Mobilfunk: 1&1 Drillisch verlängert Vertrag mit o2

1&1 Drillisch hat den Vertrag mit Telefónica Deutschland um fünf Jahre verlängert. Der Reseller kann somit weiterhin LTE-Tarife im o2-Netz vermarkten. Es besteht dazu die Option auf National Roaming mit Telefónica Deutschland. Diese Option könnte 1&1 im Jahr 2021 ziehen, wenn man als eigener Netzbetreiber auftritt.

1&1 Drillisch hat seinen Vertrag mit o2 um fünf Jahre verlängert. Der Reseller erhält so einen Zugriff auf 20 Prozent der Netzkapazität von Telefónica Deutschland und kann bis zum 30. Juni 2025 unter Eigenregie LTE-Tarife im o2-Netz vermarkten. Dazu hat das Unternehmen aus Montabaur  die Option auf weitere 10 Prozent der Netzkapazität. Die Verlängerung des Vertrags um fünf Jahre ist keine Überraschung und entspricht den Erwartungen. Telefónica Deutschland hat sich 2014 im Zuge der Fusion mit E-Plus verpflichtet, Netzkapazitäten an einen Drittanbieter (MVNO) abzugeben. So waren die Bedingungen der EU-Kommission für eine Genehmigung der Fusion. Das Ziel war es, auch nach dem Zusammenschluss von o2 und E-Plus für Wettbewerb auf den deutschen Mobilfunkmarkt zu sorgen.

1&1 Drillisch möcht ein eigenes Netz aufbauen (Bildquelle: ©Drobot Dean – stock.adobe.com)

Schnell wurde der Netzbetreiber im Jahr 2014 mit Drillisch einig. Ende 2019 zieht nun 1&1 Drillisch die Option auf Verlängerung um weitere fünf Jahre. Es gibt eine weitere Auflage der EU Kommission. Sollte 1&1 vom MVNO zum Netzbetreiber werden, besteht die Option auf einen National Roaming Vertrag. Somit könnte man seinen Kunden über o2 ein landesweites Mobilfunknetz bieten und langsam das eigene Netz aufbauen.

1&1 Drillisch startet 2021 mit dem Netzausbau

1&1 Drillisch möchte im Jahr 2021 mit dem Netzausbau starten. United Internet hat bei der Auktion 2019 Spektrum für 5G ersteigert. Weiterhin hat der Reseller zwei Frequenzblöcke (2 x 10 MHz im 2,6-GHz-Band) von Telefónica Deutschland gemietet. Ralph Dommermuth hat zuletzt immer wieder betont, man habe die finanziellen Mittel, um in den kommenden Jahren ein konkurrenzfähiges Mobilfunknetz aufzubauen. Der Ausbau des 5G-Netz soll zusammen mit ZTE erfolgen, so kündigte es 1&1 Drillisch Ende 2018 an.

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Doch mittlerweile hat sich viel getan. Es gilt als unwahrscheinlich, dass sich ZTE am 5G-Ausbau beteiligen. Zahlreiche deutsche Politiker haben sich zuletzt für einen Ausschluss von chinesischen Netzwerkausrüstern bei 5G ausgesprochen. Neben Huawei wäre dann auch ZTE von einem Bann betroffen. 1&1 Drillisch könnte in diesem Fall beim Ausbau des 4G-Nachfolgers auf Nokia setzen.

(Bildquelle Beitragsbild: © serhio777 – stock.adobe.com)

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