignisse von Januar bis Juni 2017 an. Was waren die Highlights? Wie haben sich die 4G-Tarife entwickelt und welche Hardware kam auf den Markt? Lesen Sie alles Wichtige zum Mobilfunk in der ersten Jahreshälfte 2017.

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und die Zeit der Jahresrückblicke hat begonnen. Das Infoportal 4G.de blickt in zwei Teilen auf das Mobilfunk-Jahr 2017 zurück. Im ersten Teil werfen wir einen Blick auf die Highlights (LTE-Tarife, 4G-Ausbau, Hardware) von Januar bis Juni 2017. Denken Sie an die erste Jahreshälfte, fällt Ihnen sicherlich die Präsentation des Samsung Galaxy S8, StreamOn und der Wegfall der Roaming-Gebühren ein.

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Der Wegfall der Roaming-Gebühren bietet Vorteile für Urlauber (Bildquelle: istockphoto.com, Yuri_Arcurs)

Doch dies waren nur einige Ereignisse im Mobilfunk in der ersten Jahreshälfte. Erfahren Sie alles Wichtig von Januar bis Juni 2017 in unserem großen Jahresrückblick.

Schlechte Erreichbarkeit der o2-Hotline, GigaBoost und Samsung Galaxy S8

Das Mobilfunk-Jahr 2017 startete ruhig und ohne große Ereignisse. Im Januar wurde vor allem über den Präsentationstermin des Samsung Galaxy S8 spekuliert. Samsung Fans und die Medien stellten sich häufiger die Frage, ob das S8 auf dem MWC 2017 in Barcelona oder auf einem speziellen Event im März präsentiert wird. Mitte Januar erklärte der Konzern aus Südkorea, eine Vorstellung des Samsung Galaxy S8 im Februar würde es nicht geben. Die Gerüchte deuteten auf eine Vorstellung Ende März hin. Auch zu Beginn des Jahres hielten die Beschwerden über die schlechte Erreichbarkeit der Kundenhotline von o2 an, obwohl Telefónica CEO Markus Haas für Ende 2016 Besserung versprochen hatte.

Im Februar 2017 startete Vodafone mit einer spektakulären Aktion (GigaBoost) und verschenkte einmalig 100 GB an Bestandskunden wie auch Neukunden. Die Deutsche Telekom erhöhte das Datenvolumen bei ihren Prepaid-Tarifen, Vodafone hatte das Inklusivvolumen bei CallYa bereits im Januar 2017 erhöht. Auch bei Data Comfort der Telekom stieg das Volumen. Mitte Februar stellte die Organisation 3GPP das Logo für den LTE-Nachfolger 5G vor. Mit der Einführung einer offiziellen Grafik wollte man verhindern, dass sich viele inoffizielle Logos für 5G im Mobilfunk etablieren. Die Grafik konnte nicht recht überzeugen. Chip schrieb treffend: „5G ist die Zukunft: Für das Logo gilt dies allerdings nicht.“ (Quelle: Chip.de)

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Das S8 war das Hardware-Highlight der ersten Jahreshälfte (Bildquelle: Samsung)

Im März 2017 berichteten Vodafone-Kunden, sich hätten die 100 GB bei der GigaBoost-Aktion ein weiteres Mal erhalten. Bald stellte sich heraus: Das Gratisvolumen gab es mehrfach. Der Düsseldorfer Netzbetreiber stand in diesem Monat bei den Mobilfunk-News häufiger im Fokus. So kündigte Vodafone 4G mit bis zu 500 Mbit/s (LTE Cat-12) für den Sommer an. Telefónica Deutschland kam bei seiner Integration einen Schritt voran. Das Unternehmen führt nun alle o2 und die ehemaligen E-Plus-Kunden in einer Datenbank. Ende März wurden das Samsung Galaxy S8 und S8+  mit fast randlosem Display und LTE Cat-16 (bis zu 1 Gbit/s) vorgestellt.

