Markus Haas: o2 hat bald das modernste Mobilfunknetz

Markus Haas, Chef von o2, gab dem Handelsblatt ein Interview. Er beantwortete Fragen zur Netzqualität von Telefónica Deutschland, Netzintegration, Regulierung und 5G. In einem Jahr möchte Haas seinen Kunden das größte und moderneste Mobilfunknetz in Deutschland bieten.

Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland gab dem Handelsblatt ein ausführliches Interview. Der o2-Chef sprach über die Netzqualität des Anbieters, Fortschritte bei der Netzintegration, die Regulierung in Deutschland und 5G. Der Grundtenor des Interviews war immer gleich. Telefónica Deutschland hat die Netzintegration in Kürze abgeschlossen und bietet dann das modernste Mobilfunknetz in Deutschland.

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Markus Haas gab dem Handelsblatt ein Interview (Bildquelle: Telefónica Deutschland)

Das Infoportal 4G.de fasst die wichtigsten Aussagen des Interviews für Sie in diesem Beitrag zusammen.

Netzintegration zu mehr als 75 Prozent abgeschlossen

Zu Beginn des Gesprächs wird Haas vom Interviewer immer wieder aus das löchrige o2-Netz angesprochen. Fragen über die aktuelle Netzqualität weicht der CEO von Telefónica Deutschland aus. So verweist er im Gespräch lieber auf innovative Produkt (o2 Free) des Netzbetreibers oder die steigende Kundenzufriedenheit. Haas spricht besonders häufig über die Fortschritte bei der Netzintegration: Wir sind in der Netzkonsolidierung fast fertig, und wir haben eine klare Vision: Wir wollen aus zwei Netzen das größte und modernste Mobilfunknetz Deutschlands bauen. Das haben wir schon zu mehr als 75 Prozent abgeschlossen.“ (Quelle: Handelsblatt)

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Immer wieder nennt er seine Vision, den Kunden das modernste und größte Netz in Deutschland zu bieten. Diese Aussage zieht sich wie ein roter Faden durch das ganz Interview. Ende 2018 sei die Netzintegration von o2 und E-Plus endgültig abgeschlossen.

Haas warnt vor viertem Netzbetreiber

In der zweiten Hälfte des Interviews geht es vor allem um die Regulierung in Deutschland und 5G. Haas warnt vor einem vierten Netzbetreiber. Ideal für einen Mobilfunkmarkt seien drei Anbieter: „Wenn jemand glaubt, er löse die Infrastrukturprobleme in Deutschland mit einem vierten Netz, der ist aus meiner Sicht auf dem Holzweg. Wie bereits erwähnt hat Deutschland in Europa mit die schwächsten Netze und die meisten MVNOs. Die Länder mit den besten Infrastrukturen konzentrieren sich dagegen auf drei Netze.“ (Quelle: Handelsblatt)

Zugleich kritisiert der o2-Chef die teuren Frequenzauktion mit Auflagen in Deutschland: „Der bisherige Weg in Deutschland war falsch. Die Frequenzvergabe war teuer, und trotzdem gab es gleichzeitig eine Dienstanbieterverpflichtung.“ (Quelle: Handelsblatt) Haas verweist auf Frankreich. Bei unseren Nachbarn wurden die Frequenznutzung verlängert, dafür müssen die Netzbetreiber dort bestimmte Versorgungsverpflichtungen erfüllen. Doch eine teure Frequenzauktion mit Auflagen wie in Deutschland gibt es in vielen europäischen Ländern nicht. Die teuren Versteigerungen hierzulande sind maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass Deutschland im europaweiten Vergleich beim Netzausbau hinter hinkt.

Abschließend stellt der Interviewer die Frage, wo der CEO von Telefónica Deutschland o2 in einem Jahr sieht. Haas antwortet selbstbewusst: „Wir haben dann das größte und modernste Mobilfunknetz fertiggestellt.“ (Quelle: Handelsblatt)

(Bildquelle Beitragsbild: Telefónica Deutschland)

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