LTE-Ausbau: Telekom bietet mehr Leistung in Grenzgebieten

Die Deutsche Telekom hat die Leistung von LTE-Stationen in Grenzgebieten erhöht. Eine neue Regelung macht diesen Schritt möglich. 760.000 Haushalte können nun schneller mit 4G surfen. In den kommenden Wochen wird der Netzbetreiber die Grenzregionen gezielt mit LTE ausbauen und 260 Standorte errichten.

In Grenzregionen konnten Nutzer bei LTE bisher nur mit angezogener Handbremse surfen. Netzbetreiber mussten die Leistung der 4G-Sendestationen drosseln, um ausländische Funkdienste nicht zu stören. Nun hat die Deutsche Telekom die Sendeleistung von 500 Standorten in Grenzregionen erhöht. Eine neue Regelung macht diesen Schritt möglich. Bisher haftete die Bundesnetzagentur für mögliche Störungen im Grenzgebietet, die Haftung geht ab jetzt auf die deutschen Netzbetreiber über. Walter Goldenits Geschäftsführer Technologie Telekom Deutschland, betont in der Pressemitteilung, man gehe hier mit Augenmaß vor: „Wir werden die neue Regelung mit Augenmaß, aber offensiv nutzen. Damit unsere Kunden auch entlang der deutschen Grenzen das beste Netz erleben.“ (Quelle: Pressemitteilung)

LTE-Mobilfunkmast
Telekom erhöht die Sendeleistung in Grenzgebieten (Bildquelle: istockphoto.com, Jens Tandler)

760.000 Haushalte in Grenzregionen profitieren vom Schritt der Deutschen Telekom und surfen ab sofort schneller mit LTE. Mit einer höheren Übertragungsrate surfen besonders die Bürger in Schleswig-Holstein (160.000 Haushalte), NRW (92.000 Haushalte) und Baden-Württemberg (90.000 Haushalte). In den kommen Woche baut die Telekom weitere Standorte in Grenzgebieten mit 4G aus. Laut dem Netzbetreiber gibt es an den deutschen Außengrenzen noch 260 Standorte ohne LTE, diese Lücken werden nun nach und nach geschlossen.

Vodafone hat bereits LTE-Stationen in Grenzgebieten aktiviert

Vodafone hat Ende Oktober 2019 insgesamt 50 LTE-Stationen in Grenzregionen aktiviert. Auf diese Weise profitieren erstmals 280.000 Menschen von 4G. An weiteren Stationen wurde die Sendeleistung erhöht. 1,5 Millionen Vodafone-Kunden in Grenznähe surfen nun schneller. Bis Ende des Jahres wird der Netzbetreiber 90 zusätzliche LTE-Sendestationen in den Grenzregionen aktivieren. Von diesem Schritt profitieren 100.000 Nutzer.

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Die Politik begrüßt den Schritt von Deutscher Telekom und Vodafone. Schneller Mobilfunk sei gerade in den strukturschwachen Grenzgebieten wichtig. Wann Telefónica Deutschland Standorte in Grenznähe aktiviert und die Leistung der Sendestationen erhöht, ist nicht bekannt. Ein entsprechender Schritt dürfte nach Änderung der Reglung schon bald erfolgen.

(Bildquelle Beitragsbild: Deutsche Telekom)

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