StreamOn, angekündigte Fusion von Drillisch und 1&1, Wegfall der Roaming-Gebühren

Anfang April 2017 kündigte die Deutsche Telekom mit StreamOn eine Revolution im Mobilfunk an. Mit dem Zero Rating Angebot können Kunden ohne Datenverbrauch Musik hören und Videos streamen, sofern man Partnerangebote der Telekom nutzt. StreamOn startete am 19. April. Vodafone führte GigaDepot ein, Kunden können nun nicht verbrauchtes Datenvolumen in den Folgemonat mitnehmen. Weiterhin stellte der Düsseldorfer Netzbetreiber Ende des Monats den GigaCube mit einem LTE-Tarif (bis zu 150 Mbit/s) von 50 GB vor. Der 4G-Router lässt sich deutschlandweit nutzen, anders als beim Congstar Homespot ist der Kunden nicht an eine feste Adresse gebunden.

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StreamOn startete am 19. April (Bildquelle: Deutsche Telekom)

Im Mai 2017 gab Markus Haas der Welt ein ausführliches Interview. Es ging um die Fragen der schlechten Erreichbarkeit der o2-Kundenhotline und die Netzintegration. Laut Hass hat Telefónica Deutschland „das größte und leistungsfähigste Netz in Deutschland. Und es läuft stabil.“ (Quelle: Welt) Diese Aussage sorgte für Aufsehen. Vodafone startete im Mai mit bis zu 500 Mbit/s in Düsseldorf. 1&1 und Drillisch gaben ihre Fusionspläne bekannt, es soll eine vierte Macht auf dem Mobilfunk-Markt entstehen. Ende Mai kündigten Verbrauchschützer an, gegen StreamOn vorgehen zu wollen. Das Zero Rating Angebot der Telekom würde gegen die Netzneutralität verstoßen.

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Anfang Juni 2017 trat die erste Stufe der Transparenzverordnung in Kraft. Anbieter im Bereich Mobilfunk und Festnetz müssen Kunden auf einem Datenblatt detailliert über einen Tarif informieren. Vodafone trieb seinen Ausbau mit LTE Advanced voran und versorgte im Juni 10 Städte mit bis zu 500 Mbit/s. Mitte Juni 2017 fielen die Roaming-Gebühren innerhalb der EU weg. Urlauber und Geschäftsreisende können nun ohne Aufpreis im EU-Ausland telefonieren und surfen. Die Netzbetreiber äußerten die Sorge, dass es zu einem Missbrauch durch dauerhaftes Roaming kommen könnte, diese Befürchtung blieb jedoch bisher unbegründet. Ein kleines Hardware-Highlight des Monats war das OnePlus 5. Die Telekom meldet mit bereits 200.000 Nutzern ein großes Interesse an StreamOn.

Fazit 4G.de: Die erste Jahreshälfte 2017

Die erste Jahreshälfte 2017 im Mobilfunk war durchaus ereignisreich. Die Netzbetreiber erhöhten bei einigen 4G-Tarifen das Inklusivvolumen. Vodafone trieb den Ausbau mit LTE Advanced voran und startete mit bis zu 500 Mbit/s in ersten Städten. Telefónica Deutschland machte bei der Netzintegration Fortschritte. Am markantesten dürfte in der ersten Jahreshälfte die Einführung von StreamOn gewesen sein. Das Zero Rating Angebot wird uns auch im zweiten Teil vom 4G.de Jahresrückblick beschäftigen. Die Diskussionen, ob StreamOn gegen die Netzneutralität verstößt, begannen bereits kurz nach dem Markstart des Zero Rating Angebots. Ende 2017 ist noch unklar, wie es mit StreamOn der Deutschen Telekom weitergeht, die Bundesnetzagentur hat einige Details bemängelt.

Alle wichtigen Details dazu erfahren Sie in unserem zweiten Teil mit einem Rückblick auf die Monate Juli bis Dezember 2017.

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