iPhone X und iPhone 8 wasserdicht nach IP67 – Was heißt das?

Aktuelle Smartphones wie die beiden erst kürzlich vorgestellten Apple-Modelle iPhone 8 und iPhone X sind in der Regel gut gegen Wasser und Schmutz geschützt. Oft fallen in diesem Zusammenhang die Begriffe wasserdicht und IP-Schutzart 67. Doch sind die iPhones wirklich wasserdicht und was bedeutet eigentlich IP67? Alles Wichtige hierzu erfahren Sie auf 4G.de.

Schaut man in die technischen Daten der neuen iPhones an, ist dort in der Kategorie Schutz vor Spritzwasser und Staub der Hinweis zu finden „Nach IEC Norm 60529 unter IP67 klassifiziert“. Den Begriff wasserdicht sucht man dort vergeblich. Aus diesem Grund ist es zunächst notwendig, die Klassifizierung IP67 nach IEC Norm 60529 und ihre Bedeutung näher zu betrachten.

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Bei Meerwasser sollte man mit dem iPhone X aufpassen (Bildquelle: Apple)

Was verbirgt sich hinter der Klassifizierung IP67?

Weltweit hat sich für die Einstufung von Geräten die Staubdichtheit und den Wasserschutz betreffend die IEC Norm 60529 etabliert. Sie definiert die von der amerikanischen National Electrical Manufacturers Association beschriebene IP-Schutzart. Die Abkürzung für IP lautet International Protection (Marking), im Deutschen etwa internationale Schutzbewertung. Sie setzt sich aus zwei verschiedenen Einstufungen zusammen. Die erste Ziffer nach dem Kürzel „IP“ gibt Auskunft darüber, wie gut ein Gerät gegen Fremdkörper und Schmutz geschützt ist. Die Skala reicht von 0 bis 6, wobei 6 die höchste Stufe darstellt und staubdicht bedeutet. Die Kennziffer an der zweiten Stelle klassifiziert den Schutz gegen Wasser und reicht von 0 (kein Schutz) bis 8 (Schutz gegen dauerndes Untertauchen) oder 9 (Schutz gegen Wasser bei Dampfstrahlreinigung).

In der Stufe 7 ist der Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser beschrieben. Die IP67-Klassifizierung beim iPhone X und iPhone 8 bedeutet folglich, dass das Smartphone sowohl staubdicht als auch gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser geschützt ist. Laut den Angaben von Apple wurden die iPhone-Modelle unter kontrollierten Laborbedingungen getestet und entsprechend der Ergebnisse offiziell nach IEC Norm 60529 in der Klasse IP67 eingestuft. Nun fehlt noch die Information, was die Norm genau unter zeitweiligem Untertauchen versteht. Der Standard definiert, dass Geräte mit IP67-Klassifizierung mindestens ein 30-minütiges Untertauchen bis zu einer Tiefe von einem Meter schadlos überstehen müssen. Erst nach dieser Zeit oder in größerer Tiefe darf Wasser in das Smartphone eindringen.

Was man mit dem iPhone 8 und X auf keinen Fall tun sollte

Auch wenn das iPhone die IP67-Klassifizierung besitzt, sollte man einige Dinge dennoch nicht mit dem Smartphone tun. Während kurzes Eintauchen in Wasser oder ein Regenschauer dem Gerät nichts ausmachen sollten, kann das Eintauchen in Meerwasser oder in einem Schwimmbad zu Schäden führen. Grund hierfür ist, dass das enthaltene Salz oder das Chlor Teile des iPhones zersetzen könnten. Zu bedenken gilt, dass der Schutz gegen Staub und Wasser nicht dauerhaft ist und mit der Zeit durch Abnutzung leidet. Das bedeutet, dass bei einem seit einiger Zeit genutzten iPhone der Schutz nach IP67 nicht mehr gegeben sein könnte und ein kurzes Eintauchen in Wasser direkt zu einem Schaden führt. Auf keinen Fall sollte ein nass gewordenes iPhone aufgeladen werden.

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Gibt Apple eine Garantie bei Wasserschäden?

Die Frage nach der Garantie von Apple bei Wasserschäden lässt sich schnell beantworten. Apple übernimmt keinerlei Garantie bei durch Wasser verursachte Schäden, auch wenn die Geräte offiziell IP67-klassifiziert sind. Grund hierfür ist die bereits schon erwähnte Abnutzung des Staub- und Wasserschutzes im Laufe der Zeit durch den normalen Gebrauch. Hitze, Kälte oder das Herunterfallen des Smartphones können den Prozess zusätzlich beschleunigen, so dass prinzipiell selbst ein erst kürzlich gekauftes Gerät die IP67-Klassifizierung eventuell nicht mehr erfüllt. Wer sein iPhone nicht fahrlässig beschädigen oder zerstören möchte, dem ist ein vorsichtiger Umgang mit dem Gerät bei Nässe, Feuchtigkeit und Schmutz zu empfehlen. Ein mutwilliges Eintauchen zu Test- oder Demozwecken sollte auf jeden Fall unterbleiben.

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