LTE-Studie: Berlin hat schlechteste Netzabdeckung aller Großstädte

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Mit nur 38% LTE-Netzabdeckung ist Berlin im Top 10 Ranking der deutschen Großstädte aktuell weit abgeschlagenes Schlusslicht. Die Spitzenposition belegt Frankfurt am Main mit 90% vor Düsseldorf mit 82% Abdeckung. In den meisten Städten ist ein rasanter Ausbau zu beobachten.

Hamburg, den 21.08.2012 – Rund 14 Millionen Haushalte in ganz Deutschland können aktuell auf das mobile Internet der 4. Generation (4G) zugreifen. Doch zwischen den Bundesländern und insbesondere zwischen den Großstädten liegen teils noch erheblich Unterschiede vor, was die LTE-Versorgung angeht. Dies sind die Ergebnisse der dritten LTE-Studie des Portals 4G.de, basierend auf knapp 80.000 Standorten, die von Mai bis August 2012 über die LTE-Verfügbarkeitsabfrage auf www.4g.de von Nutzern aus ganz Deutschland abgefragt wurden.

Berlin noch auf Kleinstadt-Niveau

LTE-Städte Deutschland

LTE: Top 10 Ranking der deutschen Großstädte

Mit lediglich 38% LTE-Verfügbarkeit, bezogen auf rund 2.000 überprüfte Adressen, liegt Berlin weit abgeschlagen auf dem letzten LTE-Platz. Sechs von zehn Berlinern kamen in den letzten vier Monaten demzufolge noch nicht in den Genuss von LTE. Dies entspricht nur in etwa dem durchschnittlichen Ausbaustatus auf dem Land.

Es folgt mit zwölf Prozentpunkten Steigerung Stuttgart (50%), dann Hamburg (56%), Dresden (57%), München (61%), Leipzig (67%), Köln (68%), Hannover (70%) und an der Spitze Düsseldorf (82%) sowie mit beachtlichen 90% Frankfurt am Main. Ein rasanter Netzausbau innerhalb der Städte war in den letzten Wochen zu verzeichnen und ist auch weiterhin zu erwarten.

Als ein Grund für den schwachen Netzausbau in Berlin kann sicherlich der zögerliche LTE-Start der Deutschen Telekom und Vodafone in der Hauptstadt betrachtet werden. Die Telekom bietet erst seit Anfang Juli 2012 LTE in der Hauptstadt an, Vodafone schon seit 2011, dies bisher aber nur an wenigen Standorten.

Eine weitere Erklärung für das besonders schlechte Abschneiden Berlins in der Studie liegt in der Erhebungsmethode begründet. Die Ergebnisse beziehen sich auf den Zeitraum Mai bis August 2012 und spiegeln wegen des leichten Verzögerungseffektes daher nicht die Live- Ergebnisse wieder. In den letzten Wochen arbeitete insbesondere die Deutsche Telekom in der Hauptstadt bereits massiv am Netzausbau.

In der bevölkerungsreichsten und mit rund 892 km² flächengrößten Stadt Deutschlands stehen die Netzbetreiber in den nächsten Monaten weiterhin vor der anspruchsvollen Aufgabe, die verlorene Zeit möglichst schnell wieder aufzuholen. Ein Überschreiten der 50%-Marke bei der LTE-Versorgung in Berlin sollte innerhalb der nächsten Wochen realistisch sein.

Weitere Statistiken und Grafikmaterial finden Sie auch unter www.4G.de/statistiken

LTE-Statistiken

„3G vs. 4G-Netzabdeckung in Deutschland“ und „Entwicklung der LTE-Verfügbarkeit“

Pressekontakt:

Tim Rohrer
Maracuja GmbH
Laerheider Weg 13
47669 Wachtendonk
Telefon: 0179/4576733
eMai: info@4G.de
http://www.4G.de

Über 4G.de:

4G.de wurde im Januar 2011 als Informations-Portal rund um die Themenbereiche des mobilen Internets via 4G-Highspeed gegründet. Seit April 2012 finden Interessenten auf www.4G.de zudem die erste deutschsprachige, kostenlose LTE-Verfügbarkeitsabfrage, mit der T-Mobile, Vodafone und o2 gleichzeitig auf LTE-Verfügbarkeit am Wunschstandort überprüft werden können. Das Angebot wird, wie auch
www.hsdpa-umts-verfuegbarkeit.de, von der newOn GmbH aus Kempen betrieben und von der Maracuja GmbH aus Wachtendonk vermarktet.

Über LTE:

LTE (Long Term Evolution) ist die schnelle Funkverbindung der vierten Mobilfunkgeneration (4G). LTE ermöglicht eine mobile Highspeed-Verbindung von bis zu 100 Mbit/s. In Deutschland haben sich die Netzbetreiber verpflichtet, die weitreichenden Frequenzen im 800-MHz-Bereich aus der Digitalen Dividende zuerst in ländlichen Regionen zu nutzen, um den Menschen dort schnelles Internet zu ermöglichen (Vereinbarung zu den so genannten „Weißen Flecken“). Der LTE-Ausbau erfolgt in jedem Bundesland in vier Prioritätsstufen. Bei einem Ausbaugrad von 90% erfolgt ein Übergang in die nächste Stufe. Sind alle Stufen zu 90% in einem Bundesland ausgebaut, dürfen die Netzbetreiber die 800-MHz-Frequenzen frei nutzen. Mehr zum Thema LTE-Abdeckung auch auf unserem Fachportal lte-abdeckung.net

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