LTE-Frequenzen: o2 nutzt bereits 700-MHz

Der Netzbetreiber o2 nutzt bereits LTE-Frequenzen mit 700-MHz. Nutzer der Cellmapper-Community haben in Schleswig-Holstein vier Standorte mit Frequenzen der Digitalen Dividende II entdeckt. Die Netzbetreiber haben angekündigt, 700-MHz erst Mitte 2019 zum Einsatz zu bringen. Bei den Standorten könnte es sich um einen Test handeln.

Bei o2 kommen bereits LTE-Frequenzen mit 700-MHz zum Einsatz. Nutzer der Cellmapper-Community haben erste Standorte mit Band 28 entdeckt, wie teltarif.de meldet. Die vier Standorte befinden sich nördlich und westlich der Stadt Husum in Schleswig-Holstein. Telefónica Deutschland nutzt an diesen Standorten auch das Band 20 (800-MHz). Die Netzbetreiber haben die Nutzung von 700-MHz eigentlich erst für später angekündigt.

LTE Land
700-MHz soll vor allem auf dem Land zum Einsatz kommen (Bildquelle: istockphoto.com, shapecharge)

Es ist möglich, dass es sich bei den vier Standorten in Schleswig-Holstein um Tests von o2 handelt. Eine offizielle Stellungnahme des Netzbetreibers zum Einsatz der Frequenzen gibt es nicht. Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland haben die Frequenzen mit 700-MHz bereits bei der Auktion im Jahr 2015 ersteigert. Das terrestrische Fernsehen hat diesen Frequenzbereich im letzten Jahr für Mobilfunk geräumt. Vor Mitte 2019 sollen die Frequenzen der Digitalen Dividende II nicht zum Einsatz kommen.  Die Deutsche Telekom zum Beispiel wartet auf eine endgültige Freigabe von 700-MHz durch die Bundesnetzagentur.

Netzbetreiber wollen mit 700-MHz Funklöcher schließen

Die Frequenzen mit 700-MHz sollen vor allem in ländlichen Regionen zum Einsatz kommen, wie die vier Standorte von o2 in Schleswig-Holstein verdeutlichen. Die Telekom hat angekündigt mit Band 28 vor allem Funklöcher auf dem Land zu schließen. Ab Mitte 2019 dürften so immer mehr Weiße Flecken in ländlichen Regionen verschwinden. Problem gibt es nur in Grenzregionen. In Polen wird 700-MHz weiterhin für Rundfunk genutzt.

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Damit ein Ausbau mit dem Frequenzen in Grenznähe möglich ist, müssen die deutschen und polnischen Regulierungsbehörden ein Abkommen schließen Ein solches Abkommen liegt bisher nicht vor und ist auch nicht in Aussicht. Spätestens 2020 soll 700-MHz in der ganzen EU für Mobilfunk zur Verfügung stehen, dann dürfte es mehr keine Probleme in den Grenzregionen geben.

(Bildquelle Beitragsbild: istockphoto.com, Jens Tandler)

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