Mobil surfen – Verfügbarkeit & Geschwindigkeit!

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Mobil surfen – Die unterschiedlichen Standards

Mobiles Surfen ist in Deutschland flächendeckend möglich, allerdings weisen die Netze der vier Betreiber T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus teilweise deutliche Unterschiede bei der Verfügbarkeit schneller Internetzugänge über UMTS auf. Eine nahezu lückenlose Abdeckung bieten alle Anbieter für GPRS.

Riesige Geschwindigkeitsunterschiede

Am unteren Ende der Leistungsskala der unterschiedlichen Mobilfunkstandards befindet sich GPRS, das es nur auf aus heutiger Sicht bescheidene 53,6 KBit pro Sekunde bringt. Alle Netze können das, aber lediglich O2 und E-Plus bieten in einigen Regionen außerhalb der Ballungsräume nach wie vor keine schnellere Alternative an. Der fast vergessene Standard EDGE erlebte mit den ersten iPhones eine Renaissance, da diese anfänglich UMTS nicht unterstützten. Ansonsten spielt dieser Standard, mit dem in der Praxis Downloadgeschwindigkeiten von etwa 200 KBit pro Sekunde erreicht werden können, nur noch bei E-Plus eine wichtige Rolle. E-Plus hat angekündigt, sein gesamtes Netz auf EDGE aufzurüsten und diese Technologie seinen Kunden standardmäßig anzubieten (T-Mobile hat dies bereits geschafft).

T-Mobile und Vodafone verfügen über eine exzellente UMTS Netzabdeckung. Dabei spielt die klassische UMTS Geschwindigkeit von 384 KBit pro Sekunde heute kaum noch eine Rolle, da der Downloadbeschleuniger HSDPA in nahezu allen Regionen zur Verfügung steht. Dieser erlaubt Downloads mit 3,6 MBit pro Sekunde, in einer ständig wachsenden Zahl von dicht besiedelten Regionen sogar 7,2 MBit pro Sekunde. Noch höhere Geschwindigkeiten bietet T-Mobile an vielen Flughäfen, Bahnhöfen und anderen stark frequentierten Orten: Die Nutzung der mehr als 8000 W-LAN Hotspots in Deutschland ist im Preis einiger UMTS Flatrates enthalten.
Schnelle Uploads erlaubt der ebenfalls angebotene Standard HSUPA. Da dies für den typischen mobilen Internetnutzer von eher untergeordneter Bedeutung ist, dazu nur zwei kurze Hinweise: HSUPA ist nicht in allen UMTS Flatrates enthalten und die Zahl der HSUPA-fähigen Endgeräte ist deutlich kleiner, als dies bei HSDPA der Fall ist.

München liegt vorne

Das schnellste derzeit in Deutschland angebotene Netz betreibt O2 in München, wo bereits HSDPA+ zum Einsatz kommt. Diese Variante von HSDPA erlaubt Downloads mit bis zu 28 MBit pro Sekunde. Vodafone und T-Mobile planen keinen Einsatz von HSDPA+ sondern wollen direkt auf LTE umsteigen, was bereits in der ersten Ausbaustufe 100 MBit pro Sekunde erlauben wird.

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