Mobiles Highspeed-Internet: Was bringt den Kunden LTE Max?

Deutsche Telekom, Vodafone und o2 versprechen Kunden bei ihren Mobilfunktarifen LTE Max. Damit surft man immer mit der schnellsten Übertragungsrate. Mit LTE Advanced sind Geschwindigkeiten von bis zu 375 Mbit/s möglich. Doch wie sieht die Realität aus? LTE ist nicht gleich LTE. Es gibt vier Ausbaustufen. Das Infoportal 4G.de erklärt die Unterschiede.

Die Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland bieten bei ihren Mobilfunktarifen seit Monaten LTE Max. Kunden steht immer die maximale Übertragungsrate zur Verfügung. Aktuell bietet Vodafone mit bis zu 375 Mbit/s (LTE Advanced) die höchste mobile Surfgeschwindigkeit. Steigert ein Anbieter die Geschwindigkeit in seinem Netz, profitieren alle Kunden dank LTE Max davon. Für das Jahr 2017 haben die Netzbetreiber große Pläne, man möchte die Gigabit-Marke knacken und alle Mobilfunkkunden sollten davon profitieren. Doch sieht so wirklich die Realität aus? LTE ist nicht gleich LTE. Es gibt in Deutschland vier Ausbaustufen, mitunter sind trotz LTE Max nur Übertragungsraten von bis zu 50 Mbit/s möglich. Das Infoportal 4G.de erklärt die Unterschiede. Dies müssen Sie vor einem Tarifabschluss wissen.

LTE Cat-3, LTE Cat-4, LTE Cat-6 und LTE Cat-9 – Wer soll da noch durchblicken?

LTE Max und Highspeed-Internet ist ein verlockendes Versprechen der deutschen Netzbetreiber, doch längst nicht alle Kunden kommen in den Genuss von schnellem Internet. Das Land ist mit LTE Cat-3 ausgebaut. Mit der Kategorie 3 der Mobilfunktechnologie sind eigentlich Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s möglich. Doch in den ländlichen Regionen nutzt man LTE-Frequenzen der digitalen Dividende I (800-MHz). Eine Basisstation mit 800-MHz bietet eine große Reichweite bei der Netzabdeckung, ermöglicht jedoch nur bis zu 50 Mbit/s. So konnte man das Land kostengünstig ausbauen, wenn es auch Abstriche bei der Surfgeschwindigkeit gibt. Vodafone und Telefónica Deutschland haben in der Vergangenheit selbst in den Städten auf LTE Cat-3 und 800-MHz gesetzt, um mit weniger Basisstationen mehr Fläche abzudecken.

Kleinere Städte und Stadteile von Großstädten sind mit LTE Cat-3 (bis zu 100 Mbit/s) oder LTE Cat-4 ausgebaut. Hier heißt LTE Max in der Realität bis zu 150 Mbit/s. Übertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s sind vor allem in Großstädten verfügbar. Die Netzbetreiber bauen bevorzugt Stadtzentren, Bahnhöfe und Flughäfen mit LTE Cat-6 aus, wie die Ausbaustufe mit LTE Advanced heißt. In den Randbezirken surft man immer häufiger mit der Kategorie 4. Das extreme schnelle LTE Cat-9 mit bis zu 375 Mbit/s von Vodafone ist seit Ende 2016 in 30 Städten verfügbar. Hier profitieren Kunden voll und ganz von LTE Max, wenn man ein Detail beachtet: Die passende Hardware. Übertragungsraten von über 300 Mbit/s sind zum Beispiel mit dem Samsung Galaxy S7, HTC One (M10) oder iPhone 7 möglich.

LTE Max ein schönes Versprechen

Brachtet man es näher, ist LTE Max ein schönes Versprechen der Netzbetreiber. Um in den Genuss von mobilem Highspeed-Internet zu kommen, muss man in der Stadt leben und das passende Smartphone haben. Selbst in Großstädten gibt es deutliche Unterscheide bei Übertragungsraten und Ausbaustufen. Die Unterschiede dürften noch größer werden. Telekom und Vodafone haben es angekündigt. In diesem Jahr startet man mit LTE Advanced Pro (LTE Cat-16). Dann sind  Übertragungsraten von bis 1 Gbit/s an ausgewählten Standorten möglich. Auch in diesem Fall versprechen die Netzbetreiber bei ihren Mobilfunktarifen LTE Max.

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